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Friedrich der Große als Roi Philosophe : Rom und Paris als Bezugspunkte für das königliche Herrscherbild

Pečar, Andreas

Friedrich II. von Brandenburg-Preußen hat neben anderen Rollen auch die des Philosophen für sich in Anspruch genommen, genau genommen die des Roi philosophe. Der Beitrag geht der Frage nach, an welche Vorbilder sich der König bei dieser Inszenierung anlehnte. Zum einen ging es ihm um europäische Sichtbarkeit, die eben auch den Erfolgreichen unter den französischen philosophes wie Voltaire zuteil wurde. Diese Sichtbarkeit suchte der Kronprinz dadurch zu erlangen, daß er in seinem Antimachiavell die Rolle des philosophe für sich adaptierte und die Wertmaßstäbe der philosophes weitgehend übernahm. Nach Friedrichs Thronbesteigung verkörperte Marc Aurel in wachsendem Maße das Ideal, während er zu den philosophes auf Abstand ging. Die Rolle des Roi philosophe diente ihm während seiner Regierungszeit auch dazu, sich gegen die öffentliche Lehrer- und Richterrolle der philosophes zu immunisieren und eigene Urteilsmaßstäbe zu definieren, die er in seinen Schriften um das Jahr 1770 ausführlich darlegte.

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Pečar, Andreas: Friedrich der Große als Roi Philosophe. Rom und Paris als Bezugspunkte für das königliche Herrscherbild.

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