Nützliche Idioten : Die Hohenzollern und Hitler

Urbach, Karina GND

Für die Nationalsozialisten war die Unterstützung der Hohenzollern auf zwei Ebenen wichtig – auf der nationalen und der internationalen. Während die nationale Ebene teilweise erforscht ist, gibt es über die internationale Hilfe bisher keine Informationen. Der Beitrag zeigt, welche internationalen Kontakte die Hohenzollern hatten und warum sie diese Kontakte den Nationalsozialisten zur Verfügung stellten. Die Nachlässe von Poultney Bigelow (1855-1954), Henry Ford (1863-1947) und Franklin D. Roosevelt (1882-1945) bieten hierzu neue Erkenntnisse. Alle drei Nachlässe helfen uns, die ideologische Ausrichtung der Hohenzollern besser zu verstehen.
Eine Restauration zu erreichen, war für mehrere Hohenzollern seit 1918 das entscheidende Motiv ihres Handelns. Aber Opportunismus war nicht der einzige Grund, warum sie sich für die Nationalsozialisten engagierten. Es gab auch viele ideologische Gemeinsamkeiten – Antiparlamentarismus, Antisemitismus, Antikommunismus und später die aufrichtige Bewunderung für Hitlers Eroberungskriege.
Für die Nationalsozialisten wiederum war der Eifer der Hohenzollern ein hochwillkommenes Geschenk. Sie sahen die Familie als nützliche Idioten, die man bei der Machtergreifung und unmittelbar danach benutzte – und später getrost fallen lassen konnte.

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