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    Les mandements des princes-évêques de Liège (Gerhard Köbler)

    Francia-Recensio 2014/4 Mittelalter – Moyen Âge (500–1500)

    Les mandements des princes-évêques de Liège. Actes du colloque organisé le 28 mai 2010 par les archives de l’évêché de Liège au séminaire épiscopal de Liège, Liège (Société d’art et d’histoire du diocèse de Liège) 2011, XIV–250 p. (Bulletin de la Société d’art et d’histoire du diocèse de Liège, 69), ISSN 0776-1295, EUR 45,00.

    rezensiert von/compte rendu rédigé par

    Gerhard Köbler, Innsbruck

    Die Hirtenbriefe der Fürstbischöfe gehören mit ihrem Mandatscharakter zu den wichtigeren Rechtsquellen der katholischen Kirche, selbst wenn die Fürstbischöfe in der Hierarchie dem Papst nur in gehörigem Abstand folgen. Deswegen sind sie auch eines allgemeineren wissenschaftlichen Interesses wert. Aus diesem Grund organisierte das zuständige Lütticher Bistumarchiv am 28. Mai 2010 eine Tagung über die Lütticher Hirtenbriefe, deren Erträge der vorliegende Zeitschriftenband der Öffentlichkeit in gediegener Form zur Verfügung stellt.

    Eröffnet wird das schlanke Sammelwerk mit der Begrüßung der Teilnehmer durch den Generalvikar Alphonse Borras. Im unmittelbaren Anschluss hieran berichtet Diözesanarchivar Christian Dury über das zugrundeliegende Forschungsvorhaben in Bezug auf die Quellengattung und ihre Entwicklung in der Moderne, über die Inhalte, die Ausstrahlung und die bisherigen Editionen einschließlich des Internets sowie die möglichen Adressaten. Abgeschlossen wird der verdienstvolle Überblick durch eine zweiseitige Bibliographie, veranschaulicht durch verschiedene Abbildungen.

    Hieran schließen sich insgesamt 13 vertiefende Studien an. Sie betreffen beispielsweise die Restaurierung der wertvollen Dokumente, Überlegungen über das Alter und die Natur der bischöflichen Kapitularien Gerbauds und Walcauds im ersten Viertel des 9. Jahrhunderts, die Entwicklung bis zu dem 1191 verstorbenen Raoul de Zähringen, die Aussagekraft der Quellen zu Naturerscheinungen, die Feierlichkeiten und die Volksfrömmigkeit, die Priesterausbildung, den Jansenismus, die Spannung zwischen Fanatismus und Toleranz unter dem zwischen 1598 und 1608 wirkenden, die Zauberei bekämpfenden Ernst von Bayern, Frauenkonvente des 17. und 18. Jahrhunderts nach dem Konzil von Trient, Pilgerfahrten oder das kirchliche Zeremoniell. Am Ende des interessanten, leider nicht durch Register benutzerfreundlich aufgeschlossenen Bandes bietet Brigitte Basdevant-Gaudemet zusammenfassende Folgerungen aus den vielfältigen Erkenntnissen der in zahlreichen Hinsichten weiterführenden Tagung, durch welche die 1880 gegründete Gesellschaft für Kunst und Geschichte der Diözese Lüttich die Wissenschaft ein weiteres Stück vorangebracht hat.

    Lizenzhinweis: Dieser Beitrag unterliegt der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung (CC-BY-NC-ND), darf also unter diesen Bedingungen elektronisch benutzt, übermittelt, ausgedruckt und zum Download bereitgestellt werden. Den Text der Lizenz erreichen Sie hier: http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/3.0/de

    PSJ Metadata
    Gerhard Köbler
    Les mandements des princes-évêques de Liège (Gerhard Köbler)
    CC-BY 3.0
    Frühes Mittelalter (600-1050), Hohes Mittelalter (1050-1350), Spätes Mittelalter (1350-1500)
    Belgien, Luxemburg
    Kirchen- und Religionsgeschichte
    Mittelalter
    4111421-8 4304876-6 4136527-6
    500-1500
    Diözese Lüttich (4111421-8), Fürstbischof (4304876-6), Hirtenbrief (4136527-6)
    PDF document mandements_koebler.doc.pdf — PDF document, 78 KB
    Les mandements des princes-évêques de Liège (Gerhard Köbler)
    In: Francia-Recensio 2014/4 | Mittelalter - Moyen Âge (500-1500) | ISSN: 2425-3510
    URL: https://www.perspectivia.net/publikationen/francia/francia-recensio/2014-4/MA/mandements_koebler
    Veröffentlicht am: 03.12.2014 12:20
    Zugriff vom: 18.10.2018 07:37
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