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Ahnen und Heroen : Friedrichs dynastische Strategie im Bild

Windt, Franziska

Friedrich der Große konnte auf eine umfangreiche Tradition von bildlichen Darstellungen dynastischer Zusammenhänge zurückgreifen. Auch im Hause der Hohenzollern wurde seit dem 16. Jahrhundert auf die Darstellung einer möglichst weit zurückreichenden oder bedeutenden Folge von Ahnen wert gelegt. Betrachtet man, wie Friedrich mit den verschiedenen ererbten Gemälde und Skulpturen umging, so zeigt sich, dass er sich für seine Zwecke ganz gezielt nur bestimmter dynastischer Werke bediente. Er benutzte sie entweder zur Illustration seiner "Geschichte des Hauses Brandenburg", oder fügte sie in ein eigenes, auf seine Person zugeschnittenes System ein. In diesem System spielte die Abfolge von Ahnen nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig waren Friedrich lediglich einzelne, verdiente Vertreter seiner Familie, jedoch legte er weit mehr Wert auf seine geistig-intellektuelle Herkunft, die er von selbst erwählten Vorbildern ableitet.