Die Rolle der Wilhelmine von Bayreuth in Friedrichs Dynastieverständnis

Kohl, Katrin

An Friedrichs Beziehung zu seiner Lieblingsschwester lässt sich eine facettenreiche Auseinandersetzung mit den Grenzen und Möglichkeiten dynastischer Vorgaben verfolgen, die im Briefwechsel zwischen den Geschwistern sowie in Wilhelmines Memoiren Ausdruck findet. Friedrichs Dynastieverständnis bildete sich im Rahmen elterlicher Verheiratungspläne heraus, in denen zeitweilig eine Doppelhochzeit geplant war, und nach Wilhelmines Heirat manifestierte es sich in einem patriarchalisch anmutenden Herrschaftsgebaren. In dem Wilhelmine gewidmeten Tempel der Freundschaft im Park Sanssouci zeigt sich schließlich die Bedeutung einer in der Antike wurzelnden Vorstellung von Freundschaft, die dynastische Abhängigkeiten auf eine für die Empfindsamkeit charakteristische Weise transzendiert.

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Friedrich300 - Colloquien

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