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H. Ellrich: Monarchisches Erbe und Landesbewusstsein in Thüringen und Bayern nach 1918 bzw. 1945

Kulturgeschichte Preußens - Colloquien 4 (2017)

Hartmut Ellrich

Monarchisches Erbe und Landesbewusstsein in Thüringen und Bayern nach 1918 bzw. 1945

Abstract

Die Bewohner der bis 1871 bestehenden deutschen Einzelstaaten entwickelten unterschiedlich starke Bezüge zu ihren Herrscherhäusern. Diese reichten von enger Verbundenheit bis hin zur stärkster Abnabelung, beispielhaft zu erleben im traditionell-konservativen Sachsen-Coburg und dem republikanisch-demokratischen Sachsen-Gotha – einem Doppelherzogtum, das seit 1826 verbunden war und niemals recht zusammenfand. Mit der Revolution von 1918 brach der Konflikt offen aus. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 fanden sich die vormaligen Teilherzogtümer an der Nahtstelle des "Eisernen Vorhangs" wieder. Doch liefen die Entwicklungen in Thüringen und Bayern gerade nach 1945 diametral auseinander? Motto: "guter" Westen – "böser" Osten oder gab es Traditionen, die der offiziellen politischen Linie widersprachen? Das Ergebnis ist erstaunlich und wird an weiteren Regionen (Fürstentum Schwarzburg und dem vormaligen Königreich Bayern) vertieft.
Das monarchische Erbe und das Landesbewusstsein wurden bislang nur in Einzelstudien erfasst, eine Gesamtschau fehlt bislang. Der Beitrag versucht erstmals einen vergleichenden Blick auf Regionen in Mittel- und Süddeutschland nach 1918 und 1945.

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Wenngleich die Weimarer Reichsverfassung erst 1919 mit Artikel 1091 die Vorrechte des Adels abschaffte, bildeten die Jahre 1918 und nachfolgend 1945 mit Blick auf das monarchische Erbe und das Landesbewusstsein in Thüringen und Bayern doch starke, einschneidende Zäsuren. Inwieweit damit Brüche der Traditionslinien in diesen Ländern einhergingen, soll im Folgenden an drei Beispielen erörtert werden. Exemplarisch stehen dabei das Fürstenhaus Schwarzburg, die Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha und das Haus Wittelsbach im Blickpunkt, denn sie liefern ein sehr eindrückliches Bild von den Brüchen und Traditionslinien einstmals regierender Häuser an den Wendepunkten der Geschichte.

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Der Mainzer Historiker Markus Raasch hat 2012 in seinem bemerkenswerten Vortrag "Adel und Nachkriegszeit – Ein kategorialer Zugriff"2 zu Recht auf den Umstand verwiesen, dass die Zeit nach 1945 mit Blick auf den Adel bislang unterbelichtet sei und zur Adelsgeschichte "keine systematischen, quellengesättigten Studien"3 vorlägen. Das gilt in Teilen auch für die vormals regierenden Fürstenhäuser, speziell im heutigen Ostdeutschland, die erst seit der Deutschen Einheit von 1990 wieder im gesamtdeutschen Fokus stehen. Erfreulichweise sind jedoch über die drei im Folgenden stärker in den Fokus genommenen Persönlichkeiten in den letzten zehn Jahren teils bemerkenswerte Biografien erschienen, die es erlauben, das vorgegebene Thema an Einzelbeispielen skizzenartig zu beleuchten.

1. Zäsuren der Geschichte – Das Jahr 1945

a) Monarchisches Erbe in Thüringen: Die Fürstentümer Schwarzburg-Sondershausen und Schwarzburg-Rudolstadt

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Das erste Beispiel gilt Fürstin Anna Luise von Schwarzburg (1871-1951). Als Witwe und Alleinerbin von Fürst Günther Victor (1852-1925), der als letzter deutscher Bundesfürst am 23. November 1918 für Schwarzburg-Rudolstadt und am 25. November 1918 für Schwarzburg-Sondershausen abgedankt hatte, stand sie ab 1925 im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Der bekannte Publizist Harry Graf Kessler (1868-1937) als Teil des fürstlichen Freundeskreises vermerkte ironisch-bissig in seinem Tagebuch das 'fabelhaft unelegante Aussehen' der Fürstin "in einer weißen Bluse" und überspitzte damit, dass Anna Luise "auf äußere, modische Staffage […] offensichtlich wenig Wert"4 legte.

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Der Tod von Anna Luise brachte eine Zäsur, die die Menschen in den vormaligen Schwarzburger Residenzstädten Sondershausen und Rudolstadt spürten. Sie verloren "ein Stück ihrer Identität"5, als ihre "Landesmutter" am 7. November 1951 in Sondershausen verstorben war. Anna Luises Engagement lag vor allem auf kulturellem Gebiet, darunter beispielsweise für das Sondershäuser Loh-Orchester, das mit seinem Kapellmeister Carl Maria Artz (1887-1963) "einen neuen künstlerischen Höhepunkt"6 erreichte, für den Mitbegründer des Deutschen Werkbundes Henry van de Velde (1863-1957) oder für die Förderung der Evangelischen Lutherakademie als einem Vorläufer der heutigen Erwachsenenbildung, der sie Räumlichkeiten im Sondershäuser Schloss zur Verfügung stellte.7

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Dass Wissen um die Vita der Fürstin Anna Luise ist der Zweiten Thüringer Landesausstellung 2004 "Neu entdeckt. Thüringen – Land der Residenzen" zu verdanken, in deren Kontext Gerlinde von Westphalen zu Fürstenberg die Biografie der Fürstin ans Licht holte und dabei einem Menschen skizzierte, der sich durch "Geradlinigkeit und innere Treue"8 auszeichnete.

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Anlässlich ihres Todes durfte keine Traueranzeige veröffentlicht werden und dennoch war bereits am Vormittag des 10. November 1951 die Sondershäuser Schlosskirche zum dortigen Trauergottesdienst bis auf den letzten Platz gefüllt. Tausende von Sondershäuser Bürgerinnen und Bürgern säumten die Straßen, als der Sarg mit den sterblichen Überresten der Fürstin vom Schloss zum Bahnhof transportiert wurde. In der Rudolstädter Stadtkirche St. Andreas gaben ihr am späten Nachmittag des 10. September 1951 über 1.600 Menschen das letzte Geleit, nicht gerechnet die Menschen, die keinen Platz in dem vollbesetzten Gotteshaus fanden. Der Rudolstädter Superintendent Florus Thurm hielt die Trauerfeier und bemerkte in seiner Predigt: "Das Geschlecht der Schwarzburger, wenigstens der regierende Zweig, ist vergangen, - seltsam, die Gruft, in der die letzten Fürsten mit ihren Angehörigen beigesetzt worden sind, ist voll belegt, es ginge kein Sarg mehr in die Gruft hinein."9 Trotz schwieriger politischer Verhältnisse fand er, bezogen auf die sich wendenden und anpassenden Zeitgenossen des SED-Staates, auch kritische Worte, indem er erklärte, dass die verstorbene Fürstin ihren "archimedischen Punkt gefunden hatte, auf dem sie fest stand, als eine Welt aus den Angeln gehoben wurde".10 Anna Luise war deshalb noch keine Heilige, denn "sie dachte deutsch-national, lehnte […] die Nationalsozialisten anfangs nicht völlig ab"11 und war doch umso tiefer gekränkt, als sie 1940 über Nacht "vor die Tür ihrer Burg gesetzt wurde"12, weil der NS-Staat just an Stelle des Schlosses Schwarzburg die Errichtung eines Reichsgästehauses plante.

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Nach Kriegsende 1945 hatte ihr die Thüringer Landesregierung sämtliche Bezüge aufgekündigt, so dass sie über mehrere Jahre und bis zum Erhalt einer Mindestrente vom Verkauf ihres Kunstguts lebte bzw. von ihrer ausgewanderten Verwandtschaft und der Sondershäuser Familie Artz unterstützt wurde.13 Am Ende war sie völlig verarmt, denn neben dem Thüringer Bodenreformgesetz vom 10. September 1945 trat das Ende 1948 in den Landtag eingebrachte Gesetz über die Enteignung der ehemals regierenden Fürstenhäuser in Thüringen rückwirkend zum 8. Mai 1945 in Kraft und davon ungeachtet "die sowjetischen Sequestierungsbefehle Nr. 124/126 vom 30./31. Oktober 1945 und in deren Folge der Enteignungsbefehl Nr. 64 vom 17. April 1948"14, die sich auf weitere Vermögenswerte einstiger Fürsten und deren Überführung in so genanntes Volkseigentum beriefen.

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Das Thüringer Gesetz von 1948 war insofern eine Präzisierung zum Bodenreformgesetz des Jahres 1945, da bei "den thüringischen Fürsten die Enteignungsvoraussetzungen als 'Naziaktivisten und Kriegsverbrecher' nicht immer gegeben waren".15 Dennoch gelang der Fürstin das Unglaubliche: Wohnrecht im Schloss und die karitative Unterstützung Anderer wie der Herrnhuter Brüdergemeine 1950.16 Gerade diese Förderung des Gemeinwohls trug zur allgemeinen Beliebtheit Anna Luises über neue Systemgrenzen hinaus bei und sorgte für eine Anhänglichkeit der Bevölkerung, die dem SED-Staat ein Dorn im Auge sein musste. Und Anna Luise setzte sich wortstark zur Wehr, als sie sich in einem Artikel des Schriftstellers Jan Koplowitz (1909-2001) in der SED-Zeitung "Thüringer Wort" 1950 diffamiert sah. Unter dem Titel "Durchlaucht hat Migräne" hat er versucht Anna Luise ideologisch einzuschüchtern. Die alte Dame schrieb daraufhin an die Thüringer Ministerin für Volksbildung in Weimar: "Ich nehme zwar an, daß meine Person nicht mehr so viel Bedeutung hat, um in einer Broschüre zu erscheinen; sollte aber doch die Absicht bestehen, den Artikel mit einer solchen abzudrucken, ersuche ich Sie höflichst, davon Abstand zu nehmen, da sich in demselben verschiedene Irrtümer befinden. Schon die Ueberschrift 'Durchlaucht hat Migräne' ist unrichtig, denn ich leide gar nicht unter Migräne. Ferner ist unrichtig, dass ich jeden Donnerstag, wie der Verfasser sich ausdrückt, 'Cercle' abhalte, zu dem die Honoratioren der Stadt eingeladen würden. Solche Donnerstage haben nie stattgefunden. Vor meiner Enteignung veranstaltete ich ab und zu … musikalische Abende."17

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Anna Luise war keineswegs die einzige Fürstin, die nach 1945 in der SBZ und nachmaligen DDR verblieb und dort unter dem Schutz des sowjetischen Stadtkommandanten Generalmajors Iwan Sasonowitsch Kolesnitschenko (1907-1984) im Sondershäuser Schloss weiterlebte, aber sie war zweifellos die populärste.

Exkurs: Herzog Ernst II. von Sachen-Altenburg

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Wie Anna Luise von Schwarzburg hatte es auch Ernst II. von Sachen-Altenburg (1871-1955) der sowjetischen Besatzungsmacht zu verdanken, dass er bis zu seinem Tod 1955 in Jagdschloss Fröhliche Wiederkunft bei Wolfersdorf leben konnte. Auch dieses Jagdschloss war im Zuge der Bodenreform enteignet worden, doch erhielt Ernst II. dort von der zuständigen sowjetischen Kommandantur ein lebenslanges Wohnrecht zugebilligt.18 Im Vergleich zu Anna Luise lebte der letzte regierende Herzog von Sachsen-Altenburg unter dem Namen eines Freiherrn von Rieseneck weit zurückgezogener, als die Schwarzburger Fürstin in Sondershausen, hatte zudem 1934 bürgerlich geheiratet und sein vormaliges Altenburger Residenzschloss 1943 der Stadt geschenkt. Er betrieb "astronomische Studien, beschäftigte sich mit Geschichte und spielte mit den Bauern Skat".19 Anlässlich seiner Beerdigung folgten dem Sarg nur mehr "einige hundert Menschen".20 Abseits der neuen politischen Öffentlichkeit wurde er als letzter verstorbener deutscher Bundesfürst am 22. März 1955 in seiner Grabstätte "Krähenhütte" in Trockenborn-Wolfersdorf bestattet.21

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Raasch weist in seinem Vortrag auf den Ost-West-Gegensatz hin, der mit Blick auf die deutsche Adelsgeschichte schon immer eine große Rolle gespielt habe.22 Dem Adel im Osten wurde die materielle Grundlage entzogen und so er sich nicht in das neue System integrieren ließ, wurde er diffamiert und mundtot gemacht. Das SED-offizielle "Wörterbuch der Geschichte" vermerkte unter dem Stichwort "Junker": "Ihr unheilvoller Einfluss trug wesentlich zu dem besonders aggressiven Charakter des deutschen Imperialismus bei."23

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Doch nicht alle Adeligen flohen in den Westen. In seinem Artikel "Herrenschreiter auf sowjetrotem Teppich" widmete sich Spiegel-Autor Hans Michael Kloth 2007 dem Phänomen "Adel in der DDR" um festzustellen, dass allein der Verein sächsischer Adel "zwischen 1956 und 1960 Pakete an gerade noch 87 Vettern und Basen mit 'Sowjetzonen-Adressen', dafür im Gegenwert von immerhin 10.000 Mark West"24 schickte. Doch die genaue Zahl der Adeligen, die im Osten ausharrten, ist selbst bei den Adelsverbänden unbekannt.

b) Monarchisches Erbe in Bayern: Das Herzogtum Sachsen-Coburg

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Die Zäsur des Adels in Westdeutschland fiel weniger einschneidend aus und nicht annähernd so ausgeprägt wie 1918.25 Eine Bodenreform fand nicht statt, so dass der westdeutsche Adel seine Besitzungen behielt und sich sehr schnell und vermutlich verstärkt durch den Ost-West-Gegensatz in das System der parlamentarischen Demokratie integrierte. Markus Raasch nennt es eine "Demokratisierung des Adels in konservativen Bahnen".26 Einige adelige Familien wirkten federführend in der 1955 gegründeten Bundeswehr, andere als profilierte Politiker.

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Eher zurückgezogen lebte nach 1945 Herzog Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha. Er sah sich "durch seine englische Herkunft schon früh genötigt […] sein Deutschtum besonders herauszustellen"27 und geriet über den Bruch mit seiner englischen Familie in Großbritannien im Ersten Weltkrieg in eine verhängnisvolle Nähe zu Adolf Hitler und den Nationalsozialisten. Unter Carl Eduards Herrschaft geriet "die Monarchie wieder mehr in den Vordergrund [und] der Hofstaat nahm […] stärkeren Einfluß auf staatliche Angelegenheiten".28 Wie sehr es Carl Eduard "an Einsicht, Urteilskraft und Entscheidungsvermögen in politischen Dingen"29 mangelte, zeigt der 1917 von ihm unterzeichnete Gesetzentwurf, der vorsah, außerdeutsche Mitglieder des Hauses Sachsen-Coburg von der Erbfolge in Sachsen-Coburg und Gotha auszuschließen, sofern sie mit Deutschland Krieg führten. Im Gegenzug entzog ihm das britische Königshaus alle seine Titel und Auszeichnungen und schloss Carl Eduard aus dem Oberhaus aus. Der Bruch war besiegelt. Die Folge war die Umbenennung des britischen Königshauses in "Windsor".

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Carl Eduards Person widmet sich die 2010 erschienene Biografie von Harald Sandner, deren wissenschaftlicher Wert aufgrund fehlender Quellenangaben fragwürdig bleibt.30 Eine wirklich kritische Auseinandersetzung mit der Person Carl Eduards steht daher noch aus. Allerdings liefert Sandner detaillierte Informationen zum Tod des Herzogs am 6. März 1954 in Coburg. Er starb ein Jahr vor Ernst II. von Sachsen-Altenburg. Schlagartig zeigte sich ganz Coburg in Trauerflor. Die Fahnen auf Schloss Ehrenburg und der Veste Coburg wehten auf Halbmast. Am 10. März 1954 fand im herzoglichen Mausoleum auf dem Glockenberg die offizielle Trauerfeier statt, zu der Tausende Menschen auf den Friedhof drängten, darunter neben der herzoglichen Familie auch zahlreiche Vertreter der deutschen Fürstenhäuser. Das schwedische und das niederländische Königshaus schickten Kränze, nicht aber das englische. Einzig Schwester Alice und ein Kranz des 1. Bataillons der schottischen Seaforth Highlanders bildeten einen Bezug zum einstigen Geburtsland.31 Bestattet wurde Carl Eduard weder auf dem Glockenberg, noch in der Gruft der Lutherkapelle auf der Veste, sondern abseits auf dem Familienfriedhof Buchleite südwestlich von Schloss Callenberg.32

c) Monarchisches Erbe in Bayern: Das Haus Wittelsbach

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Anders als das grenznahe Coburg unweit der Nahtstelle des Kalten Krieges geriet der Münchner Raum in den 1950er Jahren mehr und mehr zum Sammelbecken von Erben "ehemaliger deutscher Kaiser- und Königskronen"33, wie Wolfgang Zorn in seinem 1986 erschienenen Band "Bayerns Geschichte im 20. Jahrhundert. Von der Monarchie zum Bundesland" vermerkte. In Pöcking am Starnberger See hatte sich Otto von Habsburg-Lothringen niedergelassen und warb bis zuletzt für seine Europaidee und auch der sächsische Königssohn Markgraf Friedrich Christian von Meißen (1893-1968) lebte in München und leitete mit seiner 1961 gegründeten Studiengruppe für Sächsische Geschichte und Kultur e.V. "eine der größten sächsischen Vereinigungen im westdeutschen Bundesgebiet des geteilten Deutschland".34

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In Bayern regierte mit Wilhelm Hoegner (1887-1980) zwar ein Sozialdemokrat, der die 150-Jahrfeier für das Königreich Bayern indes politischer zelebrierte, als es die Jahrhundertfeier unter dem Prinzregenten Luitpold gewesen war.35 Um ein Haar und vollkommen unbeabsichtigt hätten ausgerechnet die Amerikaner Bayern zur Monarchie verholfen, als sie mit Fritz Schäffer den ersten provisorischen Ministerpräsidenten von Bayern einsetzten. Den Vorschlag hatte Kardinal Faulhaber geliefert, "der allgemein als Monarchist bekannt war".36 "Schäffer […] war in den zwanziger Jahren nicht nur Mitglied des bayerischen Heimat- und Königsbundes gewesen, sondern er hatte auch kurz vor Hitlers Machtergreifung mit Reichspräsident Hindenburg in Berlin verhandelt, Kronprinz Rupprecht in Bayern als Generalstaatskommissar oder gar als König ausrufen zu lassen."37 Zu Schäffers Regierung gehörten der Krongutverwalter Gutsbesitzer Ernst Rattenhuber, der Berater Kronprinz Rupprechts und ehemalige Reichswehrminister Dr. Otto Gessler und der vormalige Regensburger Oberbürgermeister Dr. Otto Hipp. Und gerade Hipp hatte mit der mit ihm in Verbindung stehenden antifaschistischen Widerstandsgruppe "Freiheitsaktion Bayern" bei einem Putschversuch kurz vor Kriegsende "eine Volksabstimmung über die Wiedereinführung der Monarchie gefordert".38

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Als am 2. August 1955 Kronprinz Rupprecht von Bayern (1869-1955) starb, ordnete Hoegner Staatstrauer und ein Staatsbegräbnis an. Die Zeichen standen ganz auf Tradition. Menschenmassen säumten am 6. August 1955 die Ludwigsstraße, wo der Verstorbene in der Ludwigskirche öffentlich aufgebahrt war, um dann nach einem Requiem und Trauerkondukt in der ehemaligen Münchner Theatinerhofkirche St. Kajetan beigesetzt zu werden.39 Zorn spricht gar von Hunderttausenden von Menschen und verdeutlicht damit zahlenstark die Anziehungskraft des einstigen wittelsbachischen Herrscherhauses auf die Bevölkerung. Der Ministerpräsident nahm selbst am Trauerkondukt teil. Die Bundesregierung vertrat unter anderem der spätere bayerische Ministerpräsident Franz Josef Strauß (1915-1988). Wenngleich die Trauerfeier weit bescheidener ausfiel als für König Ludwig III. und seine Frau Marie Therese, so demonstrierte sie doch "das ausgezeichnete Verhältnis des Freistaates Bayern zu Kronprinz Rupprecht wie zum Königshaus".40

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Die konservativen Kreise in Bayern verloren mit dem Tod Rupprechts allerdings eine "wichtige persönliche Klammer"41. Sein Sohn und Erbe Herzog Albrecht von Bayern vermochte nicht, an die Strahlkraft seines Vaters anzuknüpfen, so dass "seine Geltung […] von Schloß Berg aus stark auf Altbayern beschränkt"42 blieb. Eine Opposition der Wittelsbacher mussten Hoegner und seine Nachfolger nach 1949 nicht fürchten. Zwar wurde 1945 eine Bayerische Heimat- und Königspartei gegründet, doch bereits 1946 von der amerikanischen Militärregierung verboten worden. Auch misslang der Versuch der Verankerung eines bayerischen Staatspräsidenten in der neuen bayerischen Verfassung. Allerdings bekannten sich 1954 noch 70 von 193 Landtagsabgeordneten aus CSU und Bayernpartei gegenüber der neu gegründeten Königspartei als Monarchisten.43 Die wahren "Herrscher" waren nun die bayerischen Ministerpräsidenten, die die Süddeutsche Zeitung in alten Trachten als neue "Wittelsbacher Fürsten" entsprechend karikierte: Fritz der Knauser (Fritz Schäffer), Wilhelm der Gelehrte (Wilhelm Hoegner), Hans der Schöne (Hanns Seidel), Hans der Kluge (Hans Ehard) und Alfons der Prächtige (Alfons Goppel).44

2. Zäsuren der Geschichte – Das Jahr 1918

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Der letzte deutsche Adelstitel wurde am 12. November 1918 durch den Fürsten Leopold IV. von Lippe verliehen. Zu dieser Zeit gehörten rund 60.000 Menschen dem Adel an. Das entsprach etwa einem Promille der Bevölkerung. Mit dem Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung am 14. August 1919 wurden gemäß Artikel 109 Abs. 3 alle Standesvorrechte des Adels abgeschafft. 20 Familien der vormals regierenden Häuser verloren ihre Macht, eine ganze Weltordnung lag in Scherben.

a) Die Fürstentümer Schwarzburg-Sondershausen und Schwarzburg-Rudolstadt

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Am 9. November 1918 hatte Philipp Scheidemann die Republik vom Balkon des Berliner Reichstages ausgerufen. Tags darauf notierte Anna Luise von Schwarzburg in ihr Tagebuch: "½ 12 fotografierte ich Günther mit dem von ihm am Tag vorher geschossenen starken Hirsch. […]. Wir erhielten die Nachricht, daß Kaiser Wilhelm als deutscher Kaiser abdankte […]. Die Revolutionäre haben in Berlin u. anderen großen Städten die Gewalt in d. Hände bekommen. – Prinz Max von Baden dankte als Reichskanzler ab, an seine Stelle trat der Sozialdemokrat Ebert."45 Am 10. und 11. November hatten sich in beiden Schwarzburger Fürstentümern Arbeiter- und Soldatenräte gebildet. Am 15. November forderte die Mehrheit der sozialdemokratischen Abgeordneten in einer Sondersitzung des Rudolstädter Landtags die Absetzung des Fürsten, und tatsächlich soll Staatsminister von der Recke an diesem Tag die grundsätzliche Bereitschaft des Fürsten dazu erklärt haben, "sobald die notwendigen Übergangsbestimmungen erlassen sind".46

<22>

So geschah es auch in Sondershausen. Der Verfassungswechsel erfolgte "gemeinsam, geordnet und ohne tiefgehende Zerwürfnisse".47 "Das Fürstenpaar behielt zur freien Verfügung auf Lebenszeit' die Schlösser Schwarzburg und Rathsfeld auf dem Kyffhäuser nebst Inventar und den umfänglichen Jagden…und sicherte sich Wohnrechte in den Schlössern Heidecksburg und Sondershausen, während sich das Land Thüringen zur Zahlung eines Jahrgeldes bereitfand […]."48 Der umfangreiche Kunst- und Immobilienbesitz ging in die neu gegründete Günther-Stiftung ein, die nach der Gründung des Landes Thüringen in den Besitz des Landes überging.49 Im August 1919 begegneten sich auf der Terrasse von Schloss Schwarzburg zwei ältere Herren: der eine – einstmals einer der reichsten deutschen Adeligen mit einer bis ins achte Jahrhundert zurückreichenden Ahnenreihe, der andere ein Sattler aus Heidelberg, seit 11. Februar 1919 erster deutscher Reichspräsident: Fürst Günther Viktor von Schwarzburg und Friedrich Ebert. Es heißt: "Man grüßte sich höflich und ging aneinander vorbei. Für einen Augenblick begegneten sich vor dem alten Stammschloss der Grafen und Fürsten von Schwarzburg der Vertreter einer untergegangenen Zeit und das erste demokratische Staatsoberhaupt in der deutschen Geschichte. "50

b) Das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha

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In Gotha und in Coburg verlief die Revolution unterschiedlich. Der Historiker Rainer Hambrecht skizzierte die Coburger Situation anders als in Gotha, wo sich die Ereignisse in den ersten Novembertagen überschlugen, als ruhig. Seitens der intakten Coburger Garnison meinte man sogar "dem Zustrom radikaler Elemente – etwa aus dem 'roten' Gotha – begegnen zu können. Erst am 11. November regten sich bei einem etwa 1.000 Teilnehmer zählenden Demonstrationszug zaghaft revolutionäre Forderungen, denen aber weder das Staatsministerium, noch der Herzog nachkamen."51 Erst bei der letzten gemeinschaftlichen Sitzung am 14. November 1918 ließ Herzog Carl Eduard in Gotha erklären, "daß ihm durch die Ereignisse im Reich die Regierungsgrundlage entzogen sei. Einen formellen Thronverzicht umging er bewusst".52 Nach Friedrich Facius arbeitete er nach dem Ende seiner Herrschaft "auf die Wiederherstellung der Monarchie hin und begünstigte offen alle 'nationalen' und militaristischen Bestrebungen und Tagungen vor allem in Coburg".53 Dort änderte sich an den Machtstrukturen in der Folge kaum etwas. Dagegen sagte man sich ohne nennenswerte Gegenwehr von Gotha los. Mit dem Staatsvertrag vom 12. April 1919 ging man nach 92 Jahren getrennte Wege. Aus Coburg und Gotha wurden Freistaaten.

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Bereits am Morgen des 9. November 1918 hatte man Carl Eduard in Gotha für abgesetzt erklärt. Mit Wilhelm Bock, einem Urgestein der Arbeiterbewegung stand dem Herzog eine starke USPD-Opposition gegenüber. Die Ereignisse hier waren radikaler als im übrigen Thüringen. Ein Arbeiter- und Soldatenrat übernahm fortan die Macht in der "Republik Gotha". Wohl durch diese Ereignisse verweigerte Carl Eduard bis zum 13. November 1918 seinen Rücktritt. Die Herrschaft übernahm ein "Rat der Volksbeauftragten", der sich ausschließlich aus Mitgliedern der USPD zusammensetzte. Den Landtag und die Parlamente auf Kreis- und Gemeindeebene erklärte man für erloschen. Im Juli 1919 wurde der herzogliche Besitz entschädigungslos enteignet und verstaatlicht. Am Ende stand in allen thüringischen Fürstentümern jedoch ein gemeinsames Ziel: die Überwindung der Kleinstaaterei und Schaffung der staatlichen Einheit Thüringens.

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Die Träger eines einheitlichen Thüringen waren neben Räten und Sozialdemokraten auch Liberale und Wirtschaftskreise. Sie propagierten ein Groß-Thüringen unter Einbeziehung der preußischen Provinzen und Erfurt als Landeshauptstadt. Ausgerechnet im Herzogtum Coburg regten sich hiergegen Vorbehalte. Die anfänglichen "Sympathien für den großthüringischen Gedanken schlugen aber bei der Bevölkerung der preußischen Gebietsteile rasch ins Gegenteil um".54 Für einen Moment schien Thüringen in den Nachbarstaaten Preußen, Sachsen und Bayern aufzugehen. Tendenziell nach Süden wollten Sachsen-Coburg und Sachsen-Meiningen, was zu einem erschwerten und länger anhaltenden Einigungsprozess führte. Am Ende entstand zum 1. Januar 1920 die kleinthüringische Lösung ohne Preußen mit Weimar als Landeshauptstadt. Ein Kuriosum blieb dabei bis in die jüngste deutsche Vergangenheit erhalten. Die Kirchengrenzen orientierten sich selbst zu DDR-Zeiten an den alten, gewachsenen Strukturen der Fürsten- und Herzogtümer. Neben der Evangelischen Landeskirche in Eisenach wurden die Gebiete der preußischen Provinz Sachsen von Magdeburg aus verwaltet. Das Bewusstsein der Herkunft und manche Tradition hat sich hier bis zur Gründung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) am 1. Januar 2009 erhalten.

c) Das Haus Wittelsbach

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Die letzten Stunden in der Münchner Residenz schildert Adalbert Prinz von Bayern (1886-1970), ein Urenkel König Ludwigs I. in seinem Büchlein "Als die Residenz noch Residenz war" sehr eindringlich. Kurt Eisner (1867-1919), der in München die deutsche Republik der Arbeiter und Soldaten ausrief, forderte die Menschen am 7. November auf mit ihm zur Residenz zu ziehen. "Die ahnungslose Königsfamilie hörte und sah aus den Zimmern der Königin über der Residenzstraße die Massen. […] An Truppen waren nur halbe Kinder und alte Leute in den Kasernen. Die Residenz-Wache wurde von den Demonstranten mitgerissen."55 Die Minister gestanden ihre Machtlosigkeit ein und der königlichen Familie blieb nichts als die Flucht. Doch auch hier verzichtete König Ludwig III. in der Anifer Erklärung vom 13. November keineswegs auf den Thron, stellte jedoch "allen Beamten, Offizieren und Soldaten die Weiterarbeit unter den gegebenen Verhältnissen frei und entband sie des ihm geleisteten Treueides. Auch sein ältester Sohn Kronprinz Rupprecht von Bayern (1869-1955) hielt an seinen Thronansprüchen fest, wofür er nach dem Tode König Ludwigs III. die Formel prägte: 'Eingetreten in die Rechte meines Herrn Vaters'".56 Diese Aussage sollte beim Königsprojekt von 1932 und den Bestrebungen Schäffers 1945 noch Bedeutung bekommen.

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Zum Tod Ludwigs III. 1921 bemerkte Stefan März in seiner Biografie über Bayerns letzten König, dass es nicht verwundern konnte, "dass in jenen Tagen Gerüchte um eine Wiederherstellung der Monarchie kursierten".57 So habe der Theologe Peter Dörfler direkt nach der Totenfeier formuliert: "Wäre es an diesem Tag zu einer Volksabstimmung gekommen; die Mehrheit, eine bedeutende Mehrheit hätte gestimmt: 'es lebe der König'."58 Allerdings galt dies primär für Südbayern, nicht für den Norden und auch nicht für die Pfalz.59 Die monarchischen Umtriebe Mitte der 1920er Jahre blieben im Anschluss an Dieter J. Weiß, "ohne Unterstützung durch den Thronprätendenten in der reinen Diskussionsphase".

d) Übergang der fürstlichen Vermögenswerte

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Ähnlich wie das kulturelle Erbe der Monarchie in Schwarzburg überführte man bis 1923 auch in Sachsen-Coburg und in Bayern die Vermögenswerte, Immobilien und Kunstschätze in Stiftungen und Fonds. Im Falle Coburg entschloss man sich im Einklang mit dem Herzogshaus am 9. August 1919 zur Gründung der Coburger Landesstiftung. Zielsetzung war, die freigegebenen herzoglichen Vermögenswerte "in einer vom künftigen politischen Schicksal des Staates unabgängigen Stiftung" zu vereinigen, um "von dieser 'für alle Zeiten' lediglich zum Besten des Landes Coburg und zur Wohlfahrt seiner Bewohner verwaltet zu werden".60 Bis heute hat die Stiftung Bestand und stellt innerhalb der 1918 gegründeten Bayerischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen einen Sonderfall dar. Kernbestand sind die vormals herzoglichen Sammlungen in Schloss Ehrenburg, auf der Veste Coburg, das Naturkundemuseum mit seinem Bestand, Landesbibliothek und als Depositum des Staatsarchivs, die Staats- und Hausurkundensammlung.

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Die Bayerische Schlösserverwaltung war bereits am 20. November 1918 als "Verwaltung des ehemaligen Kronguts" entstanden und dem Staatsministerium der Finanzen unterstellt. Der Chef der Finanzabteilung des Obersthofmeisterstabes Geheimer Rat Heinrich von Höglauer (1860-1932) wurde auch der neue Chef der Krongutsverwaltung, die ihre Räume in der Residenz behielt. Nach Ansicht des Kabinetts Eisner galten die Wittelsbacher Vermögenswerte nicht als revolutionsbedingt beseitigt. Die von der Zivilliste verwalteten Objekte, darunter die Schlösser, betrachtete man als Staatseigentum. Dagegen erhoben die Vertreter des Hauses Wittelsbach Einspruch und beauftragten den BVP-nahen Staatsrechtler Konrad Beyerle (1872-1933) bis 1921 mit einem umfangreichen Rechtsgutachten. In der Folge wurde das eingebrachte Privatvermögen in einem längeren Verfahren vom Staatsvermögen entflochten. Am Ende stand ein Kompromiss, der in zwei Rechtsformen mündete: die 1923 errichtete Wittelsbacher Landesstiftung für Kunst und Wissenschaft. Sie vereint den älteren Kunstbesitz der Wittelsbacher bis 1800 und der ebenfalls 1923 gegründete Wittelsbacher Ausgleichsfonds (WAF). Dazu zählt neben Grundbesitz, Forsten und landwirtschaftlichen Flächen auch das Geheime Hausarchiv, heute Abteilung III des Bayerischen Hauptstaatsarchivs. Die Erlöse des WAF kommen den Mitgliedern des Hauses Wittelsbach zugute, wobei das eingebrachte Stiftungsvermögen ungeschmälert zu erhalten ist. Die Bestrebungen der NS-Zeit, teils von Hitler selbst den Ausgleichsfonds wegen des oppositionellen Verhaltens des Kronprinzen und Mitgliedern der Familie aufzulösen, fanden in der bayerischen Bevölkerung und den Veteranen des Ersten Weltkriegs keinen Widerhall.

e) Die geplante Fürstenenteignung 1926: Volksbegehren & Volksentscheid

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Wäre es nach den Franken und Pfälzern gegangen, dann wäre das Haus Wittelsbach vermutlich 1926 entschädigungslos enteignet worden. Es gab zwei Versuche: ein Volksbegehren im Frühjahr und den Volksentscheid im Sommer1926.

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Der Volksentscheid vom 20. Juni 1926 zur entschädigungslosen Enteignung der Fürstenvermögen war 1926 an den hohen Vorgaben der Reichsverfassung gescheitert, obwohl 14,4 Millionen von 40 Millionen Stimmberechtigtem dafür stimmten! In Bayern ergab sich die niedrigste Zustimmungsquote aller Länder. Außerdem hatten beide Kirchen angeregt dem Volksbegehren fernzubleiben. Das kam einem faktischen Nein gleich. Mit Nein stimmten 1,1 Millionen Menschen.

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Was war geschehen? Ausgerechnet das revolutionäre Sachsen-Gotha hatte nach 1918 keine Einigung mit dem Herzogshaus angestrebt, sondern in ihrer von der USPD-dominierten Landesversammlung per Gesetz vom 2. August 1919 den gesamten Domänenbesitz der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha einziehen lassen. Dagegen hatte Herzog Carl Eduard vor dem Reichsgericht geklagt und bekam am 18. Juni 1925 Recht. Den eigentlichen Anstoß zum Volksbegehren im Frühjahr 1926 lieferte jedoch das Urteil zugunsten der 33-prozentigen Aufwertung einer Papiermarkrente für den Großherzog von Sachsen-Weimar, dem zahllose inflationsgeschädigte Menschen gegenüberstanden. Das Volksbegehren vom Frühjahr hatte die KPD instrumentalisiert und setzten neben der Forderung nach einer entschädigungslosen Enteignung der umstrittenen Kron- und Hausvermögen, auch eine solche des reinen Privateigentums der Angehörigen ehemals regierender Häuser durch. Rund 35,5 % bzw. umgerechnet 12,5 Millionen Menschen unterstützten das Vorhaben. Das waren zwei Millionen mehr, als bei den Reichstagswahlen im Dezember 1924 für SPD und KPD gestimmt hatten. Die im reichsweiten Vergleich sehr niedrige Zustimmungsquote in Bayern war nicht nur der starken monarchistischen Strömung im Lande geschuldet, sondern auch den gemäßigten Republikanern, bei denen das Haus Wittelsbach hohes Ansehen genoss. Auch hatte man 1923 die Vermögensauseinandersetzung durch die Gründung zweier Stiftungen besiegelt.

3. Monarchisches Erbe nach 1945 in Ost und West

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Was 1945 im Osten nach der Zerschlagung der alten Herrschaftsstrukturen übrig blieb waren die verlassenen Residenzschlösser, oftmals exponiert gelegen wie Schloss Heidecksburg in Rudolstadt oder Schloss Friedenstein in Gotha. Nicht zu vergessen Schlösser wie Reinhardsbrunn, die seitab und nahezu versteckt lagen und doch die ganze Geschichte einer Dynastie atmeten. Reinhardsbrunn war einst Hauskloster der Ludowinger sowie bedeutendster Schlossbau der Neugotik in Thüringen Es diente nach dem Zweiten Weltkrieg als Landesfeuerwehrschule, Ferienheim der "Intelligenz" und nicht zuletzt von 1961 bis 1989 als Schlosshotel des Reisebüros der DDR. Da hatte man den Wert der Immobilie als Devisenbringer erkannt. Alle Schlösser sprengen wie in Berlin, Neustrelitz oder Putbus hätte bedeutet Ersatzräume für jahrhundertealte Archive und Sammlungen finden zu müssen. Doch blieben Schlösser als Repräsentationsobjekte wie Schloss Schönhausen in Berlin eher die Ausnahme. Oftmals standen sie in der Reihe der zu sanierenden Objekte ganz hinten.

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Kritisch merkt Gerhard Müller als Vorstandsmitglied der Historischen Kommission von Thüringen in einem Exposé "zu einem gemeinsamen Symposium der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten und der Historischen Kommission für Thüringen im Oktober 2015" an, dass die Bearbeitung "des Umgangs mit dem historischen Erbe der Schlösser und Herrensitze [in Thüringen] […] unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg […] bis heute erst ansatzweise" erfolgt sei. Schlösser wie der Gothaer Friedenstein wurden zu Museumsschlössern, bei denen über eine längere Zeit hinweg die ausgestellten Objekte im Mittelpunkt standen, weniger das Schloss als Museums- und Geschichtsobjekt. Der Kunsthistoriker Hendrik Bärnighausen schilderte die Lage am Beispiel des Sondershäuser Schlosses, dessen Nutzungsgrad durch verschiedenste Institutionen bald eine Intensität erreichte, die "in keinem Verhältnis mehr zu den Gegebenheiten der historischen Substanz stand".61

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Besser sah es in Gotha aus, wo man das Schloss seit den 1960er Jahren restaurierte. Während die Museumsführer oftmals sehr neutral blieben, neigten Jubiläumsschriften zur politischen Agitation. So vermerkte der Direktor der Museen der Stadt Gotha Heinz Wiegand im Jubiläumsband "325 Jahre Sammlungen für Kunst und Wissenschaft auf Schloß Friedenstein"62, dass während der kriegsbedingten "Auslagerung der wertvollsten Bestände […] unberechtigte Eingriffe der herzoglichen Familie"63 erfolgt seien. Auch hätten US-amerikanische "Besatzungsdienststellen […] bedeutende Sammlungsbestände"64 verlagert, während die noch verbliebenen durch die Sowjetarmee gesichert wurden. Kalter Krieg in Reinkultur!

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Und Rudolstadt warb neben seinen reichen Kunstsammlungen und dem neu eingerichteten Regionalmuseum der Heidecksburg mit der "Waffensammlung Schwarzburger Zeughaus", in der "die prunkvollsten und waffengeschichtlich interessantesten Stücke der einzig vollständig erhaltenen Zeughaussammlung auf dem Gebiet der DDR"65 ausgestellt wurden. Doch Koch war es auch, der 1983 in einer vorangegangenen Broschüre über Schloss Heidecksburg "Feudalabsolutismus und die Kleinstaaterei" als "Hemmnis der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung"66 bezeichnet hatte und die "einstmals von wenigen Privilegierten zur Ausübung ihrer Macht"67 genutzte Residenz als nunmehrige "Kulturstätte" charakterisierte, in der "alljährlich Hunderttausende Bildung, Erholung und Kunstgenuß"68 suchten und fanden. Kein Wort von den Fürsten als Mäzene, Impulsgeber, Wirtschaftsförderer, von Schlössern als Hort der Künste und Wissenschaften vor 1918 und 1945. Stattdessen Kalter Krieg und dumpfe Geschichtsklitterung auch hier.

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Um Traditionspflege und Kontinuität war die Bayerische Staatsregierung vor allem in der Kunstpflege bemüht, wo man die Münchner Residenz sehr gut als Mikrokosmos und Beispiel des reichen Schlössererbes der Bayerischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen anführen kann. Ein Raumkunstmuseum, Weinstube, Apotheke, zwei Akademien und nicht zuletzt zwei Theater sorgen für mannigfaltiges kulturelles Leben. Zudem werden die Säle als Veranstaltungsräume des Bayerischen Staates benutzt, etwa für Neujahrsempfänge, hohe Besuche wie den Königin Elisabeths 1965, für den man die "Reichen Zimmer" als nobelstes Quartier eigens mit einem modernen WC /Bad erweitert hatte. Nicht zuletzt dienen sie als Kulisse für hoch angediente Ausstellungen, so 1958 für die Schau "Europäisches Rokoko – Kunst und Kultur des 18. Jahrhunderts. Vierte Ausstellung unter den Auspizien des Europarates". München war damit in eine Folge von Ausstellungen eingebettet, zu deren Gelingen alle Mitgliedsstaaten zusammenwirkten, um die Blütezeiten der europäischen Kultur sichtbar zu machen. Die schwer kriegszerstörte Residenz wurde dadurch erneut, jedoch vor demokratischem Hintergrund und weit über die einstigen Landesgrenzen hinaus, zum Zentrum von Kunst und Kultur.

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Unweit davon hat sich die Staatsregierung im einstigen Bayerischen Armeemuseum 1990/91 am Hofgarten den repräsentativen Sitz einer Staatskanzlei geschaffen, der an die Tradition des alten Bayern anzuknüpfen sucht. Dagegen ist die Verbindung von bayerischer Krone und Armee weitgehend erloschen. Die letzten Max-Joseph-Ritter, die allein dem Oberhaupt des Hauses Wittelsbach verbunden waren, starben 1985 aus.69

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Ein Anschluss an alte Traditionen erfolgte auch in Bayerns Norden, wo sich Coburg anschickte an seine Tradition als "Herzogtum Coburg" anzuknüpfen. Ganz verloren hatte es den beschaulichen Charme nie, doch bedingt durch die deutsch-deutsche Grenznähe wirkte die Lage wie ein Vakuum. Dies bemerkte auch die Frankfurter Allgemeine vom 21. Januar 1982 in ihrem Reiseteil, als sie anmerkte: "Die Coburger müssen mit der Idylle leben".70 Tatsächlich konnten die FAZ-Leser erfahren, dass das "Herzogtum Coburg" jener Jahre der Idee einer Münchner Werbeagentur entstammte, die kurzerhand das Herzogtum Coburg zur Tourismuswerbung wiederbegründeten. In der Folge luden städtisches Verkehrsamt und Landratsamt zu "herz(og)lichen Tagen". Das "Herzogtum Coburg" gab es fortan in Anführungszeichen.71

4. Fazit

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Wenn heute Stimmen nach der Wiedereinführung der Monarchie laut werden, dann höchstens noch in regionalen Bezügen und am Ehesten in Bayern. Allerdings spiegeln sie keine Mehrheitspositionen des Adels wieder.72 In Thüringen haben die Landesausstellungen "Neu entdeckt. Thüringen Land der Residenzen" (2004) und "Die Ernestiner. Eine Dynastie prägt Europa" (2016) versucht den Menschen die Geschichte und Residenzkultur in ihrer schier unerschöpflichen Bandbreite nahe zu bringen. Die heutige "Schatzkammer Thüringen",73 ein Vermarktungskonzept der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, versuchte bereits 2004 an die Landesausstellung von Sondershausen anzuknüpfen.

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Doch anders als im Altbundesgebiet können nach 40 Jahre staatlich verordnetem Sozialismus einstige Traditionen nicht kurzfristig wiederbelebt werden. Es bedarf eines Prozesses, der vor allem bei den jungen Menschen das Bewusstsein für das monarchische Erbe und die Traditionen eines Landes schärft, das aus sieben Einzelstaaten erwuchs. Touristisch etwa versucht die "Reußische Fürstenstraße"74 seit 1992 von Bad Köstritz bis Bad Lobenstein über 113 Kilometer hinweg das rund 800 Jahre lang von den Reichsfürsten von Reuß beherrschte Thüringer Vogtland neu zu beleben und Einheimische wie Besucher für die Geschichte zu sensibilisieren. Auch die Landesausstellungen bieten hierfür in Ost und West gute Ansätze und Impulse. Adeliges Leben ist seit 1990 auch in Thüringen wieder greifbar: im Großen durch die Rückkehr und Restaurierung der Residenzschlösser, die nun auch wieder Residenzschlösser sein dürfen. Das beste Beispiel bildet sicher Gotha, das 2013 sein altes Herzogliches Museum als Spiegelbild des alten Doppelherzogtums Sachsen-Coburg und Gotha zurückerhielt und im Schloss wieder mit einer zu DDR-Zeiten verschwundenen Ahnengalerie aufwartet. In Weimar wird die byzantinische Schlosskirche75 aus ihrem Dornröschenschlaf als Bibliotheksmagazin befreit und auf dem Land lebt heute wieder manch Adeliger mit Traditions- und Verantwortungsbewusstsein, wie den Kirfel-Rühles in Schloss Bedheim.76 Die einstigen Landesherren trugen dazu bei, dass das Land kulturell nicht verarmte.

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Auch hier mag Gotha als gutes Beispiel mit der Stiftung Schloss Friedenstein dienen. Als Ausgleich für die 2001 dem Land Thüringen vom Herzogshaus überlassenen Kunstwerte erhielt Prinz Andreas von Sachsen-Coburg und Gotha umfangreichen Forstbesitz aus Landeseigentum. Bereits 1996 hatte er 2000 Hektar Wald erworben und ist heute wieder einer der großen Waldbesitzer im Freistaat.77 Ab und an weht auf Schloss Friedenstein die Herzoglich Sachsen-Coburg und Gothaische Hausfahne. Dann feiert Prinz Andreas und das adelige Leben kehrt in feinen Dosen für einen kurzen Augenblick der Geschichte zurück.

Autor:

Hartmut Ellrich
Buchhandlung-am-Bachhaus@t-online.de



1 Karl Pannier (Hg.): Die Verfassung des Deutschen Reiches vom 11. August 1919, 3. Aufl., Leipzig [1921], 33f., hier: 33.

2 Markus Raasch: Adel und Nachkriegszeit – Ein kategorialer Zugriff, in: Vortrag auf der Tagung "Was ist Adel? Ein vergleichender Blick der Alten und Neuesten Geschichte" am 9. Juni 2012 in Augsburg http://www.ku.de/fileadmin/140204/Raasch/Adel_und_Nachkriegszeit._Ein_kategorialer_Zugriff.pdf <9.6.2012>

3 Raasch: Adel und Nachkriegszeit (wie Anm. 2), 1-5, hier: 1.

4 Vgl. dazu Gerlinde v. Westphalen: Anna Luise von Schwarzburg. Die letzte Fürstin, 2. Aufl., Jena 2005, 45.

5 Die Gewalt der Verhältnisse. Berliner Morgenpost vom 4. Dezember 2005. http://www.morgenpost.de/printarchiv/wwbm/article104426101/Die-Gewalt-der-Verhaeltnisse.html <16.10.16>.

6 Doreen Winkler: Günther Victor 1852-1890-1918-1925, in: Thüringer Landesmuseum Heidecksburg (Hg.): Die Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt 1710-1918, 3. Aufl., Rudolstadt 2001, 176f.

7 Winkler: Günther Victor (wie Anm. 6), 177.

8 Vgl. Holger Jakobi: Anna Luise, die letzte Fürstin. Galerie in der Burg im eichsfeldischen Großbodungen erinnert an Anna Luise von Schwarzburg, in: Tag des Herrn, Online-Ausgabe 33 vom 12. August 2004. http://www.tdh-online.de/archiv_1996_bis_2007/artikel/2050.php <16.10.16>.

9 Winkler: Günther Victor (wie Anm. 6), 177.

10 Jakobi: Anna Luise (wie Anm.8), Online-Ausgabe 33 vom 12. August 2004

11 Die Gewalt der Verhältnisse. Berliner Morgenpost vom 4. Dezember 2005 (wie Anm. 5).

12 Die Gewalt der Verhältnisse. Berliner Morgenpost vom 4. Dezember 2005 (wie Anm. 5).

13 Die Gewalt der Verhältnisse. Berliner Morgenpost vom 4. Dezember 2005 (wie Anm. 5).

14 Volker Wahl: Das Erbe und das Erben, in: Die Wettiner in Thüringen. Geschichte und Kultur in Deutschlands Mitte, hg. v. Hans Hoffmeister / Volker Wahl, Arnstadt & Weimar 1999, 418.

15 Wahl: Das Erbe und das Erben (wie Anm. 14), 418.

16 Jacobi: Anna Luise, die letzte Fürstin (wie Anm. 8), Online-Ausgabe 33 vom 12. August 2004.

17 Zit. nach: v. Westphalen: Anna Luise von Schwarzburg (wie Anm. 4), 156f.

18 Vgl. Claudia Hohberg / Rainer Hohberg: Die Hummelshainer Jagdschlösser und die Jagdanlage Rieseneck, 2. Aufl., Jena 2008, 113.

19 Detlef Ignasiak: Die Fürstenhäuser Thüringens in Sage und Geschichte, 4. Aufl., Bucha 2004, 237.

20 Ignasiak: Die Fürstenhäuser (wie Anm. 19), 237.

21 Hohberg / Hohberg: Die Hummelshainer Jagdschlösser (wie Anm. 18), 113.

22 Raasch: Adel und Nachkriegszeit (wie Anm. 2), 1.

23 Vgl. Hans Michael Kloth: Herrenschreiter auf sowjetrotem Teppich. Adel in der DDR, in: Der Spiegel vom 15. Oktober 2007. http://www.spiegel.de/einestages/adel-in-der-ddr-a-948377.html <16.10.16>.

24 Kloth: Herrenschreiter (wie Anm. 23), 2007.

25 Raasch: Adel und Nachkriegszeit (wie Anm. 2), 1.

26 Raasch: Adel und Nachkriegszeit (wie Anm. 2), 3.

27 Ignasiak: Fürstenhäuser (wie Anm. 19), 236.

28 Detlef Sandern: Coburg im Deutschen Bund und Deutschen Reich. Coburg von Ernst I. bis zu Carl Eduard. Ein Herzogtum und viele Kronen. Coburg in Bayern und Europa - Aufsätze, hg. v. Michael Henker / Evamaria Brockhoff, Augsburg 1997, 81-84, hier: 84.

29 Sandern: Coburg im Deutschen Bund (wie Anm. 28), 84.

30 Harald Sandner: Hitlers Herzog. Carl Eduard von Sachsen-Coburg und Gotha. Die Biographie, Aachen 2010.

31 Sandner: Hitlers Herzog (wie Anm. 30), 456.

32 Sandner: Hitlers Herzog (wie Anm. 30), 458f.

33 Wolfgang Zorn: Bayerns Geschichte im 20. Jahrhundert. Von der Monarchie zum Bundesland, München 1986.

34 Vgl. Wikipedia-Eintrag zu Friedrich Christian von Sachsen (1893-1968). https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Christian_von_Sachsen_(1893-1968) <16.10.16>.

35 Zorn: Geschichte (wie Anm. 33), 648f.

36 Konrad Maria Färber: Bayern wieder ein Königreich? Die monarchistische Bewegung nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Neuanfang in Bayern 1945-1949. Politik und Gesellschaft in der Nachkriegszeit, hg. v. Wolfgang Benz, München 1988, 163-182, hier: 163.

37 Färber: Bayern wieder ein Königreich (wie Anm. 36), 136.

38 Färber: Bayern wieder ein Königreich (wie Anm. 36), 164.

39 Vgl. Dieter J. Weiß: Beisetzung Kronprinz Rupprechts, München 6. August 1955, in: Historisches Lexikon Bayerns, 1f. URL: http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_45934 <12.08.2015>.

40 Weiß: Beisetzung (wie Anm. 39), 2.

41 Zorn: Geschichte (wie Anm. 33), 650.

42 Zorn: Geschichte (wie Anm. 33), 650.

43 Dieter J. Weiß: Monarchismus, in: Historisches Lexikon Bayerns, 3. http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44550 <16.01.2016>.

44 Vgl. Zorn: Geschichte (wie Anm. 33), 685.

45 V. Westphalen: Anna Luise von Schwarzburg (wie Anm. 4), 85.

46 Zit. nach v. Westphalen: Anna Luise von Schwarzburg (wie Anm. 4), 88.

47 V. Westphalen: Anna Luise von Schwarzburg (wie Anm. 4), 88.

48 Winkler: Günther Victor (wie Anm. 6), 175f.

49 Vgl. Winkler: Günther Victor (wie Anm. 6), 176.

51 Rainer Hambrecht: Zwischen Bayern und Thüringen. Coburg 1900 bis 1945, in: Ein Herzogtum und viele Kronen - Aufsätze, 186-196, hier: 189.

52 Hambrecht: Zwischen Bayern und Thüringen (wie Anm. 51), 189.

53 Friedrich Facius: Karl Eduard, in: Neue Deutsche Biographie Bd. 11 (1977), 261.

54 "Nicht durch Krieg, Kauf oder Erbschaft" Ausstellung des Staatsarchivs Coburg anlässlich der 75. Wiederkehr der Vereinigung Coburgs mit Bayern am 1. Juli 1920, Katalog, München 1995, 87.

55 Adalbert Prinz von Bayern: Als die Residenz noch Residenz war, München 1967, 344.

56 Dieter J. Weiß, Monarchismus, in: Historisches Lexikon Bayerns, 2. http://www.historisches-lexikon-bayerns.de/artikel/artikel_44550 <24.03.2011>.

57 Stefan März: Ludwig III. Bayerns letzter König, Regensburg 2014, 143.

58 März: Ludwig III. (wie Anm. 57), 143.

59 März: Ludwig III. (wie Anm. 57), 143.

60 Coburger Landesstiftung (Hg.): Die Coburger Landesstiftung, Coburg o. J., 1.

61 Hendrik Bärnighausen: Schloss Sondershausen, Leipzig 1991, 13f.

62 Museen der Stadt Gotha (Hg.): Von der Kunstkammer zum Schlossmuseum. 325 Jahre Sammlungen für Kunst und Wissenschaft auf Schloß Friedenstein, Gotha 1985.

63 Museen der Stadt Gotha (Hg.): Von der Kunstkammer (wie Anm. 62), 4f., hier 5.

64 Museen der Stadt Gotha (Hg.): Von der Kunstkammer (wie Anm. 62), 4f.

65 Alfred Koch: Schloss Heidecksburg, Leipzig 1990, 30.

66 Direktion der Staatlichen Museen Heidecksburg (Hg.): Schloss Heidecksburg. Wegweiser zu den Sammlungen im Schloß und den Museumsaußenstellen, Rudolstadt 1983, 10.

67 Direktion der Staatlichen Museen Heidecksburg (Hg.): Schloss Heidecksburg (wie Anm. 66),11.

68 Direktion der Staatlichen Museen Heidecksburg (Hg.): Schloss Heidecksburg (wie Anm. 66), 11.

69 Zorn: Geschichte (wie Anm. 33), 685.

70 Vgl. Werner A. Widmann: Das ist Coburg, Stuttgart 1983, 213.

71 Widmann: Coburg (wie Anm. 70), 213.

72 Raasch: Adel und Nachkriegszeit (wie Anm. 2), 3.

75 Vgl. Jürgen Wutschke: Weimar - Schlosskapelle soll nach fast 50 Jahren wieder öffnen, in: Mitteldeutsche Zeitung vom 13. April 2011. http://www.mz-web.de/kultur/weimar-schlosskapelle-soll-nach-fast-50-jahren-wieder-oeffnen-7867328 <16.10.16.>.

76 Vgl. http://schloss.bedheim.de <16.10.16>.

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PSJ Metadata
Hartmut Ellrich
Monarchisches Erbe und Landesbewusstsein in Thüringen und Bayern nach 1918 bzw. 1945
de
CC-BY-NC-ND 4.0
Zeitgeschichte (1918-1945), Neuere Zeitgeschichte (1945-heute)
Thüringen, Bayern
Sozial- und Kulturgeschichte, Politikgeschichte
20. Jh.
1918-1990
Thüringen (4059979-6), Bayern (4005044-0), Politische Identität (4129611-4)
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H. Ellrich: Monarchisches Erbe und Landesbewusstsein in Thüringen und Bayern nach 1918 bzw. 1945
In: Neubeginn und Tradition. Monarchisches Erbe in Politik und Staat der DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Beiträge des 4. Colloquiums in der Reihe „Kulturgeschichte Preußens - Colloquien“ vom 25. bis 26. September 2015, hg. v. Jürgen Luh und Truc Vu Minh (KultGeP - Colloquien, 4)
URL: https://www.perspectivia.net/publikationen/kultgep-colloquien/4/ellrich_erbe
Veröffentlicht am: 23.01.2017 10:42
Zugriff vom: 19.07.2018 13:45
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