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La santa di Casa : Benedetto XIV e la beata Imelda Lambertini

Fattori, Maria Teresa GND

Papst Benedikt XIV. leitete keinen auf die Kanonisierung zielenden Seligsprechungsprozess Imelda Lambertinis ein, obgleich er als Prälat die junge, 1333 verstorbene Nonne schätzte. Die Überlieferung weist in diesem Fall viele Lücken und kaum zuverlässiges Quellenmaterial auf, während die Literatur des 18. Jh. aus dem Umfeld Muratoris dem Seligenkult Imeldas eher abträglich war. Der Beitrag analysiert in drei Schritten die Gründe für die Weigerungshaltung Benedikts XIV. (1675–1758). Zunächst werden die Fakten und Dokumente zusammengestellt, über die sich der Papst die entsprechenden Informationen zu verschaffen versuchte. In einem zweiten Schritt wird die Entwicklung des Imelda-Kultes im 17. und 18. Jh. skizziert, wobei der potentiell heilige Wesenszug dieser Figur aufscheint und das Thema der eucharistischen Devotion, die für ihr Leben kennzeichnend ist, in den Zusammenhang der Debatten über die Eucharistie eingeordnet wird. Schließlich sollen die Zweifel erörtert werden, mit denen die Kultur des 18. Jh. auf die hagiographische Tradition blickte; vor dem Hintergrund des innigen, aber auch höchst kritischen Verhältnisses zwischen dem Bologneser Papst einerseits und seiner Familie bzw. seiner Geburtsstadt andererseits lassen sich auf diese Weise die Beweggründe herausarbeiten, die ihm nahelegten, auf eine Selig- und Heiligsprechung zu verzichten.

Pope Benedict XIV did not start a beatification procedures to sanctify Imelda Lambertini, though he had honoured this young nun (who died in 1333) when he was prelate. Within an event where the gaps are more numerous than the surviving documentation, 18th-century erudition inspired by Muratori represents a time of impasse in the cult of the blessed Imelda. This paper reconstructs the history of the failure to support the cult of a member of his family on the part of Benedict XIV (1675–1758), and is divided into three parts. First, we outline the events and documents allowing us to reconstruct the information that Benedict XIV attempted to collect about his family blessed; second, we trace the 17th and 18th century development of the cult of Imelda to identify the salient features of an image of potential sainthood and to contextualize the issue of devotion to the Eucharist, linked to the life of the blessed Imelda, within the debate over the Eucharist. The final section attempts to define the reasons for the doubts entertained by 18th-century culture over this hagiographic event to explain the motivations that may have induced Benedict XIV to abandon this possibility, in light of the close but also profoundly critical ties between the Bolognese Pope and his family and native city.

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Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken

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