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    I. Kozmanova: Die Große Versammlung und der kleine Kurfürst

    KultGeP – Vorträge und Forschungen 3 (2017)

    Irena Kozmanová

    Die Große Versammlung und der kleine Kurfürst

    Abstract

    Die Studie untersucht die Folgen des politischen Regimewechsels in der Republik der Vereinigten Niederlande in den Jahren 1650/51 für den Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Anhand der diplomatischen Berichterstattung wird der Frage nachgegangen, wie man im Ausland die Veränderungen in Den Haag rezipierte, ob man sie verstand und wie man auf sie reagierte. Friedrich Wilhelm befand sich dabei in einer Sonderstellung: dank seiner Verwandtschaft mit der Statthalterfamilie genoss er vor 1650 eine privilegierte Behandlung durch die Republik. Nach dem Tod des Statthalters Wilhelm II. wirkte sich dagegen seine Anbindung an das Haus Oranien, vor allem seine Vormundschaft für Wilhelm (III.) von Oranien negativ aus, weil die Provinz Holland in ihm ein Risiko für den Staat sah, und deswegen seine Zugangsrechte zum politischen System der Republik beschnitten wurden.

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    Politische Umstürze oder Regierungswechsel sind nie eine rein innenpolitische Sache – weder heutzutage noch in der Frühen Neuzeit. In ihren Konsequenzen beeinflussen sie in der Regel auch die internationalen Partner, denn die müssen auf die Veränderung ja reagieren. Das neue Regime muss richtig "gelesen" werden und man muss neue Kommunikationswege finden, um die bilateralen Beziehungen neu zu gestalten. Vorbereiten kann man sich auf eine solche Situation nur manchmal und nur sehr begrenzt. Sich in solchen Fällen Informationen zu beschaffen, ist daher gerade in den ersten Stunden, Tagen und Wochen unbedingt wichtig.

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    Als im Winter 1650/51 der brandenburgische Kurfürst Friedrich Wilhelm auf die politischen Veränderungen in der Republik der Vereinigten Niederlande, einem für ihn hochwichtigen Land, zu reagieren hatte, musste er sozusagen über die Nacht umplanen. Sein 24 Jahre alter Schwager Willhelm II., der seit 1647 in der Republik als Statthalter amtiert hatte, starb am 6. November 1650 völlig unerwartet an Pocken. Erst eine Woche später kam sein Sohn, Wilhelm III., der spätere englische König, zur Welt. Seine ruhmreiche Zukunft konnte kaum jemand voraussehen. 1650 war er zwar ein hochangesehenes, bejubeltes Kind, dessen Geburt und Taufe durch das Volk entsprechend gefeiert wurden und das sofort zum Hoffnungsträger der niederländischen Monarchisten wurde, Absprachen über seine politische Karriere, die gewöhnlich einen reibungslosen Übergang der Ämter im Hause Oranien garantierten, gab es aber keine.1

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    Was die politische Stimmung betraf, hinterließ Wilhelms (III.) Vater eine "verbrannte Erde". Er hatte gehofft, seine Verwandten aus dem Hause Stuart würden in England restituiert werden, und um sie zu unterstützen, wollte er den nach achtzig Jahren mit dem Frieden von Münster 1648 beendeten Krieg mit Spanien wiederaufnehmen.2 Das jedoch blockierten die Vertreter der Provinz Holland durch ihr Vetorecht. Sie verlangten stattdessen, die Truppen zu reduzieren, und entließen schließlich die von der Provinz finanzierten Einheiten. Wilhelm II. reagierte harsch: Er veranlasste im Sommer 1650 eine umstrittene Gesandtschaft nach Holland, die die holländischen Städte zum Einlenken in dem Konflikt ums Militär bewegen sollte, und dehnte damit die Kompetenzen der Generalstaaten auf fragwürdige Weise aus. Später befahl er, Amsterdam, das sich dem Druck nicht fügen wollte, zu besetzen, was nur zufällig nicht gelungen ist. Gleichzeitig ließ er ausgewählte Vertreter der Provinz Holland arrestieren, die im Gefängnis das Schicksal ihres 1619 hingerichteten Kollegen Oldenbarnevelt befürchten mussten. Die unbequemen Amsterdamer Bürgermeister mussten abdanken, und im Allgemeinen schien sein Ziel, die holländischen Anführer der Opposition auszuschalten und dadurch die Zusammensetzung der Generalstaaten in seinem Sinne zu beeinflussen, gut erreichbar zu sein. Alle Maßnahmen deuteten auf einen grundsätzlichen Umbau der Republik im Hinblick auf eine Monarchie hin.3

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    Nach seinem Tod ergriff wiederum Holland die Initiative: Man schickte sofort Gesandtschaften an die anderen Provinzen, um sie zu überzeugen, dass sie keinen neuen Statthalter ernennen müssen und dass man eigentlich auch keinen Kapitän-General brauche, weil es keinen Krieg mehr gebe. Um über grundlegende Staatsreformen zu beraten, beriefen die Holländer die Kollegen aus den übrigen Provinzen zu einer Art "verfassungsgebenden" Versammlung ein. Sie tagte von Januar bis August 1651 in Den Haag und ist unter dem Namen "Große Versammlung" (grote vergadering) bekannt geworden. Entsprechend selbstinszeniert, stand sie symbolisch am Anfang der programmatisch republikanischen Periode der niederländischen Republik, der sogenannten "Wahren Freiheit (1650-1672)".


    Abb. 1: Bartholomeus van Bassen, Anthonie Palamedesz., Der Rittersaal auf dem Binnenhof während der Großen Versammlung von 1651, Rijksmuseum Amsterdam, Inv. Nr. SK-C-1350.

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    Durch die Ereignisse in Den Haag entstand auch für die ausländischen Partner eine komplett neue Situation. Das politische System wurde unlesbar. Die Mechanismen, die sie bisher benutzt hatten, um ihre Interesse bei der Republik zu wahren, waren plötzlich delegitimiert oder funktionslos. Das galt vor allem für diejenigen im Umgang mit den Generalstaaten. Unter normalen Umständen war diese Versammlung von ständigen Deputierten der einzelnen Provinzen das eigentliche Regierungskollegium des Landes.4 Die wenigen Männer, die ihre Provinzen oft über Jahrzehnte in Den Haag repräsentierten, waren die eigentlichen Ansprechpartner für die ausländischen Gegenüber. Wurde eine Materie zur Verhandlung angenommen, bildete man eine Kommission – einen Ausschuss, der für die inhaltliche Behandlung der Sache, für die Vorbereitung von Resolutionen und für die Verhandlungen mit externen Partnern zuständig war. Wenn man daher als ausländischer Partner auf Erfolg hoffen wollte, war es bewährte Strategie: 1. die Einsetzung einer Kommission zu erreichen und 2. die Kommissionsmitglieder von der eigenen Sache zu überzeugen. Oft geschah dies durch Aufmerksamkeiten und Lobbyarbeit jeder Art.

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    1650 war nun alles anders. Die "regulären" (ordinaris) Generalstaaten tagten zwar weiterhin während der Großen Versammlung, die angesetzte Zeit wurde aber begrenzt (die Sitzungen fanden immer morgens statt, dann ging man in die Große Versammlung über), die Themenpalette wurde stark reduziert (was wichtig für die Union war, ging in die Große Versammlung, was nicht, vertagte man). Dadurch ließ das Interesse der Deputierten, teizunehmen und sich zu engagieren etwas nach.5

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    "Es gibt hier täglich mehr und mehr Veränderung in Regierungssachen. Die Provinzen und Städte ziehen alles an sich, die Ordinari Gedeputierte haben nunmehr wenig Verwaltung," meldete der Agent des Brandenburger Kurfürsten, Matthias Dögen, zu Weihnachten 1650 aus Den Haag.6 Derjenige, der "in diesem Staat etwas zu negotiiren hat, wird sich fürnämlich an Holland und Zeeland und derer Städte selbst, nicht aber so sehr an dero Gecommitierte zu Generalstaaten halten müssen," riet er seinem Herren, und nahm dann selbst die Lobbyarbeit bei den holländischen Städten auf.

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    Politik lief jetzt also über andere Kanäle. Für den Kurfürsten glich das einer Katastrophe und der Zerstörung langjähriger Investition von Zeit und Geld. Gerade hatte er zwei hochwichtige, über mehrere Jahre verhandelte Fragen bei den Generalstaaten "liegen", die noch vor kurzem beste Aussichten auf einen erfolgreichen Abschluss hatten:7 die ersehnte Allianz mit der Republik, bei der sechs Zustimmungen vorlagen und nur noch die holländische fehlte, sowie die sogenannte Hoeffysersche Schuld, eine auf einen alten Kredit seiner Vorfahren zurückgehende Verpflichtung, für die die Republik die Haftung übernahm und die in der Zwischenzeit in astronomische Höhe angestiegen war. In keiner der beiden Fragen könnte man momentan, da waren sich die kurfürstlichen Beobachter vor Ort, Dögen und Johan Copes, einig, etwas erreichen. Auf die Allianz jetzt aufmerksam zu machen, würde mehr Schaden als Nutzen einbringen, und was die Schuldfrage anlangte, hätten sich sogar die zuständigen Kommissare der Generalstaaten in dem Sinne geäußert, dass bis zum Abschluss der Großen Versammlung nichts zu erwarten wäre – die brandenburgischen Unterhändler könnten getrost nach Hause fahren.8

    <9>

    Zu den politischen Veränderungen gesellte sich vor allem in den ersten Wochen auch eine ganz einfache Überförderung des Systems: die Große Versammlung konzentrierte sich auf den Umbau des politischen Systems – wie legt man die Union unter den neuen Bedingungen aus, wie regelt man die Religionsfrage nach dem Westfälischen Frieden, wie reorganisiert man das Militär am besten, wie sollen die Kompetenzen eines Statthalters neu verteilt werden, welche Rolle soll der kleine Prinz in der Republik spielen und wie bestraft man gegebenenfalls die Akteure des versuchten Staatsstreiches? Außenpolitisch interessierten allenfalls Brasilien oder England, keineswegs aber Brandenburg. Nichts zu bewegen, man muss abwarten, lautete der Rat der kurfürstlichen Diplomaten an ihren Dienstherrn fast in allen Punkten.

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    Auch wurde alles technisch arbeitsaufwendiger: Während normalerweise in Den Haag nur die Generalstaaten tagten und – wenn sie gerade beisammen waren – die Staaten von Holland, besprachen sich jetzt auch die Große Versammlung, in der die kompletten Staaten der einzelnen Provinzen vertreten waren, sowie die bilateralen Konferenzen der einzelnen Delegationen untereinander in der Hauptstadt. Allein die Beherbergung der Delegationen war – unter Beachtung der zeremoniellen Anforderungen – eine große Herausforderung für die holländischen Gastgeber.9 "Alles hieselbsten in solche confusie!" berichtete Copes aus Den Haag bereits im Dezember 1650.10

    <11>

    Den Inhalt der Absprachen und vorbereiteten Maßnahmen mitzuverfolgen war schwierig für die außenstehenden Beobachter. Jede Spekulation war meldungswürdig; man war oft auf "Zeitungen", angewiesen, d. h. auf die in Den Haag zirkulierenden, oft sehr unzuverlässigen Nachrichten. Dögen meldete, dass eine – um 1648 unvorstellbare – Zusammenarbeit von Holland und Seeland sich abzeichnete, und Allgemeingut wurde, dass man in der Republik ohne die Zustimmung von diesem Block nichts erreicht. Wenn überhaupt, dann könnte man bei Seeland sein Glück mit der Allianz versuchen. Da die Provinz jetzt mit Holland auf gutem Fuß stehe, könnte sie vielleicht dort den Widerstand brechen.11 Offenbar war dieser Rat aber eher als Trost gemeint. Die Aussicht, dass sich jemand mit dem kurfürstlichen Anliegen beschäftigte, bewertet Dögen eindeutig negativ.

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    Was den Brandenburgern übrigblieb, war die Militärreform zu beobachten (der Kurfürst hatte ja nach wie vor die entlassenen niederländischen Soldaten im Visier), die Abschriften der internen Gutachten zu sammeln und zu hoffen, dass die Garnisonen der Generalsaaten auf dem kurfürstlichen Gebiet in Kleve nicht zu betroffen sein würden.12 Auch wenn sich die Informationslage mit der Zeit verbesserte, blieben die Durchsetzungs- und Ansprechmöglichkeiten des Kurfürsten gegenüber der Republik begrenzt.

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    Ein anderer Faktor, den man auf der Seite der ausländischen Partner als sehr verstörend und verunsichernd empfand und der den Kurfürsten ebenfalls sehr spürbar betraf, war die Antikorruptionskampagne der Großen Versammlung.13 Die Vertreter des neuen Regimes waren bestrebt, jede Form von illegitimer Beeinflussung zu unterbinden, wobei ausländische Diplomaten ein großes Risiko darstellten. Daher erließ die Große Versammlung eine Reihe von Verordnungen, die nicht nur den militärischen Vertretern der Republik, sondern auch allen Beauftragten der Generalität (daher auch den Kommissaren in Den Haag und den ins Ausland reisenden Diplomaten) verboten, Geschenke anzunehmen, selbst wenn es sich nur um Essen, Trinken oder Übernachtung handeln sollte. Gültig war das Verbot auch für Familienmitglieder. Damit war einer alten diplomatischen Gepflogenheit, über die Dritte normalerweise ihre Interessen in Den Haag durchzusetzen versuchten, ein Riegel vorgeschoben; die Diplomaten selbst waren bestürzt. Der kurfürstliche Gesandte Copes berichtete regelmäßig, dass neue und neue Restriktionen eingeführt und vor allem, dass sie auch tatsächlich durchgeführt wurden.14

    <14>

    Holland wollte seine Entschiedenheit gegenüber den anderen Provinzen demonstrieren und ging daher dezidiert gegen Korruption vor. Auch wenn die Betroffenen vor allem die portugiesischen Diplomaten waren, die im Moment in Den Haag intensiv wegen Brasilien Lobbyarbeit betrieben, war die Verunsicherung unter dem diplomatischen Corps in Den Haag doch allgemein groß.

    <15>

    Wenn von den oben genannten Einschränkungen auch alle ausländischen Partner betroffen waren, gab es doch ein ganzes Bündel besonderer Komplikationen für Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg. Der Regimewechsel in Den Haag wirkte sich nämlich auch auf seine persönliche Stellung in der Republik sowie in der europäischen höfischen Öffentlichkeit aus. Seit 1646 war er durch die Heirat mit Louise Henriette von Oranien, Tochter des damaligen Statthalters Friedrich Heinrich, mit der Statthalterfamilie verwandt.15 Diese dynastische Verbindung mit den Oraniern und deren Einfluss versuchte er, relativ erfolgreich, auch bei der Verfolgung von ganz praktischen politischen Zielen in der Republik einzusetzen. Sein Hauptaugenmerk war damals schon, in 1646, eine Allianz mit den Generalstaaten. Er sah in ihr einen Rückhalt für seine Reichspolitik, in der er vor dem Westfälischen Frieden schlechte Karten hielt.16


    Abb. 2: Mathias Czwiczek, Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg (1620-1688) und seine Gemahlin Louise Henriette (1627-1667), 1649, SPSG, Inv. Nr. GK I 8077.

    <16>

    Holland, besorgt, in den deutschen Krieg verwickelt zu werden, wies alle Allianzbemühungen des Kurfürsten aber ab und verweigerte die nötige Zustimmung. Die Oranische Klientel in den Generalstaaten war jedoch imstande, den Kurfürsten erfolgreich zu "kompensieren", und zwar auf einem Gebiet, auf dem Einstimmigkeit nicht vonnöten war, etwa im Zeremoniell.17 So konnte die zeitgenössische Öffentlichkeit beobachten, dass der Kurfürst hier de facto in die Oranische Familie integriert wurde. Auf seinen Wunsch hin erhielt er sofort eine Audienz bei den Generalstaaten, ohne wie Gesandte von anderen Staaten die normale Anfrageprozedur durchlaufen zu müssen. Er konnte persönlich erscheinen, musste sich keine Gedanken über eventuelle zeremonielle Brüskierungen machen (und dies trotz der umstrittenen Rangfrage zwischen der Republik und den Kurfürsten nach 1648), er konnte eine hochkarätige Deputation der Generalstaaten zur Taufe seines Sohnes veranlassen, er wurde mit höchsten zeremoniellen Ehren in die Generalstaaten eingeführt, und wenn er die Republik besuchte, wurden er und seine Frau nicht nur immer feierlich begrüßt, sondern sogar zur Staatsgrenze mit hohem Prachtaufwand feierlich begleitet – alles mit einem (impliziten und oft auch expliziten) Hinweis auf seine Verwandtschaft zu Oranien.18 Darauf war nach 1650 nicht mehr zu hoffen.

    <17>

    Was vor 1650 ein Vorteil war, schlug nach dem Tod von Wilhelm II. in das Gegenteil um. Friedrich Wilhelm wurde zu einem der Vormünder des kleinen Prinzen Wilhelm, seines Neffen, bestimmt, zusammen mit der Mutter Maria Stuart und der Großmutter Amalia von Solms, der verwitweten Frau des Statthalters Friedrich Heinrich. Diese Vormundschaft war aber alles andere als klar geregelt. Maria und Amalia stritten sich um die Vormünderrechte, und die Frage landete im Frühling 1651 vor dem Hof von Holland, der eigentlichen Gerichtsinstanz der Provinz Holland (zentrale Gerichtsbarkeit gab es in der Republik nicht).

    <18>

    Friedrich Wilhelm, der seine Schritte eng mit Amalia koordinierte, war an dem Prozess als eine der Parteien beteiligt und daher über Monate daran hochinteressiert.19 Die "Tutelsache" stand immer auf dem ersten Platz in der Berichterstattung seines Gesandten Copes, und darüber hinaus agierten noch drei außerordentliche Beauftragte, Daniel Weimann, Adam Isinck und Hermann von Wittenhorst zu Sonsfeld, in Den Haag, die nur für die Sache zuständig waren.


    Abb. 3: Adriaen Hanneman, Wilhelm III. von Oranien (1650-1702) im Alter von vier Jahren, 1654, Rijksmuseum Amsterdam, Inv. Nr. SK-A-3889.

    <19>

    Der kleine Wilhelm wurde ein wichtiger politischer Spielstein, denn an ihn knüpften sich die übriggebliebenen Hoffnungen der Oranier auf die Aufrechterhaltung oder prospektive Wiederbelebung ihrer Stellung in der Republik. Die gemeinen Niederländer hielten es weiterhin für eine besondere Ehre, das "Staatskind" besehen zu können, feierten dessen Geburtstag und hielten es für einen potenziellen Retter des Landes, wann immer die Republik in Gefahr war.20 Der Kurfürst ließ sich regelmäßig über die Gesundheit des Jungen informieren. Doch war der in seiner Stellung einem unmündigen Thronfolgern in den Monarchien ähnliche Wilhelm wegen der mit ihm verbundenen Ambitionen des Hauses Oranien für das neue Regime ein Risiko. Und auf diese Weise auch der brandenburgische Onkel, ein ausländischer Herrscher, der sich für die Oranischen Interessen stark einsetzte und sich durch die zu verwaltenden Vormundkompetenzen möglicherweise verstärkt in die inneren Verhältnisse der Republik einzumischen drohte.

    <20>

    Aus der Perspektive des Kurfürsten stellte sich die "Tutelsache" wenig durchsichtig dar. Zunächst wusste man in Den Haag selber kaum, wer für diese Frage eigentlich zuständig sei; der Umgang mit dem Erbe Wilhelms II. war ja strittig, von verschiedenen Seiten wurden Ansprüche angemeldet; Gerüchte machten die Runde, es gab kaum Informationen aus Den Haag.21 Und nachdem der Prozess vor dem Gericht begonnen hatte, war es für den Kurfürsten schwierig, die Verhandlungen vom kurfürstlichen Hof aus zu betreiben. Die Verbündete Friedrich Wilhelms, seine Schwiegermutter Amalia, war ziemlich impulsiv und oft nicht bereit, auf schriftliche Instruktionen des Kurfürsten zu warten.22 Daher schien es empfehlenswert, sich vor Ort zu besprechen.

    <21>

    Friedrich Wilhelm reiste daher "privat", bzw. "unbekannt in der Nacht" in die Republik.23 Der niederländische Biograph Wilhelms III. übermittelt einen Vorfall vom Juni 1651: Friedrich Wilhelm habe seinen kleinen Neffen besuchen wollen. Dies sei wegen der infolge des Prozesses angespannten Beziehungen zu dessen Mutter jedoch nur möglich gewesen, als diese am Sonntag in der Kirche war.24 Dabei kam es zu einem Konflikt mit den Vertrauensmännern von Maria, denen der Kurfürst mit Gewalt gedrohte, wenn sie sich weiter in den Prozess einmischen würden. Diese beschwerten sich daraufhin bei den Staaten von Holland, die die beiden Kläger offiziell in Schutz nahmen,25 und Amalia von Solms anwiesen, ihren Schwiegersohn nachdrücklich darüber aufzuklären, dass solche "ungezogene Manieren" nicht akzeptiert würden.26 Darüber hinaus beschlossen sie, ein allgemeingültiges Verbot zu entwerfen, das "großen Persönlichkeiten" untersagte, sich "innerhalb der Städte und Festungen dieses Staates zu bewegen, ohne vorherige Verständigung und Bewilligung der Regierung".27 Da es aber nicht gelang, diese Vorschrift in den Generalstaaten durchzusetzen, erließen die Staaten von Holland das Verbot nur für ihre Provinz28 – was aber für die "Betroffenen" keinen Unterschied machte, da die Hauptstadt Den Haag in Holland lag. Durch sein Verhalten löste Friedrich Wilhelm also eine allgemeine Regulierung aus, die versuchte, das Aufenthaltsrecht für ausländische Herrscher einzuschränken.

    <22>

    Friedrich Wilhelm konnte daher nicht mehr auf die vor 1650 privilegierte Behandlung hoffen, sondern wurde im Gegenteil zu einer Persona Non Grata, die man als Risiko für den niederländischen Staat ansah und deren Aktivitäten als unerwünscht galten. Das zeigen die Berichte von Copes. Mitte Juni 1651 informierte er den Kurfürsten über einen Brief des niederländischen Botschafters in Frankreich, den die Generalstaaten gerade erhalten hatten. Der Botschafter berichtete, dass man beim französischen Hof einen kurfürstlichen Gesandten erwarte. Die Verhandlungen über das Fürstentum Oranien, das unter französischer Lehnshoheit stand und gleichwohl Teil der Erbschaft Wilhelms III. war, sei, dem Botschafter zufolge, nur ein Vorwand für die geplanten Gespräche. Offenbar strebe der Kurfürst danach, zusammen mit Sachsen und Pfalz einen nicht-habsburgischen Kandidat bei der römischen Königswahl durchzusetzen und die Pläne Wilhelms II. zur Wiederaufnahme des Krieges aufseiten Frankreichs neu zu beleben.29

    <23>

    Auch der sogenannte Normaljahrskrieg (in der älteren Literatur Düsseldorfer Kuhkrieg genannt),30 den der Kurfürst kurz darauf begann, half Friedrich Wilhelms Reputation in der Republik wenig. Die Generalstaaten gingen auf seine Appellation an die gemeinsame Konfession nicht ein. Sie verstanden sich lediglich zu einer halbherzigen Mediation, die schließlich zu einem peinlichen Misserfolg führte und auch reichsweit das niederländische Desinteresse an der "Ostpolitik" offenbarte.31 Eine weitere persönliche Brüskierung musste Friedrich Wilhelm erleiden, als die Generalstaaten ihm das beantragte Geleit von 150 niederländischen Soldaten und 50 Pferden zur Begleitung des Kurfürsten und seiner Frau offiziell verweigerten.32 Mehr sogar, die zuständigen Offiziere, die ihm vorhin auf inoffizielle Weise Soldaten zu diesem Zwecke geliehen hatten, wurden gerügt, und darüber hinaus wurde noch ein allgemeines Patent erlassen, das den niederländischen Soldaten eine zweifache Dienstnahme untersagte.33 Auf keinen Fall, so der Standpunkt der Provinz Holland und unter ihrem Einfluss auch der Generalstaaten, wollte man vor der europäischen Öffentlichkeit mit dem Kurfürsten und seinen militärischen Einzelgängen in Verbindung gebracht werden. Die niederländische Öffentlichkeit spottete obendrein, wie Aitzema berichtet, über einen Kurfürsten, der Krieg führt, ohne über genug Soldaten für eine eigene Leibgarde zu verfügen.34

    <24>

    Für den Kurfürsten blieb die Republik aber nach wie vor ein wichtiger Partner. Wie ihm der Holland-Experte Dögen bereits im Mai riet, "kann dieser Staat Eurer Kurfürstlichen Durchlaucht zu Wasser und zu Lande in dero nähesten Ländern sowohl als den entferntesten dergestalt nützlich und behilflich sein, als keine Potentaten in der ganzen Christenheit."35 Brandenburgs Strategie musste aber neu definiert, der Weg durch die Institutionen der niederländischen Republik neu gesucht werden. Dieser Weg führte nun nicht mehr über die Familienbeziehungen zu Oranien, sondern über verbesserte Beziehungen mit der Provinz Holland. Als sich im November 1651 der neue Ratspensionär Hollands Adriaan Pauw – ein ehemaliger Botschafter der Republik auf dem Westfälischen Kongress, diplomatisches Schwergewicht, gleichzeitig eine Symbolfigur des neuen Regimes und Vorgänger Johann de Witts im Amt – an Copes wandte und ihn bat, ein Wildschwein für die Hochzeit seines Sohnes zu besorgen, erkannte die kurfürstliche Diplomatie darin eine ausgezeichnete Gelegenheit und tolle Chance, wie Copes in einem Brief an den Kurfürsten schwärmte, sich eine so einflussreiche Persönlichkeit "zu obligiren". Die sollte man auf keinen Fall verpassen. Vor allem wenn man, so weiter Copes, wegen des Geschenkverbots sonst begrenzte Möglichkeiten der Einflussnahme besitzt. Daher sollte sich die "Churfürstliche Durchlaucht gnädigst gefallen lassen, denen, die es amtshalber obliegt, gnädigst anzubefehlen, selbiges wildes Schwein gegen obbemelte Zeit oder früher [...] hiehin zu schaffen."36

    <25>

    Die eingespielten Gedankenmuster blieben also bestehen: Der Weg zur Erreichung politischer Ziele in der Republik führte in den Augen der brandenburgischen Diplomatie nach wie vor über die Verpflichtung der richtigen Politiker. Das Ziel aber wurde nach einem Lernprozess aus den Misserfolgen seit 1646 vorsichtig neu definiert. Dem zweiten Sohn des Kurfürsten stand in 1655 die Stadt Amsterdam Pate, eine Allianz mit der Republik kam in dem gleichen Jahr zustande.37

    Autorin

    Dr. Irena Kozmanová
    Research Center Sanssouci
    Allee nach Sanssouci 6
    14471 Potsdam
    i.kozmanova@spsg.de



    1 Zu seiner Person vgl. die jüngste Biographie von Wout Troost: Stadhouder-koning Willem III. Een politieke biografie, Hilversum 2001. Das Buch konzentriert sich allerdings auf die internationale Politik nach 1672 und bringt wenig neue Einsichten zu der Kinderzeit Wilhelms III. und seiner Rolle in der Republik im Vergleich mit der älteren Biographie von Nicolaas Japikse: Prins Willem III. De Stadhouder-koning, Bd. 1, Amsterdam 1930.

    2 Robert Fruin: Over de oorlogsplannen van Prins Willem II na zijn aanslag op Amsterdam in 1650, in: Bijdragen voor Vaderlandsche Geschiedenis en Oudheidkunde 3 (1896), H. 9, 1-40; Simon Groenveld: Willem II en de Stuarts, in: Bijdragen en mededelingen betreffende de geschiedenis der Nederlanden 103 (1988), 157-181.

    3 Jan J. Poelhekke: Zo maar prins, of ook nog stadhouder?, in: Ders., Geen blijder maer in tachtigh jaer. Verspreide studiën over de crisisperiode 1648-1651, Zutphen 1973, 62-105; Gerhard W. Kernkamp: Prins Willem II, Amsterdam 1943.

    4 Vgl. Theo Thomassen: Onderzoeksgids: Instrumenten van de macht. De Staten-Generaal en hun archieven 1576-1769, Amsterdam 2015.

    5 Nationaal Archief Den Haag (HaNA), 1.01.02, Staaten-Generaal, inv. nr. 3211, Register van ordinaris net-resoluties van de Staten-Generaal, 1651.

    6 Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA PK), Rep. 34, Herzogtum Kleve, Grafschaft Mark, Grafschaft Ravensberg; Beziehungen zu den Niederlanden, Nr. 1002, Abwicklung von Geld- und Handelsgeschäften über den Agenten Matthias Döge zu Amsterdam, 1649-1655, fol. 21.

    7 Bernhard Erdmannsdörffer (Hg.): Urkunden und Actenstücke zur Geschichte des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, Bd. 4, Politische Verhandlungen, Bd. 2, Berlin 1867, 92. In der Schilderung der Beziehungen zwischen dem Kurfürsten und der Republik besteht in den UA übrigens eine Lücke zwischen dem Tod Wilhelm II. und der Mediation der Generalstaaten im Normaljahrskrieg. Mehr über diese Zeit bringt Jacob Hendrik Hora Siccama: Schets van de diplomatieke betrekkingen tusschen Nederland en Brandenburg 1596-1678, Utrecht 1867, 134-138, der sich vor allem an Aitzema als Quelle orientiert.

    8 GStA PK, Rep. 34, Nr. 1002 (Wie Anm. 6), fol. 22.

    9 Vgl. Jan J. Poelhekke: Nijmegen, Gelderland en de 'Grote Vergadering' van 1651, in: Ders., Geen blijder maer (Wie Anm. 3), 180-248.

    10 GStA PK, Rep. 34, Herzogtum Kleve, Grafschaft Mark, Grafschaft Ravensberg; Beziehungen zu den Niederlanden, Nr. 6648, Gesandschaftsberichte des Residenten zu Den Haag, Johann Copes, fol. 130.

    11 GStA PK, Rep. 34, Nr. 1002 (Wie Anm. 6), fol. 23.

    12 GStA PK, Rep. 34, Nr. 6648 (Wie Anm. 10), fol. 138-141. Zu der Militärpräsenz der Republik im Herzogtum Kleve vgl. Michael Kaiser: Die vereinbarte Okkupation. Generalstaatische Besatzungen in brandenburgischen Festungen am Niederrhein, in: Markus Meumann / Jörg Rogge (Hg.): Die besetzte res publica. Zum Verhältnis von ziviler Obrigkeit und militärischer Herrschaft in den besetzten Gebieten vom Spätmittelalter bis zum 18. Jahrhundert, Münster / Hamburg / London 2005, 271-314.

    13 Interpretatie op de bovenstaaende Resolutie, waer by de Ministers buyten 's Landts, bevoeght werden om de ordinaris en gewoonlÿcke Praesenten te mogen ontfangen, 29.4.1675, in: Cornelis Cau (Hg.): Groot placaet-boeck, vervattende de placaten, ordonnantien ende edicten van de doorluchtige, hoogh mog. heeren Staten Generael der Vereenighde Nederlanden ende vande ed. groot-mog. heeren Staten van Hollandt en West-Vrieslandt, mitsgaders vande ed. mog. heeren Staten van Zeelandt, Bd. 4, 309-310; Placaet, jegens 't presenteren en nemen van verboden Giften en Gaven, 1. 7. 1651, in: Cau (Hg.): Groot placaet-boeck (Wie Anm. 13), Bd. 1, 401-403; Instructie voor den Raedt van State vande Vereenighde Nederlanden waer na de Heeren inden selven Raedt wettelijck gecommitteert, en noch te committeren, by provisie, en tot dat anders by de Staten Generael sal wesen geordonneert, sullen beleyden en dirigeren de saecken, den gemeenen Staet, defensie, conservatie en Unie van de voorschreve Landen aengaende, 18.7.1651, in: Cau (Hg.): Groot placaet-boeck (Wie Anm. 13), Bd. 4, 125-133; Extract uyt het Register der Resolutien van de Hoogh Mog. Heeren Staten Generael der Vereenighde Nederlanden, Ambassadeurs geen Vereeringen, Gaften, Giften, Gaven, noch Geschencken te ontfangen, 10.8.1651, in: Cau (Hg.): Groot placaet-boeck (Wie Anm. 13), Bd. 3, 309.

    14 GStA PK, Rep. 34, Nr. 6648 (Wie Anm. 10), fol. 145, 148, 156.

    15 Vgl. neulich Vanessa Crohn: Oranje und Weissblau. Dynastische Verbindungen zu den Oraniern und den Wittelsbachern, in: Generaldirektion der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (Hg.): Frauensache. Wie Brandenburg Preussen wurde, Dresden 2015, 110-121.

    16 Vgl. Peter Baumgart: Kurbrandenburgs Kongreßdiplomatie und ihre Ergebnisse, in: Heinz Duchhardt (Hg.): Der Westfälische Friede. Diplomatie – politische Zäsur – kulturelles Umfeld – Rezeptionsgeschichte, München 1998, 469-484.

    17 Irena Kozmanová: Ideologische Intervention in der Frühen Neuzeit. Ideologische Intervention in der Frühen Neuzeit. Beispiel der Republik der Vereinigten Niederlande und der Landstände von Kleve-Mark in den 1640er und 1650er Jahren, Diss. Prag/Antwerpen 2015.

    18 HaNA, 1.01.02, Staaten-Generaal, inv. nr. 3205-3211, Register van ordinaris net-resoluties van de Staten-Generaal, 1646-1651. Zum Umgang Brandenburg-Preußens mit seiner Stellung in der "höfischen Öffentlichkeit" vgl. Barbara Stollberg-Rilinger: Höfische Öffentlichkeit. Zur zeremoniellen Selbstdarstellung des brandenburgischen Hofes vor dem europäischen Publikum, in: Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte, NF 6 (1996), 145-176.

    19 Vgl. GStA PK, Rep. 64, Oranische Erbschaft (Oranisches Archiv), Nr. 13, Regelung der Erbfolge im Haus Oranien, insbesondere Vormundschaft für Prinz Wilhelm III. von Oranien-Nassau, 1651.

    20 Vgl. Jill Stern: The Orangist Myth, 1650-1672, in: Willem Frijhoff / Laura Cruz (Hg.): Myth in history, history in myth, Leiden 2009, 33-51.

    21 GStA PK, Rep. 34, Nr. 6648 (Wie Anm. 10), fol. 130.

    22 GStA PK, Rep. 64, Nr. 13 (Wie Anm. 19), fol. 14.

    23 Lieuwe van Aitzema: Saken van staet en oorlogh. In, ende omtrent de Vereenigde Nederlanden, Bd. 3, 1645-1656, 's Graven-Haghe 1669, 671.

    24 Japikse: Prins Willem III. (Wie Anm. 1), 33-34.

    25 Resolutien vande Heeren Staaten van Hollandt ende West-Vrieslandt, 's-Gravenhage: s.n., [nach 1651], 1.2.1651, 30.7.1651.

    26 L. van Aitzema: Saken van staet en oorlogh (wie Anm. 23), 555.

    27 Resolutien Staaten van Holland (wie Anm. 25), 4.10.1651.

    28 Hooge Personagien niet sonder voorgaende notificatie ende consent in Hollandt te mogen komen, 4. August 1653, in: Cau (Hg.): Groot placaet-boeck (Wie Anm. 13), Bd. 3, 85.

    29 GStA PK, Rep. 34, Nr. 6648 (Wie Anm. 10), fol. 162.

    30 Ralf-Peter Fuchs: 1609, 1612 oder 1624? Der Normaljahrskrieg von 1651 in der Grafschaft Mark und die Rolle des Reichshofrates, in: Westfälische Forschungen 59 (2009), 297-311; Peter Eschbach: Der Krieg des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg gegen Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm von Neuburg 1651, Duisburg 1895.

    31 HaNA, Staaten-Generaal, 1.01.02, inv. nr. 8457, Verbaal van de commissarissen Johan van Gent, Jacob van Wassenaer, heer van Obdam, Anthonie Carel Parmentier, heer van Heeswijk, en Johan van der Beecke wegens hun zending naar de keurvorst van Brandenburg en de hertog van Nieuburg in verband met bemiddeling in de geschillen tussen beide vorsten, 1651 juli 3 – 1651 november 7.

    32 L. van Aitzema: Saken van staet en oorlogh (wie Anm. 23), 670.

    33 HaNA, 1.01.02, inv. nr. 3211 (Wie Anm. 5), 24.6.1651, 26.6.1651, 30.6.1651.

    34 L. van Aitzema: Saken van staet en oorlogh (wie Anm. 23), 671.

    35 GStA PK, Rep. 34, Nr. 1002 (Wie Anm. 6), fol. 23.

    36 GStA PK, Rep. 34, Nr. 6648 (Wie Anm. 10), fol. 175. Tatsächlich scheint die Annährung an Pauw funktioniert zu haben. Mitte Januar 1652 erwähnen ihn die kurfürstlichen Gesandten Weimann und Copes bereits als Informationsquelle, als in den Staten von Holland über eine für Brandenburg relevante Frage verhandelt wird. GStA PK, Rep. 34, Herzogtum Kleve, Grafschaft Mark, Grafschaft Ravensberg; Beziehungen zu den Niederlanden, Nr. 8629, Leitung der brandenburgischen Gesandtschaft zu Den Haag durch Johann Copes, 1652, 12.1.1652.

    37 Christoph Voigt: Die Beziehungen des Großen Kurfürsten zu der Stadt Amsterdam, in: Hohenzollernjahrbuch 19 (1915), 182-205.

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    Irena Kozmanova
    Die Große Versammlung und der kleine Kurfürst
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    Veröffentlicht am: 27.09.2017 09:54
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