Война как средство государственного и национального строительства в XIX и XX вв.

Langewiesche, Dieter GND

Ohne Krieg kein Staat, ohne Krieg keine Nation, und ohne Krieg keine globale Hegemonie europäischer Staaten im 19. Jahrhundert: Nach diesen Zusammenhängen fragt der Aufsatz. Europa wurde im 19. Jh. zu einem Fortschrittsraum mit überlegener Innovationskraft. Doch nur weil sich europäische Nationen fähig zeigten, diese Kraft zur imperialistischen Machtexpansion einzusetzen, konnte daraus eine Dominanz in der Welt werden. Nur in Nationalstaaten, die staatsbürgerliche Teilhabechancen für alle Glieder der Nation versprachen, war die Gesellschaft bereit, die Hochrüstung zu finanzieren, die notwendig wurde, um weltpolitisch handeln zu können. Politische Macht wurde gleichgesetzt mit Kolonialmacht, die eigene Fortschrittsfähigkeit gemessen an einer imperialistischen Machtskala im Wettbewerb mit den Konkurrenten. Als erfolgreich galt ein Nationalstaat, wenn er zum Imperium wurde. Fähig zu sein zum Krieg galt als Modernitätsbeweis eines Staates und seiner Gesellschaft. In dieser geistigen Grundhaltung sieht der Autor ein Hauptmerkmal des Jahrhunderts Europas und die Grundlage für die globale Dominanz, die das Europa der imperialen Nationalstaaten damals errang.

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GHI Moskau: Lectures in the History of the 18th and 19th centuries

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