Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

    J. Luh: Friedrich der Große und die Reformation


    Friedrich300 Studien und Vorträge

    Jürgen Luh

    Friedrich der Große und die Reformation1

    Abstract

    Friedrich der Große beschäftigte sich in verschiedenen seiner Schriften mit der Reformation und Martin Luther. Dabei erörterte er an keiner Stelle theologische oder persönliche Glaubensfragen. Die Reformation und den Reformator stellte er in den Zusammenhang der Aufklärung und den der Bekämpfung des Aberglaubens. Von der Reformation hätten alle Konfessionsparteien profitiert, denn durch sie würden alle Seiten gezwungen, rational und vernünftig zu denken und bestenfalls danach auch zu handeln.

    <1>

    "Friedrich und die Reformation" war in der Vergangenheit kein Thema für historische oder theologische Untersuchungen – im Gegensatz etwa zu "Friedrich und die Religion"; unter diesem Titel erschienen unzählige Abhandlungen. Genau genommen widmete sich ganz ausdrücklich nur ein einziger für die Öffentlichkeit, nicht für die Wissenschaft bestimmter Artikel mit der Überschrift: "Friedrich der Große über die Reformation" diesem Stoffgebiet. Der Beitrag entstammte der Feder Hans Droysens und erschien, gesetzt in gerade einmal eineinhalb Spalten, 1912 im "Protestantenblatt", der Wochenschrift für den deutschen Protestantismus, aus Anlass des zweihundertsten Geburtstags des preußischen Königs.

    <2>

    Hans Droysen war um die Jahrhundertwende ein bekannter Altphilologe und Historiker, er war der Sohn des noch bekannteren Historikers Johann Gustav Droysen und einer der großen Kenner von Friedrichs Schriften. Für seinen Artikel machte er von seinem enormen Wissen über das literarische Werk des Königs allerdings kaum Gebrauch, denn ganz offensichtlich ging es ihm – wie auch dem "Protestantenblatt", besser gesagt dessen Herausgebern – in diesem Jubiläumsjahr vor allem um die Vereinnahmung des preußischen Königs für die protestantische Kirche. Die richtungweisende Beurteilung, die am Anfang des Essays stand, macht das deutlich: Wenn Friedrich der Kirche auch fremd gegenübergestanden habe, schrieb Droysen dort, so habe er doch "in jungen und alten Tagen sich stets als Protestant gefühlt und seine Überzeugung von der Bedeutung der Reformation Ausdruck gegeben".2

    <3>

    Damit hatte er, genau genommen, nichts Falsches gesagt, aber auch nicht die ganze Wahrheit offenbart. Dass Friedrich der Institution Kirche fremd gegenübergestanden hat, war und ist sicherlich richtig, und ebenso stimmt, dass der König die Reformation für bedeutend gehalten hat. Aber aus welchen Gründen? Auf diese Frage gab der Wissenschaftler keine Antwort. Ob sich Friedrich aber in seiner Jugend und noch im Alter als Protestant gefühlt hat im Sinn religiöser und konfessioneller Überzeugung, wie Droysen – ohne einen einzigen Beleg zu liefern – unterstellt, das ist doch recht zweifelhaft. "Ich empfinde für das göttliche Wesen die tiefste Verehrung und hüte mich deshalb sehr, ihm ein ungerechtes, wankelmütiges Verhalten zuzuschreiben, das man beim geringsten Sterblichen verurteilen würde", schrieb er seiner Schwester Amalie von seiner Überzeugung. "Aus diesem Grunde glaube ich lieber nicht, daß das allmächtige gütige Wesen sich im mindesten um die menschlichen Angelegenheiten kümmere. Vielmehr schreibe ich alles, was geschieht, den Geschöpfen und notwendigen Wirkungen unberechenbarer Ursachen zu."3

    <4>

    Friedrich hat lediglich – und dies immer wieder – in der Tagespolitik als Protestant gehandelt, d. h. er hat innerhalb des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation bei politischen wie konfessionellen Streitigkeiten, am Reichstag und auch außerhalb, die Parteiinteressen des Corpus Evangelicorum (C.E.), des politischen Zusammenschlusses der protestantischen Stände am Reichstag, vertreten. Innerhalb des C. E. hat er jedoch stets Partei für die Sache der Calvinisten oder, wie sie sich selbst damals bezeichneten, die Reformierten, genommen, denn diese waren seit 1614 die Konfessionsverwandten des Hohenzollern-Hauses und dessen politische Parteiung. Auf den allergrößten Teil seiner Untertanen, die zu mehr als achtzig Prozent lutherisch waren, nahm Friedrich dabei keine Rücksicht; es ging ja um Politik.

    <5>

    Glaubensüberzeugungen spielten bei all seinen Handlungen keine Rolle; der König versicherte dies immer wieder – und man darf ihm das glauben. Und auch seine Anschauung der Reformation war frei von religiösem Bekenntnis und Gottvertrauen. Als er sich erstmals ausführlicher mit diesem Ereignis auseinandersetze, in den 1747 entstandenen "Denkwürdigkeiten des Hauses Brandenburg", machte er das gleich eingangs deutlich: "Ich will die Reformation nicht unter den Gesichtspunkten der Theologie oder der Geschichte betrachten", hieß es in dem Kapitel "Die Religion unter der Reformation", denn deren Dogmen und die Ereignisse, die sie hervorrief, seien so bekannt, dass es nicht der Mühe lohne, sie zu wiederholen. Eine so große und einzigartige Umwälzung, die fast ganz Europa ein anderes Antlitz gegeben habe, verdiene mit den Augen des Philosophen betrachtet zu werden.4 Diese Einlassung Friedrichs war keinesfalls kokettierend gemeint wie so viele andere aus seiner Jugendzeit, in der der preußische Kronprinz bereits intellektuelle Reife beweisen wollte und Briefe, in denen er seine Gedanken und Überlegungen verbreitete, mit "F(r)ederic le Philosophe" unterschrieb. Denn 1747 zählte er als ein bevorzugter Briefpartner Voltaires, des intellektuellen Vordenkers jener Zeit, und als ein sich am Diskurs der literarischen Öffentlichkeit beteiligender König – was singulär war – bereits zu den "Philosophes", jenes Zirkels europäischer Freidenker, die mit ihren Worten und Schriften versuchten, die Gedankenwelt der Menschen zu öffnen und zu weiten. Er meinte, was er schrieb, sehr ernst.

    <6>

    Worum es Friedrich ging, als er sagte, er wolle die Reformation mit den Augen eines Philosophen betrachten, wird deutlich, wenn man den Titel liest, den er diesem Abschnitt der "Denkwürdigkeiten" voranstellte: "Aberglaube und Religion", und wenn man die Entwicklung seiner Gedanken in diesem Kapitel verfolgt: Er wollte, weil er von Anbeginn an für die Aufklärung Partei ergriffen hatte, einen Beitrag zur Ausbreitung der Vernunft innerhalb des Menschgeschlechts leisten, den Aberglauben als Aberwitz, Unverstand und Ignoranz entlarven – und damit einhergehend auch die Religion als einen Teilbereich des Aberglaubens.

    <7>

    Auf die "Vernunft" im Zusammenhang mit "Religion" legte schon der Kronprinz wert, seit er in seiner Küstriner Gefangenschaft und anschließend in Neuruppin und Rheinsberg die Zeit genutzt hatte, um zu lesen und sich mit Fragen der Geschichte und Philosophie auseinanderzusetzen. Schon damals wandte er sich gegen Unwissenheit, übertriebenen Aberglauben und falschen Eifer in Glaubenssachen, mit dem Argument, Gott habe "alles aus Vernunft geschaffen und nicht aus Laune".5 Seine eigene Position fasste er in den Vierzeiler:

    "Mein Glaube traut dem bloßen Scheine nicht;
    Des Irrtums Feind, sucht er der Wahrheit Licht.
    An Fabeln grenzt das Große, Wunderbare;
    An Einfachheit erkennt der Mensch das Wahre. "6

    <8>

    Leider sei nur zu wahr, musste er eingangs seiner Abhandlung "Aberglaube und Reformation" feststellen, dass Irrtum und Aberglaube offenbar das Erbteil der Menschheit seien, denn allen Völkern sei der gleiche Hang zum Götzendienst eigen. Und da alle Völker "so ziemlich die gleichen Leidenschaften" besäßen, ergäben sich daraus auch die gleichen Folgen. Diese Überzeugung bildete den Ausgangspunkt seiner Überlegungen.

    <9>

    Als Ursache für diesen Tatbestand identifizierte er "die Furcht", weil sie "Leichtgläubigkeit" zur Folge habe, und diese wiederum habe "aus Eigenliebe" – Friedrich meinte damit, wie aus dem Zusammenhang hervorgeht, den natürlichen Drang des Menschen, in bedrohlichen Situationen Schutz zu suchen – "den Himmel alsbald in das Menschenschicksal" hineingezogen.

    "Der alte Götze, den man ehrt,
    Der Kirche finstrer Aberglaube,
    Erhält sich nur durch Vorurteil,
    Durch Dummheit nur und Eigensinn",
    reimte der König 1741.7

    <10>

    Auf diese Weise seien nach und nach "all die verschiedenen Kulte" entstanden, die eigentlich nichts anderes gewesen seien "als hunderterlei wunderliche Formen einer Unterwürfigkeit, die den Zorn des Himmels besänftigen sollte, dessen Wirkungen man fürchtete".8 Die menschliche Vernunft sei gegen diesen Zwang nicht angekommen, im Gegenteil, sie habe, verängstigt und verstört durch allerlei damals noch unerklärliche Naturereignisse nicht gewusst, "wohin sie sich wenden sollte, um ihren Ängsten zu entkommen". Und wie der Kranke kein Heilmittel unversucht ließe, schlussfolgerte Friedrich aus dieser Beobachtung, so sei das Menschengeschlecht, in der Hoffnung eine Medizin zu finden, die ihm helfen werde, in seiner Verblendung auf den Glauben an ein göttliches Wesen verfallen, an hilfreiche Kräfte, die hinter den Naturerscheinungen stünden: "Alles, vom Erhabensten bis zum Niedrigsten wurde verehrt", so Friedrich. "Weihrauch dampfte vor Kräutern, Krokodilen wurden Altäre errichtet; Bildsäulen großer Männer, die zuerst über Völker geherrscht hatten, erhielten Tempel und Opferpriester, und in Zeiten allgemeiner Heimsuchung verdoppelte sich der Aberglaube."9

    <11>

    Gefördert worden sei diese Umnachtung der Menschheit durch die Theologen und Priester der verschiedenen Religionen; mit dieser Aussage griff der König die Institution "Kirche" im Allgemeinen an. Den Vertretern der Kirchen galt ja seit jeher sein Misstrauen. Schon der Jugendliche und junge Mann Friedrich sprach sie, wann immer die Rede auf sie kam, abwertend als "Pfaffen", "Frömmler" oder "Heuchler" an, alle "scheinen sich im Wesentlichen zu ähneln, gleich welcher Religion oder welchem Volk sie angehören". Ihr Ziel sei stets, sich despotische Macht über die Gewissen der Menschen anzumaßen.10 Die Priester seien "viel schlauer und durchtriebener" gewesen als das Volk und hätten außer ihrem Priestertum drei Arten von Schwindel ausgeübt: nämlich Orakel verfertigt, Astrologie betrieben und Medizin praktiziert, und dies alles, um den Aberglauben zum Besten ihrer Organisation – der Kirche im Allgemeinen, ihren jeweiligen Orden im Besonderen –, vor allem aber ihrer selbst zu fördern und auszuweiten. Weil sie damit großen Erfolg gehabt hätten – in den Zeiten der Pest habe der Aberglaube, weil die Menschen sich ihr hilflos ausgesetzt fühlten, "alle Grenzen überstiegen" – sei es "sehr schwer, eine Religion zu zerstören, die durch ihre vielen abergläubischen Gewohnheiten im Kopf und Geist der Menschen fest verwurzelt ist".11

    <12>

    Zu den auf Aberglauben fußenden Religionen zählte Friedrich, wie das Kapitel der "Denkwürdigkeiten" über "Die Bekehrung der Völker zum Christentum" und den "Zustand der … Religion in Brandenburg" erweist, erwartungsgemäß zu allererst die katholische Glaubenslehre. Sie habe sich die Unwissenheit der Völker zunutze gemacht. Die römische Kurie habe kein Mittel ausgelassen – Friedrich führt wundertätige Jungfrauen, Gnadenbilder und Heiligenreliquien an –, um "im Schatten der Altäre ihre Herrschaft auszudehnen". Das Oberhaupt der römischen Kirche, der Papst, habe zu diesem Zweck in Europa so viele religiöse Orden gegründet, wie er konnte, um sich ein "mächtiges Priesterheer" zu schaffen. Durch Wunder, die sie schufen und verkündeten, wie das "heilige Blut von Beelitz", und viele weitere Betrügereien hätten diese Priester auch in Brandenburg ihre Autorität befestigt.12 Seine Analyse schließt mit der Schlussfolgerung: Weil im Mittelalter "die Völker verdummt" und "die Fürsten schwach" gewesen seien, habe im Heiligen Römischen Reich und in Brandenburg "die [katholische] Religion" triumphiert. Ausdrücklich bezeichnete Friedrich in diesem Zusammenhang die von der Kirche angepriesenen Reliquien und Wunder als einen "groben Betrug" an den Menschen, der jedoch, wie er zu seinem Leidwesen feststellte, einen großen "Eindruck auf die Volksseele" gemacht habe. Und so wie von ihm beschrieben sei allgemein die Situation zu Beginn des 16. Jahrhunderts gewesen.

    <13>

    In Sonderheit Deutschland habe damals "noch in tiefster Unwissenheit" gelebt und "unter einer barbarischen Regierung [der Kirche] ohne Sitten und Kenntnisse" geschmachtet: "Die menschliche Vernunft, des Lichts der Philosophie beraubt, war ganz in Stumpfsinn verkommen", vermerkte Friedrich. "Die Unwissenheit hatte ihren Gipfel erreicht." Religion und Philosophie, wird hier noch einmal ganz deutlich, sind bei Friedrich unvereinbare Gegensätze.

    <14>

    Den Aberglauben der Menschen ausnutzend, hätten die Päpste ihre Macht missbraucht, und Papst Leo X. habe in der Christenheit gar "einen Schacher mit Ablässen" betrieben, um die Summen zusammenzubringen, die er für den Bau des Petersdoms in Rom benötigte. Mit einer gewissen Schadenfreude konstatierte der König, dass im Heiligen Römischen Reich damals "ein Mönch namens Tetzel und eine Anzahl Dominikaner" ihren Auftrag nur schlecht erledigt hätten. Denn diese Ablasshändler verschleuderten "einen Teil der Einnahmen in Ärgernis erregenden Ausschweifungen" und gaben durch ihr Verhalten, so Friedrich, den "Anstoß zur Reformation".13 Fünfzehn Jahre später, 1766, präzisierte er diesen Gedanken in seiner "Vorrede zum Auszug aus Fleurys Kirchengeschichte": "So roh und stumpf das Volk auch sein mochte, es war der ewigen Abgaben an die Geistlichen müde, nahm Anstoß an der Pracht und dem schändlichen Leben der Bischöfe und geriet in jene Art von Gärung, die den großen Revolutionen vorherzugehen pflegt. Endlich gab der Ablaßschacher den Anstoß."14

    <15>

    "Zu dieser Zeit", fuhr er fort, "da die Priester mit der menschlichen Leichtgläubigkeit so groben Mißbrauch trieben, da sie die Religion ausnutzten, um sich zu bereichern, da die Pfaffen das zügelloseste Leben führten, unternahm es ein einfacher Mönch, alle diese Mißstände zu reformieren."15 Von "verwegenem Mute" sei dieser gewesen, "voll lebhafter Einbildungskraft" und "klug genug, um die Gärung der Geister zu benutzen".16 Friedrichs Respekt für die Leistungen Luthers wuchs im Lauf der Jahre noch. Nannte er ihn in den "Denkwürdigkeiten" von 1747/51 meist nur einen "einfachen Mönch" und sprach ihn kaum mit Namen an, so wies er ihm in der "Vorrede zur Kirchengeschichte" von 1766 Charaktereigenschaften wie Mut und Klugheit zu und nahm ihn sogar vor seinen Kritikern in Schutz: "Sieht man bloß auf die plumpen Grobheiten seines Stils, so erscheint Martin Luther zwar nur als ein polternder Mönch, als ein roher Schriftsteller eines noch wenig aufgeklärten Volkes. Wirft man ihm aber auch mit Recht sein ewiges Schelten und Schimpfen vor, so muß man doch bedenken, daß die, für die er schrieb, nur bei Flüchen warm wurden, aber Gründe nicht verstanden."17

    <16>

    Luther habe die Sache also richtig angepackt. "Hätte ich zu Martin Luthers Zeiten gelebt, so hätte ich ihn kräftig unterstützt", schrieb er der Herzogin Luise Dorothea von Gotha.18 Friedrichs Lob Luthers gipfelte in dem Satz: "Hätte Luther auch weiter nichts getan, als daß er die Fürsten und Völker aus der Knechtschaft befreite, in der sie der römische Hof gefesselt hielt, so verdiente er schon, daß man ihm als den Befreier des Vaterlandes Altäre errichtete." Denn durch sein Beispiel, so der König, "gab er den Menschen den Gebrauch der Vernunft wieder, die ihnen jahrhundertelang verboten war, und der menschliche Geist, durch die wiedererlangte Freiheit mit neuem Mut erfüllt, begann den Bereich seines Wissens nach allen Richtungen zu erweitern."19

    <17>

    Leider hätten "jener Mönch und seine Genossen" den Schleier des Aberglaubens aber nur etwas gelüftet. Sie seien auf halbem Weg stehen geblieben und "noch manche der Aufklärung bedürftige Dunkelheiten" hinterlassen. – Hätte Luther diesen "Schleier des Aberglaubens auch nur zur Hälfte zerrissen", rief Friedrich aus, "wie viel Dank wäre ihm die Wahrheit nicht schuldig." Ganz deutlich wird hier, was Friedrich unter der "Reformation" verstand, und was er mit dem geschichtlichen Ereignis verband: den Gebrauch der Vernunft durch die Menschen und die geistige Freiheit, in alle Richtungen denken zu dürfen. Deutlich wird ebenso, was er in Luther sah: einen Protoaufklärer, der jedoch bei der Bekämpfung des Aberglaubens und der Etablierung der Vernunft viel radikaler hätte vorgehen sollen.

    <18>

    Die von Luther ausgelöste Reformation der Kirche war, fuhr Friedrich fort, aber nicht die Folge von "Umwälzungen in den religiösen Anschauungen". Ursache der Reformation seien also keineswegs geistvolle theologische Überlegungen und Kombinationen gewesen. Vielmehr, so der König, war die Reformation das Ergebnis der materiellen Ausbeutung der Menschen durch die Kirche. Er begründete dies mit der Beobachtung, dass, wie er schrieb, der "Scharfsinn" der meisten denkenden Individuen sich zuerst auf Dinge richte, bei denen ihr Eigennutz und Ehrgeiz ins Spiel kommt. Nur wenige Personen befassten sich mit abstrakten Ideen – worunter er in diesem Zusammenhang theologische Anschauungen, Differenzen und Divergenzen verstand –, und noch kleiner sei die Zahl derjenigen, die gründlich und tief über solche Fragen und Streitigkeiten nachdächten.

    <19>

    Den Anstoß zur Reformation, fasste Friedrich seinen Gedankengang zusammen, "gab also nicht die tyrannische Macht, die der Klerus über die Gewissen ausübte". Den Anstoß gab die Tatsache, dass die Priester dem Volk seine Habe, seinen Besitz, seine Freiheit wegnahmen: "Die Sklaverei, die täglich drückender wurde, erregte den Unwillen." Schließlich spüre der "stumpfsinnigste wie der geistvollste Mensch" je nach dem Grad seiner Empfindlichkeit das ihm zugefügte Leid, denn seit Anbeginn an strebe die Menschheit nach Wohlbefinden. "Die Knechtung so vieler Völker" durch die katholische Kirche, war Friedrich überzeugt, "hätte also ohnedies zu einer Reformation geführt", wenn "nicht der römische Klerus, durch innere Zwistigkeiten aufgewühlt, selbst das Zeichen zur Befreiung gegeben hätte, indem er die Fahne der Empörung gegen den Papst aufpflanzte. Die Waldenser, Wycliffiten und Hussiten hatten die Bewegung schon eingeleitet, aber erst Luther und Calvin, die ebenso mutig, doch unter günstigeren Umständen geboren waren, vollendeten das große Werk".20

    <20>

    Auch Calvin gestand der König nun also einen Anteil an dem Ereignis der Reformation zu. Zu Beginn seiner Ausführungen in den "Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Hauses Brandenburg", als er über Kurfürst Joachim II. schrieb, hatte er das Aufbegehren gegen die Institution Katholische Kirche noch allein Luther, zugeschrieben: "Luther hatte schon seit dem Jahre 1516 die Scholastiker bekämpft; nun stand er um so kraftvoller gegen die Mißbräuche auf. Er brachte neue verdächtige Sätze vor, hielt sie aufrecht und stützte sie mit neuen Beweisen. Schließlich wurde er vom Papst in den Bann getan. Er hatte nun die Freude gekostet, seine Meinungen zwanglos auszusprechen; seitdem gab er sich ihr rückhaltlos hin. Er legte die Kutte ab und heiratete im Jahre 1525 Katharina von Bora. Durch sein Beispiel ermutigte er Priester und Mönche, zu den Rechten der Natur und Vernunft zurückzukehren. So gab er dem Vaterland Bürger zurück, erstattete ihm aber auch sein Eigentum wieder, indem er viele Fürsten auf seine Seite brachte, denen die Einziehung der Kirchengüter eine süße Lockung war." Calvin sei erst rund zwanzig Jahre später, 1533, in Bourges in Frankreich durch einen deutschen Lutheraner namens Wolmar, der "ihm seine Anschauungen eingeflößt" habe, als Reformator aufgetreten.21

    <21>

    Friedrich erblickte also nicht nur in Luther, sondern in allen Reformatoren Frühaufklärer, Vorläufer der "Philosophes" – und damit auch seiner selbst: "Betrachten wir … das Werk der Reformatoren im großen, so müssen wir zugeben, daß der menschliche Geist ihrem Wirken einen guten Teil seiner Fortschritte dankt. Sie befreiten uns von vielen Irrtümern, die den Verstand unserer Väter verdunkelten. Indem sie ihre Gegner zu größerer Vorsicht zwangen, erstickten sie das Aufkeimen neuen Aberglaubens und wurden, weil man sie verfolgte, tolerant."22

    <22>

    Die Reformation war in Friedrichs Augen eine "befreiende Tat", weil die Religion "nun eine neue Gestalt" gewann und sich wieder ihrer ursprünglichen Einfachheit annäherte – im Einfachen lag ja seiner Ansicht nach, wie er gereimt hatte, das Wahre. Sie war, fuhr er fort, "ein Segen für die Welt und besonders für den Forstschritt des menschlichen Geistes". Der König begründete diese Auffassung mit der Notwendigkeit, seit dem reformatorischen Ereignis über Glaubensfragen wieder neu nachdenken zu müssen, um Argumente für die eine oder andere Überzeugung zu gewinnen und diese dann in der Debatte argumentativ zu verteidigen.

    <23>

    Von Friedrichs Standpunkt aus betrachtet, zeigte sich die Reformation sogar als vorteilhaft für beide Konfessionsparteien. Die Protestanten lernten durch sie die Vernunft, die den Menschen als Führerin gegeben sei, wieder frei zu gebrauchen – und entfernten sich auf diese Weise in ihrem Denken immer weiter von allen das Individuum beengenden, gar einschränkenden Glaubensvorschriften der Katholischen Kirche. Die Katholiken dagegen wurden durch die heftigen Angriffe der Protestanten gezwungen, sich und ihre Sache zu verteidigen. "Die Protestanten zeichneten sich durch strenge Tugend aus und zwangen dadurch den katholischen Klerus zu gesitteterem Wandel. Die Wunder hörten auf." Die Priester hätten endlich wieder studiert, "und die schmachvolle, krasse Unwissenheit, in der sie fast alle versunken waren, verschwand". Friedrich feierte Luther und die Reformation also, weil sie den Menschen Aufklärung, Geist, Wissen, kritisches Denken und Streitkultur gebracht hatten und im Lauf der Zeit schließlich auch verwurzelt hätten. "Die Theologen so vieler Sekten mußten nun mit der Feder kämpfen und waren daher genötigt, etwas zu lernen."23

    <24>

    Ausdrücklich begrüßte er die gedankliche Auseinandersetzung mit der Religion und selbst den Streit darüber, wenn dieser nicht in Mord und Totschlag ausartete; unseligerweise sei dies während des Dreißigjährigen Kriegs der Fall gewesen. Denn "gäbe es nur eine Religion in der Welt" – oder nur eine Konfession, muss man hinzusetzen –, "so wäre sie hochmütig und würde unumschränkt herrschen". Durch die Reformation seien aber sowohl der katholische als auch der protestantische Klerus, "die einander mit gleich kritischen Blicken beobachteten", gezwungen worden, "wenigstens den äußeren Anstand zu wahren".24

    <25>

    Dennoch galten Friedrichs Sympathien der "protestantischen Religion", richtiger der protestantischen Konfession. Denn vom politischen Gesichtspunkt aus betrachtet erschien ihm diese "für Republiken wie für Monarchien die zuträglichere" Konfession zu sein. Sie passe am besten zu dem freiheitlichen Geist, der das Wesen dieser Freistaaten ausmache – womit Friedrich offenbarte, dass er die Monarchie für eine Staatsform hielt, die ihrem Volk gestattete alles zu denken und alles zu sagen – was, wie wir wissen, nicht der Wahrheit entsprach. Er aber war dieser Ansicht, auch wenn er schrieb: "In den Monarchien ist die protestantische Religion, die von niemandem abhängt, ganz der Regierung untertan"; ganz offensichtlich ging er von seinem Beispiel aus.25 Er, davon war er überzeugt, werde jedenfalls unabhängiges Denken und Querdenken nicht nur gestatten, sondern sogar stets fördern.

    <26>

    Zu seinem Bedauern hatte die Reformation jedoch "nicht alle Irrtümer zerstört". Eine große Zahl "abergläubischer Anschauungen" sei auch im Protestantismus erhalten geblieben, da die Menschheit zum Irrglauben neigte. "Bei Hofe und erst recht im Volke waren die Geister" – nach wie vor – "voll von Zauberei, Wahrsagung, Gespenstern und Dämonen".26 Auch dank Luther, denn der habe zwar das Fegefeuer, nicht aber die Gespenster und den Teufel aus seiner Lehre verbannt, habe Satan, wie er in die Welt setzte, ein Tintenfass an den Kopf geworfen. Das sei, um Gehör zu finden, auch nicht unklug gewesen. "Eine Schmach für den Menschengeist" sei jedoch, dass es auch zu Beginn des 18. Jahrhunderts "noch alle Arten lächerlichen Aberglaubens" gebe, den man weiterhin bekämpfen müsse, und dieses zu tun hatte er sich auf die Fahne geschrieben. Erst 1766 sah er den Aberglauben langsam auf dem Rückzug: "Von diesem Reich des Fanatismus bleiben kaum mehr als Polen, Portugal, Spanien und Bayern übrig, wo die schiere Ignoranz und der Winterschlaf des Geistes den Aberglauben noch am Leben erhalten." So schrieb er in einem Brief an Voltaire.27

    <27>

    Die Voraussetzung einer erfolgreichen Aufklärung war, wie der König in seinem Text verschiedentlich betonte – und am Ende resümierte, dass die Geistes- und Glaubensfreiheit, die durch die Reformation und die ihr folgenden Ereignisse vom Augsburger Religionsfrieden 1555 bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges 1648 erstritten worden waren, in Gegenwart und Zukunft Bestand haben. Für ihn bedeutete das, in Religions- und Konfessionssachen, "duldsam und maßvoll" zu handeln, so wie es vor ihm die Kurfürsten von Brandenburg und Könige in Preußen getan hätten. Zwar habe sein Großvater Friedrich III./I. wegen der Bedrückung der Protestanten28 in der Pfalz durch den katholischen Kurfürsten als Repressalie gegen diese Verfolgung "einige Male die katholischen Kirchen" seines Landes schließen lassen, dann aber "die freie Religionsübung den Katholiken wieder gestattet". Auch gegen die Verfolgung der Lutheraner in Brandenburg-Preußen durch die Reformierten sei er – zu Recht – vorgegangen. Unter der Regierung Friedrich Wilhelms I. seien die Reformierten schließlich friedlicher geworden: "Die Religionsstreitigkeiten hörten auf." Hier ist interessant zu lesen, dass der König Partei für seine lutherischen Untertanen nahm, nicht für die Reformierten, zu denen er, besser vielleicht sein Haus, ja gehörte. Er tat das, weil er den ideologischen Kampf der Reformierten gegen die Lutheraner ablehnte.

    <28>

    Die einkehrende Ruhe in dieser Auseinandersetzung ausnutzend seien in Halle durch August Hermann Francke "eine Sekte strenger Lutheraner", die Pietisten, gegründet worden. Friedrich hielt wenig von ihnen. "Sie sind um so unleidlicher, als sie alle, die nicht ihrer Meinung sind, mit starrer Rechtgläubigkeit unwiderruflich verdammen."29 Den Anhängern Franckes, machte sich der König über die Pietisten lustig – und anschließend ebenso über andere Religionsgemeinschaften, "fehlte nur das Grab des heiligen Pâris und ein Abbé Bécherand, der darauf herumhüpfte". François de Pâris, gestorben 1727, war ein Jesuit, dessen Grab als wundertätig galt. Auf diesem sprang der Abbé Bécherand, der ein zu kurzes Bein hatte, herum, in dem Glauben und der Hoffnung, dass es dadurch länger werden würde. Auf diese Geschichte spielte Friedrich an. Die Pietisten und die in ihrer Folge entstandenen "Quäkersekten aller Art, die Zinzendorfianer, die Gichteler", stellten sich, so der König abschließend, "eine immer lächerlicher als die andere" dar.

    <29>

    In seinen Augen unterschied sich also keine Religion – oder Konfession – in Hinsicht auf die Moral von der anderen. "Betrachtet man die Religion vom Standpunkt des Philosophen aus, so sind sie sich alle fast gleich", schrieb er an die Herzogin Luise Dorothea von Gotha. Doch verdiene der Glauben, der am wenigsten mit Aberglauben behaftet sei, den Vorzug vor den übrigen, und dies sei der Protestantismus, der sich außerdem noch dadurch auszeichne, dass er nicht "verfolgungswütig" sei. Deshalb könnten einer Regierung im Grunde alle Glaubensgemeinschaften gleich recht sein. Ihm jedenfalls seien alle recht – vorausgesetzt, sie halten sich aus der Politik heraus, und folglich lasse seine Regierung "jedem die Freiheit, … den Weg zum Himmel einzuschlagen, der ihm gefällt". Er selbst verlange nichts weiter von dem Einzelnen, "als daß er ein guter Staatsbürger ist". Er hatte das ähnlich schon vor Beginn seiner Regierung in der Randnotiz, bei ihm könne jeder nach seiner eigenen Façon selig werden, formuliert. Der – durch die Religion, ihre einseitige ideologische Auslegung und ihre Rechthaberei oftmals entfachte – falsche Eifer sei "ein Tyrann, der Länder entvölkere", die Toleranz aber eine "zärtliche Mutter", die für Wohlergehen und Gedeihen der Länder und Menschen sorge, schloss er seine Abhandlung über "Aberglaube und Religion".

    <30>

    Und dieser Leitsatz, gestand er sich Jahre später ein, gelte aber auch für den Gedanken, den Aberglauben ausrotten zu wollen – es gebe "nichts Absurderes". Denn die Vorurteile seien "die Vernunft des Volkes – und verdient dies blöde Volk aufgeklärt zu werden? Gehört ja doch der Aberglaube zu den Elementen, aus denen die Natur den Menschen zusammengesetzt hat! Wie soll man gegen die Natur ankämpfen und einen so allgemeinen Instinkt durchweg unterdrücken? Jeder soll bei seiner Meinung bleiben und die der anderen achten; das ist das einzige Mittel, während der kurzen Lebensreise in Frieden zu leben".

    <31>

    Gedankenfreiheit, Aufklärung, Wissen und Rücksichtnahme, so lassen sich Friedrichs Überlegungen zur Reformation knapp zusammenfassen, sind die Voraussetzung für Toleranz, ein tolerantes Handeln und ein friedliches Leben. Voreingenommenheit, Engstirnigkeit, Unkenntnis und Fanatismus dagegen führen bei den Menschen im besten Fall zu Trägheit, im schlimmsten Fall jedoch zu Zank, Mord und Totschlag. Diese Einsicht des Königs ist unbestreitbar, und sie ist zeitlos gültig.

    Autor:

    Dr. Jürgen Luh
    Research Center Sanssouci / Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
    Allee nach Sanssouci 6
    14471 Potsdam
    j.luh@recs.academy / j.luh@spsg.de



    1 Es handelt sich um den am 19. April 2017 im Bildungsforum Potsdam im Rahmen „Stadt trifft Kirche. Potsdams Beitrag zum Reformationsjubiläum“ gehaltenen, um Fußnoten ergänzten Vortragstext.

    2 Hans Droysen: Friedrich der Große über die Reformation, in: Protestantenblatt 45 (1912), Sp. 91-92, Sp. 91.

    3 Friedrich an Amalie, Torgau, 7. November 1762, in: Friedrich der Große: Briefe über die Religion, hg. v. Rudolf Neuwinger, Berlin, 2. Aufl. 1941, 46. Neuwingers Sammlung ist allerdings tendenziös. Sie vertritt die Anschauung des "Dritten Reichs" zur Religion, deutlich nachzuvollziehen auf S. 11, wo es heißt: "Und so wie wir das Christentum heute vom Standpunkt unseres nordisch-germanischen Rassenbewußtseins und vom Wesen unseres Blutes und Volkstums ablehnen, so kam er [Friedrich, J.L.] auf Grund seiner – im Vergleich zu unserer eigenen Einstellung zwar gänzlich anders gearteten – aufklärerischen Haltung zu ganz ähnlichen Ergebnissen wie wir in seinem Verhältnis gegenüber dem Christentum." Es ist ein Versuch, Friedrich für den Nationalsozialismus zu vereinnahmen. Dafür aber gibt es aber keine Argumente, wie das Bändchen offenbart.

    4 Die Werke Friedrichs des Großen. In deutscher Übersetzung, hg. v. Gustav Berthold Volz, Deutsch v. Friedrich von Oppeln-Bronikowski u. a., 10 Bde., Berlin 1913, Bd. 1, 195.

    5 Siehe z. B. Friedrich an Grumbkow, Ruppin, 24. April 1736, in: Friedrich der Große: Briefe (wie Anm. 2), 20f.

    6 Friedrich der Große: Briefe (wie Anm. 2), 24.

    7 Friedrich der Große: Briefe (wie Anm. 2), 38.

    8 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 1, 190.

    9 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 1, 190.

    10 Friedrich der Große: Briefe (wie Anm. 2), 19-22.

    11 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 1, 191.

    12 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 1, 193f. Anders sieht das Wolf-Dieter Hauschild: Religion und Politik bei Friedrich dem Großen, in: Saeculum 51 (2000), 191-211, 201: Es sei typisch für Friedrichs rationalistische Kritik, "daß er die christlichen Lehren nur als ideologisches Alibi für die Beherrschung des Volkes ansehen" könne. Das aber tut Friedrich gar nicht. Er sieht in der Art, wie die Institution Kirche sich organisiert und wie sie handelt, den Versuch, Herrschaft auszuüben und zu diesem Zweck die Unwissenheit des ganz überwiegenden Teils der Völker auszunutzen.

    13 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 1, 195 und 26.

    14 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 8, 109.

    15 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 1, 195.

    16 Friedrich der Große, Werke (wie Anm. 3), Bd. 8, 110.

    17 Friedrich der Große, Werke (wie Anm. 3), Bd. 8, 110.

    18 Friedrich der Große: Briefe (wie Anm. 2), 51: Brief vom 26. April 1764.

    19 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 1, 195.

    20 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 1, 197.

    21 Die Zitate bei Friedrich der Große: Werke, Bd. 1, 26.

    22 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 8, 110.

    23 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 8, 110.

    24 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 1, 198.

    25 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 1, 198.

    26 Friedrich der Große: Werke (wie Anm. 3), Bd. 1, 199.

    27 Brief vom 8. Januar 1766, in: Aus dem Briefwechsel Voltaire – Friedrich der Große, hg. v. Hans Pleschinski, Zürich 1992, 429. Siehe dazu Andreas Pečar, Damien Tricoire: Falsche Freunde. War die Aufklärung wirklich die Geburtsstunde der Moderne?, Frankfurt a. M., New York 2015, 50-82.

    28 Friedrich vermeidet hier, von den Reformierten zu sprechen, weil er behaupten will, dass sein Großvater im Interesse aller Evangelischer gehandelt hätte, was jedoch nicht der Wahrheit entspricht.

    29 Friedrich der Große: Briefe (wie Anm. 2), 26.

    Lizenzhinweis: Dieser Beitrag unterliegt der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung-Keine kommerzielle Nutzung-Keine Bearbeitung (CC-BY-NC-ND), darf also unter diesen Bedingungen elektronisch benutzt, übermittelt, ausgedruckt und zum Download bereitgestellt werden. Den Text der Lizenz erreichen Sie hier: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/

    PSJ Metadata
    Jürgen Luh
    Friedrich der Große und die Reformation
    de
    CC-BY-NC-ND 4.0
    PDF document luh_reformation.doc.pdf — PDF document, 292 KB
    J. Luh: Friedrich der Große und die Reformation
    In: Studien und Vorträge zur preußischen Geschichte des 18. Jahrhunderts der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
    URL: http://www.perspectivia.net/publikationen/friedrich300-studien/luh_reformation
    Veröffentlicht am: 02.11.2017 10:40
    Zugriff vom: 18.11.2017 01:58
    abgelegt unter: