„Sie sind zwar unsere Verwandten, aber die erbärmlichsten Menschen“ : Friedrich der Große und die Markgrafen von Brandenburg-Schwedt

Jobst Graf von Wintzingerode, Heinrich

Das Verhältnis Friedrichs zu den Schwedter Markgrafen entwickelte sich parallel zu den Schwankungen, denen das Ansehen dieser Fürsten während des 18. Jahrhunderts ausgesetzt war. Markgraf Philipp Wilhelm (1669-1711) und seine Frau Johanna Charlotte von Anhalt-Dessau (1682-1750) waren enge Vertraute der ersten beiden preußischen Könige und nahmen unangefochten den ersten Platz in der höfischen Rangfolge ein. Die charakterlichen Unzulänglichkeiten der folgenden Generation führten jedoch zu einem rapiden Ansehensverlust der „Ersten Prinzen von Geblüt“. Die militärischen Karrieren der Markgrafen Friedrich Wilhelm (1700-1771) und Friedrich Heinrich (1709-1788) verliefen ebenso katastrophal wie ihre Ehen mit Sophie von Preußen (1719-1765) und Leopoldine Marie von Anhalt-Dessau (1716-1782). Vor allem Markgraf Friedrich Wilhelm wurde für Friedrich II. zu einem dauerhaften Ärgernis. Militärisches Eingreifen und eine faktische Entmündigung waren die Folge. Friedrichs Verhältnis zu seiner Schwester Sophie war hingegen lebenslang von gegenseitiger Zuneigung und Vertrautheit geprägt.

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