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"...meine Puppen, mit denen ich spiele" : Friedrich II. und seine Gärten

Dorgerloh, Annette

Wie der Schlossbau gehörte auch die Schaffung großartiger Gartenanlagen zu den zentralen Aufgaben höfischer Repräsentation. Nachdem Friedrich II. bereits als Kronprinz den Amaltheagarten in Neuruppin gestaltet hatte und in Rheinsberg weitere Erfahrungen bei der Anlage des Schlossgartens sammeln konnte, bildete Sanssouci mit seinem stufenweisen Ausbau den Höhepunkt seiner gartenkünstlerischen Aktivitäten. Friedrich II. orientierte sich an den avanciertesten Tendenzen fürstlicher Gartenentwicklung Europas, wie sie nicht zuletzt in England zu beobachten gewesen waren. Bewährte Formen geometrischer Gartengestaltung verband er auf eine pointiert eigenständige Weise mit neuen, geschichtlich aufgeladenen Elementen und Bezugnahmen, die eine arkadisch gedachte Landschaft mit antik begründeten imperialen Konzepten verband. Zugleich blieben seine Gärten immer auch Nutzgärten, die das Obst für die königliche Tafel zu liefern hatten.