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    A. Brakhman: Außenseiter und ›Insider‹ in der frühmittelalterlichen Historiographie

    discussions 11 (2015)

    Anastasia Brakhman

    Außenseiter und ›Insider‹ in der frühmittelalterlichen Historiographie

    Literarische Kommunikation im Umfeld des ottonischen Herrscherhofes

    Abstract:

    Anknüpfend an den kommunikationsgeschichtlichen Ansatz von Volker Depkat untersucht die dargelegte Studie das literarische Verhalten eines frühmittelalterlichen Autors, dessen soziale Position durch eine erhebliche Distanz zum anvisierten Rezipientenkreis seiner Werke gekennzeichnet ist und der zugleich die Akzeptanz durch diesen Adressatenkreis anstrebt (»Außenseiter«). Als Fallbeispiel sind das Œuvre und der Lebenslauf des italienischen Klerikers Liudprand von Cremona (920–972) ausgewählt worden, der in der Mitte des 10. Jahrhunderts am Hof Ottos des Großen tätig war. Besonderheiten von sozialer Stellung und literarischer Kommunikation Liudprands werden anhand eines Vergleichs mit zwei weiteren zeitgenössischen Historiographen, Widukind von Corvey (925/933–973) und Hrotsvit von Gandersheim (um 935–nach 973), ausgelegt. Durch ihre Zugehörigkeit zu den etablierten geistlichen Institutionen waren die beiden letztgenannten Autoren ins gesellschaftliche Gefüge des sächsischen Reichs integriert und können somit als ›Insider‹ betrachtet werden.

    Résumé:

    En correspondance avec l’essai historique de communication de Volker Depkat, la présente étude examine le comportement littéraire d’un auteur du haut Moyen Âge dont la position sociale est représentée à travers une distance considérable avec le cercle de réception concerné de son œuvre et qui aspire en même temps à l’acceptation au sein de ce cercle de destinataires (»marginaux«). Comme cas d’étude ont été choisies la vie et l’œuvre d’un clerc italien, Liudprand (920–972), qui était actif à la cour d’Otton le Grand au milieu du Xe siècle. Les particularités de la position sociale et de la communication littéraire de Liudprand seront interprétées en les comparant à d’autres historiographes contemporains, Widukind de Corvey (925/933–973) et Hrotsvit de Gandersheim (env. 935–après 973). Par leur appartenance à des institutions spirituelles établies, les deux auteurs ci-nommés étaient intégrés à l’élite sociale de l’Empire saxon et pouvaient être considérés comme des ›insiders‹.

    Fragestellung und analytische Zugänge

    <1>

    Konzeptionell versteht sich das Projekt als eine kommunikationsgeschichtliche Untersuchung. Wie Volker Depkat einleuchtend formuliert hat, setzt die Kommunikationsgeschichte »die Überlegung an den Anfang, dass sich Gesellschaft in Kommunikation vollzieht, dass Gesellschaft aus der Summe der Kommunikationen ihrer Teilnehmer besteht. Soziale Kommunikation […] manifestiert sich als konkrete, macht- und hierarchiegefügte Praxis. Dies nimmt historisch spezifische Formen an, die identifiziert, beschreibend rekonstruiert und als Bestandteil vergangener Zeiten verstanden werden können«1. Im Rahmen des kommunikationsgeschichtlichen Ansatzes bieten sich als übergreifendes Untersuchungsfeld die »Integrations- und Sozialisationsfunktion« von Kommunikation an sowie »die Herausbildung personaler Identität«2. Auf der Ebene genereller Fragestellung ist somit zu erforschen, »wie sich […] der einzelne durch Kommunikation zu der ihn umgebenen Gesellschaft in Beziehung setzt und sich in ihr verortet«3.

    <2>

    Damit knüpft die Studie an eine Reihe von mediävistischen kommunikationsgeschichtlichen Arbeiten an, die seit den späteren 1980er Jahren betrieben werden4. Ein wesentlicher Unterschied der Studie besteht jedoch darin, dass Rückschlüsse auf die Kommunikationsarten der einzelnen Autoren aus ihren Texten zu ziehen sind, um Aussagen über das Zeitspezifische der Kommunikation und des Diskurses zu gewinnen. In der Forschung wird ansonsten überwiegend nach allgemeineren Phänomenen gefragt, etwa auf inhaltlicher Ebene nach Ritualen oder höfischer Repräsentation, auf textgenetischer Ebene nach dem Verhältnis zwischen schriftlichen und mündlichen Kommunikationsformen5. Anders gewendet: Eine traditionelle Fragestellung nach den Abfassungsintentionen eines Autors und der Entstehungssituation seines Werks ist um einen dezidiert kommunikationsgeschichtlichen Aspekt zu erweitern.

    <3>

    Einem historiographischen Werk kam im früheren Mittelalter eine Reihe von Funktionen zu. Es diente zur Aufbewahrung von Wissen und Erinnerung und zur Vermessung von menschlicher Vergangenheit und Gegenwart im göttlichen Heilsplan. All diese Aufgaben der Geschichtsschreibung sind bekannt und gut erforscht. Im Vordergrund der Quellen, die im Rahmen dieser Studie analysiert werden, steht jedoch ein anderer Aspekt: das Verhältnis des Verfassers zum Leser. Diese Zielsetzung, einen bestimmten Rezipientenkreis zu erreichen, verleiht den zu untersuchenden Schriften eine besondere Gestalt und erlaubt, sie als Mittel literarischer Kommunikation zu verstehen. Ein wesentliches Merkmal literarischer Kommunikation, das sie von üblichen Arten schriftlichen Austauschs – etwa einem Brief – unterscheidet, ist der Anspruch auf einen allgemeingültigen, überpersönlichen Aussagewert eines Werks. Literarische Kommunikation kann von unterschiedlichen Intentionen geleitet werden wie etwa der Überzeugung der Adressaten von bestimmten ideologischen und politischen Werten (Ideen) oder der Durchsetzung von sozio-ökonomischen Interessen des Autors bzw. der Institution oder des Verbands, dem er angehört. Hierbei ist die Bestimmung konkreter Absichten und Positionen des jeweiligen Verfassers von zentraler Bedeutung.

    <4>

    Im Mittelpunkt der Studie steht die literarische Kommunikation eines gelehrten Außenseiters in der frühottonischen Zeit. Gefragt wird nach dem literarischen Verhalten eines Außenseiters einer sozialen Gruppe gegenüber, deren Akzeptanz er erstrebt. Die Definition der Termini »Außenseiter«/ ›Insider‹ erfolgt über institutionelle Zugehörigkeit und persönliche Beziehungen des jeweiligen Verfassers6. Die ›Insider-Autoren‹ waren über ihre geistlichen Heimatinstitutionen in die ottonische Gesellschaft integriert, unter anderem in Bezug auf ihr Verhältnis zum Herrscher7. Diese Position musste dagegen von dem Außenseiter erst errungen werden. Deutlich werden sollen an der exemplifizierten Untersuchung die Konsequenzen, die diese besonderen Bedingungen für das Werk eines Außenseiters nach sich ziehen, sowie die Ähnlichkeiten und die Unterschiede zu den ›Insidern‹ – hinsichtlich der Verwendung von Literatur zur Etablierung von Kommunikation.

    Die literarische Kommunikation Liudprands von Cremona: Rahmenbedingungen

    <5>

    Als Fallbeispiel zur Erforschung von literarischer Kommunikation eines gelehrten Außenseiters sind das Œuvre und der Lebenslauf eines italienischen Klerikers, Liudprands von Cremona, ausgewählt worden, der in der Mitte des 10. Jahrhunderts am Hof Ottos des Großen tätig war. Während seines knapp zwanzigjährigen Dienstes verfasste Liudprand vier Texte: zwei historiographische Werke (»Antapodosis« und »Liber de Ottone Rege«), eine Osterpredigt (»Homelia Paschalis«) und einen Gesandtschaftsbericht (»Legatio ad imperatorem Constantinoplitanum Nicephorum Phocam«). Die Schriften Liudprands, in den unterschiedlichen Stadien seiner Laufbahn verfasst, haben sich als ein tragfähiges Beispiel literarischer Kommunikation erwiesen. Dabei hat sich sein frühestes und umfangreichstes Werk, die »Antapodosis«, für die zentrale Frage der Studie als besonders ertragreich erwiesen und wurde demzufolge in den Mittelpunkt der Untersuchung gestellt. Die späteren Werke Liudprands verdeutlichen überdies den Wandel seines kommunikativen Verhaltens nach der Aufnahme in den erstrebten Kreis.

    <6>

    Eine vergleichende Untersuchung, die im zweiten Teil der Arbeit durchzuführen ist, sollte es ermöglichen, nicht nur die Eigenart von Liudprands literarischer Kommunikation vor dem Hintergrund zeitgenössischer Werke von ähnlicher Gattung angemessen zu erläutern und zu beurteilen, sondern auch allgemeinere Schlussfolgerungen hinsichtlich der Art, der Ausrichtung und der Grenzen literarischen Kommunizierens im früheren Mittelalter zu ziehen. Im Mittelpunkt der Untersuchung wird Liudprands »Antapodosis« gestellt, der eine Reihe von Texten ottonischer Historiographen jeweils gegenübergestellt werden: die »Res gestae Saxonicae« Widukinds von Corvey und die »Gesta Ottonis imperatoris« sowie die »Primordia coenobii Gandershemensis« Hrotsvits von Gandersheim. Weitere Werke des Italieners werden ebenfalls berücksichtigt, soweit sich aussagekräftige Parallelen oder Divergenzen ergeben. Unterschiede in der sozialen Stellung der drei Autoren lassen sich schon bei oberflächlicher Sichtung erkennen. Durch ihre Zugehörigkeit zu den etablierten geistlichen Institutionen – jeweils dem sächsischen Kloster Corvey und dem Stift Gandersheim – waren Widukind und Hrotsvit ins gesellschaftliche Gefüge des ostfränkischen Reichs integriert; in ihren historischen Schriften tritt dem Leser das gewissermaßen typische Problem eines institutionellen ›Insiders‹ entgegen, nämlich die Gefahr, eine privilegierte Position innerhalb dieses Gefüges zu verlieren8. Dagegen sind für Liudprand zur Entstehungszeit der »Antapodosis« weder eine Verbindung mit einer nordalpinen Institution noch dauerhafte Beziehungen auf der persönlichen Ebene sicher nachzuweisen9. Im Gegensatz zu anderen italienischen Exilanten verfügte Liudprand weder über eine besonders hervorgehobene Stellung (wie Erzbischof Walpert von Mailand), noch hatte er Gönner unter dem ostfränkischen Adel (wie etwa der Gelehrte Rather von Verona). Des Weiteren lassen sich in den 950er Jahren am Hofe Ottos I. nur sehr wenige Landesgenossen Liudprands belegen10. Es war somit kein italienisches ›Netzwerk‹ vorhanden, das Liudprands Integration am ostfränkischen Herrscherhof hätte erleichten können. Seine früheste Mission im Auftrag Ottos I. (Gesandtschaft an den Hof des byzantinischen Kaisers Romanos II.) fand erst im Jahr 960 statt11.

    Die literarische Kommunikation Liudprands von Cremona: Absichten, Ausrichtung und Formen

    <7>

    Die eingehende Analyse von Liudprands Schriften hat eine enge Verknüpfung zwischen dem Lebenslauf des Verfassers, den Ereignissen, in die er verwickelt war, und seinem literarischen Schaffen offengelegt, die sich pauschalisierend wie folgt darstellen lässt: Die Werke Liudprands wurden stets mit dem Ziel verfasst, dem Autor den sozialen Aufstieg zu ermöglichen oder aber die erreichte Position zu bewahren. Hierfür wählte der Verfasser jedes Mal ganz bewusst einen spezifischen, Förderung versprechenden Adressatenkreis und eine darauf abgestimmte Kommunikationsstrategie. Dabei stellte der Autor nicht nur seine persönliche Lage in Rechnung, sondern auch die machtpolitische Situation zur Entstehungszeit des jeweiligen Textes sowie den Wissens- und Interessenshorizont seiner Rezipienten. Darüber hinaus wurde eine breite Palette von Strategien literarischen Verhaltens aufgezeigt, die der Verfasser je nach Intention und erstrebtem Publikum einsetzte. Liudprand sah somit seine Werke als wichtiges Mittel des sozialen Aufstiegs an, als effizientes Medium, um denjenigen Rezipientenkreis zu erreichen, von dem – seiner Auffassung nach – seine Karriere abhängig war. Der soziale Aufstieg des Verfassers kann natürlich nicht ein alleiniges Ziel eines derart umfangreichen Werks wie etwa der »Antapodosis« sein. Daneben erfüllten die Schriften eine Reihe weiterer Funktionen wie die Vermittlung von Wissen über die Nachbarn des sächsischen Reichs oder die Sinnstiftung ottonischer Herrschaft im heilsgeschichtlichen Kontext. Im Mittelpunkt der Studie steht jedoch der kommunikative Aspekt von Liudprands literarischem Schaffen und damit seine pragmatische Zielsetzung.

    <8>

    Die Charakteristik der literarischen Kommunikation Liudprands sei am Beispiel seines wichtigsten Werks, der »Antapodosis«, etwas näher erläutert. Gestaltung und thematische Schwerpunkte legen eindeutig nahe, dass die Schrift in erster Linie die außerordentliche Gelehrsamkeit des Autors und sein weitreichendes Wissen in italienischer und byzantinischer Geschichte präsentieren sollte. Zudem – und dies ergibt sich aus den Betrachtungen der selbstreferentiellen Passagen – betonte Liudprand sein diplomatisches Geschick, seine Kenntnis der griechischen Sprache sowie spezifisch geistliche Fähigkeiten wie seine Kenntnisse der Heiligen Schrift. Liudprand zeigt also mittels seines ersten Werks seine Einsetzbarkeit in mehreren Tätigkeitsbereichen: demjenigen eines Legaten am byzantinischen Hof, eines Hofkaplans und eines Ratgebers Ottos I. in den Angelegenheiten des »Regnum Italiae«. Zudem hatte der kurz vor der Abfassung der »Antapodosis« erfolgte Italienzug des ältesten Königssohnes Liudolfs (in den Jahren 956–957) das bestehende Interesse Ottos I. am italienischen Königtum bekräftigt, was die Hoffnungen Liudprands auf eine Ratgeberposition gestärkt haben dürfte.

    <9>

    Zur Realisierung der anvisierten Beförderung Liudprands war im Grunde nur ein sehr enger Adressatenkreis relevant – Otto I. selbst sowie einflussreiche Berater aus dem nächsten Kreis des Königs. Jedoch blieb dem Autor der unmittelbare, direkte Zugang zu den gewünschten Adressaten vorenthalten. Er war daher gezwungen, einen Umweg zu suchen, um das intendierte Publikum zu erreichen, und konnte ausschließlich eine indirekte Form der Kommunikation mit diesem anstreben. So erweist sich auf der diskursiven Ebene des Werks – nämlich an zahlreichen heilsgeschichtlichen Argumentationsmustern, die die wichtigsten machtpolitischen Aussagen des Autors im Text transportieren – Erzbischof Wilhelm von Mainz als der eigentliche Zieladressat der »Antapodosis«, dem die Zurschaustellung von Gelehrsamkeit und Kenntnissen des Verfassers vornehmlich galt. Denn Wilhelm, einer der einflussreichsten Kirchenmänner in königlicher Umgebung, konnte die von Liudprand angestrebte Aufnahme in den näheren Umkreis des sächsischen Herrschers sicherlich bewirken. Daneben wählte der Verfasser aber auch einen anderen Weg, um den Mainzer Kirchenfürsten zu erreichen: nämlich über den italienischen Geistlichen Rather, den ehemaligen Bischof von Verona, der zur Abfassungszeit der »Antapodosis« unter der Obhut Wilhelms eine ehrenvolle Aufnahme im Ostfränkischen Reich gefunden hatte. Ihm gegenüber brachte Liudprand seine Hochachtung vor dessen Gelehrsamkeit zum Ausdruck sowie seine Teilnahme an dessen Exilantenschicksal12. Diese Reverenzen sollten nach der Auffassung Liudprands den Günstling Wilhelms dazu bringen, sich bei seinem mächtigen Gönner für ihn einzusetzen. Rather von Verona, der auf Grund von Herkunft, sozialer Position und Bildungsniveau dem Autor am nächsten stand, wurde also mit Blick auf den eigentlichen Adressaten der »Antapodosis«, zu dem Liudprand augenscheinlich über keinen direkten Zugang verfügte, zum Vermittler.

    <10>

    Das komplizierte Verhältnis zwischen heterogener Ausrichtung der »Antapodosis« und vorrangigen Abfassungsabsichten des Autors lässt sich an einem Beispiel kurz beleuchten. Am Anfang des vierten Buchs der »Antapodosis« berichtete Liudprand über eine Verleihung italienischer Bistümer an Bischof Manasse von Arles. Der Bericht verwandelte sich jedoch schnell in eine ausführliche Anklagerede gegen den Bischof. Es galt – so lauteten schon die Kapitelüberschriften – das verkehrte Verhalten Manasses aufzuzeigen und in einer »Anklageantwort« (»invectiva responsio«) mittels der Heiligen Schrift zu verurteilen13. Die Anklage begann mit der Schilderung des »Tatbestands«: Dem in Italien eingesetzten Bischof wird »Ehrgeiz« (»ambitio«) und Vernichtung der ihm vom König übergebenen Kirchen vorgeworfen; seine Ernennung erfolgte »wider menschliches und göttliches Recht« (»contra ius fasque«); in seinem Streben nach weltlichen Ämtern wurde er vom Teufel getrieben14. Danach lässt der Autor den ›angeklagten‹ Bischof sprechen15, verdeutlicht die Falschheit seiner Rechtfertigungen16 und widerlegt die ›falsche‹ Auslegung der Apostelgeschichte, wie sie Manasse vorgenommen hatte17. Abschließend wurden die Hauptvorwürfe gegen Manasse artikuliert – Simonie und Besitzgier18. Sowohl der Inhalt als auch der Aufbau des Berichts erlauben, diese Stelle der »Antapodosis« als eine inszenierte Auseinandersetzung im Kirchengericht zu interpretieren, wobei Bischof Manasse als Angeklagter, der Autor als Ankläger auftritt. Wie Konrad Leyser festgestellt hat, ist die Argumentation der Anklagerede nachdrücklich im Rahmen des kanonischen Rechts gehalten19. Eine solche literarische Inszenierung sollte somit spezifisch geistliche und kirchenrechtliche Fertigkeiten Liudprands zur Schau stellen, nämlich die gründliche Kenntnis der Heiligen Schrift, seine Fähigkeit, diese einleuchtend auszulegen, seine Beschlagenheit im Kirchenrecht sowie seine Rhetorikkenntnisse, die die Abfassung einer überzeugenden Anklagerede ermöglichten. Insgesamt ist hierdurch eine Selbstempfehlung des Verfassers für ein Kirchenamt zu erkennen.

    <11>

    Doch damit nicht genug. Die Invektive gegen Manasse scheint für einen ganz konkreten Rezipienten vorgesehen gewesen zu sein: niemand anderen als Rather, der im Jahr 948 durch Manasse aus seinem Bistum vertrieben worden war. Denn die abschließende Beschuldigung durch Liudprand, Manasse habe das Bistum Verona verkauft, erweist sich – so stellte Nikolaus Staubach fest – als ein Zitat aus Rathers Werk »Phrenesis«20. Somit haben wir es hier mit einer Art Schnittstelle zu tun, die sowohl einen der kommunikativen Umwege Liudprands hin zum Mainzer Erzbischof veranschaulicht, als auch seine Selbstempfehlung nachdrücklich vorführt, die im Hinblick auf eine mögliche Aufnahme in die Hofkapelle – was Wilhelm bewirken konnte – gestaltet worden sein muss.

    <12>

    Insgesamt zeichnet sich hinsichtlich der machtpolitischen Rezipienten der »Antapodosis« eine Art von Empfängerstruktur ab. Ob über den Umweg des recht deutlich adressierten Rather, oder aber direkt: Wilhelm von Mainz erweist sich als der eigentliche Zieladressat. An der Spitze dieser Rezipienten-Hierarchie steht jedoch Otto I., der vielleicht eher als ideeller Endadressat von Liudprands Werk gesehen werden sollte.

    Die literarische Kommunikation Liudprands von Cremona im Vergleich zu den »Res gestae Saxonicae« Widukinds von Corvey

    <13>

    Die Ausrichtung der »Res gestae« stimmt mit derjenigen der »Antapodosis« und der »Legatio« nur teilweise überein, indem sich alle drei Werke an die Familie Ottos I. wenden, darunter die »Antapodosis« und die »Sachsengeschichte« insbesondere an Erzbischof Wilhelm von Mainz. Im Folgenden wird die Darlegung auf einen Vergleich zwischen der »Antapodosis« und den »Res gestae« beschränkt. Letztere Schrift Liudprands weist eine Reihe weiterer Rezipienten auf – wie etwa den gelehrten Bischof Rather von Verona –, die sich sowohl in Hinblick auf ihre Herkunft als auch auf ihre soziale Stellung und ihr Bildungsniveau von den Angehörigen des sächsischen Herrscherhauses grundsätzlich unterscheiden. Der Rezipientenkreis der »Sachsengeschichte« präsentiert sich hingegen als recht homogen: Sämtliche Adressaten von Widukinds Werk gehören zum ottonischen Herrscherhaus. Daran lässt sich einer der wichtigsten Unterschiede zwischen der literarischen Kommunikation eines ›Insiders‹ und eines Außenseiters erkennen: Offensichtlich brauchte Widukind keine kommunikativen ›Umwege‹, um die tatsächlich angestrebten Rezipienten seiner Schrift erreichen zu können. Ferner ist für die Verschiedenheit der kommunikativen Situationen Widukinds und Liudprands bezeichnend, dass einer der Adressaten der »Sachsengeschichte«, Prinzessin Mathilde, mehrmals direkt im Text angesprochen wird, während in der »Antapodosis« keine explizite Ansprache der pragmatischen Empfänger zu finden ist. Im Gegensatz zur literarischen Kommunikation Liudprands erweist sich also diejenige Widukinds in Bezug auf ihre Ausrichtung deutlich unmittelbarer und sichtbar weniger differenziert.

    <14>

    Sowohl Liudprand in der »Antapodosis« als auch Widukind in den »Res gestae« bringen ihre grundsätzliche Loyalität gegenüber dem Herrscherhaus zum Ausdruck, indem sie die Tugendhaftigkeit der Mitglieder der Dynastie preisen sowie Rechtmäßigkeit und Macht der Liudolfinger-Ottonen unterstreichen. Hierbei zeigt die Loyalitätsbezeugung Widukinds gegenüber Erzbischof Wilhelm, dem vermutlich ursprünglichen Auftraggeber der »Res gestae«21, einen konkreteren Bezug auf als diejenige in Liudprands »Antapodosis«. In der »Sachsengeschichte« wird Wilhelm nicht nur als Angehöriger der regierenden Familie angesprochen, sondern auch als Inhaber des Mainzer Stuhls: Widukind legt also eine deutlich loyale Haltung gegenüber den Metropoliten von Mainz an den Tag. Soweit es dem Verfasser der »Res gestae« sein Erzählstoff und seine Treue zum liudolfingisch-ottonischen Herrscherhaus erlauben, lässt er den Mainzer Erzbischöfen ausschließlich positive Charakteristika zukommen (wie im Falle Hildeberts und Wilhelms)22. Selbst wenn er über ihre Ränke und Abfälle vom König berichtet, bemüht er sich, seine Urteile abzumildern und ihr Verhalten teilweise zu rechtfertigen (so im Falle Hattos und Friedrichs)23.Es steht zu vermuten, dass man hier mit der Loyalitätsbezeugung eines ›Insiders‹ konfrontiert ist, der besser um die Verbundenheit Wilhelms mit seiner Cathedra wusste als der Außenseiter Liudprand und der diese Kenntnisse zur Betonung seiner Treue gegenüber dem Auftraggeber einsetzte.

    <15>

    Eine weitere zentrale Abfassungsabsicht, die Widukinds »Res gestae« und Liudprands »Antapodosis« miteinander verbindet, ist diejenige der Herrscherbelehrung. Der Verfasser der »Sachsengeschichte« wendet sich mit diesem Anliegen an die jüngeren Kinder Ottos I. – Mathilde von Quedlinburg und den künftigen Otto II. Es lassen sich zwei Arten von Belehrung unterscheiden: die moralische anhand vorbildlicher Taten von Mitgliedern der liudolfingisch-ottonischen Familie und die moralisch-praktische mittels anschaulicher und detailreicher Darlegungen von Ursachen und Verlauf wichtiger Herrschaftskrisen Ottos I. sowie von Beweggründen seiner bedeutenden Kontrahenten24. Da Widukind in seiner Unterweisung unverkennbar die machtpolitische Komponente in den Mittelpunkt stellt, kann man annehmen, dass seine Herrscherbelehrung vorrangig für den Thronfolger, Otto II., bestimmt war, dem die »Sachsengeschichte« als eine Art praktischer Führer oder Lehrbuch in seinen künftigen herrschaftlichen Beschäftigungen dienen sollte25.

    <16>

    Hierzu ein kurzes Beispiel: Widukind weist wiederholt auf die königlichen Entscheidungen und Maßnahmen hin, welche den Zwist zwischen Otto und seinen Großen hervorgerufen hatten. So wird als Ursache der Rebellion Herzog Eberhards von Franken auf eine ehrabschneidende Strafe hingewiesen, die Otto Eberhard auferlegt hatte, wobei die Wiederaufnahme von Eberhards Alliierten in die königliche Huld die Fortdauer des Konflikts nicht zu verhindern vermochte26.Als Grund für die Rebellionen des königlichen Halbbruders Thankmar und des Vetters, Wichmanns des Jüngeren, tritt die Missachtung von deren Erbrechten durch Otto hervor, wobei der Bericht der »Res gestae« möglicherweise andeutet, dass die Rechtmäßigkeit von Wichmanns Besitzansprüchen sowohl durch Gott als auch durch den Herrscher anerkannt worden war27.

    <17>

    Es lässt sich somit ein gewichtiger Unterschied zwischen den »Res gestae« und der »Antapodosis« aufzeigen. Widukinds Herrscherbelehrung erfolgt anhand von positiven und negativen Beispielen liudolfingisch-ottonischen Verhaltens. Dagegen dient die ostfränkische Geschichte in der »Antapodosis« ausschließlich der Präsentation der Loyalität des Autors und seiner spezifischen Fähigkeiten, während Paränese und Wissensvermittlung anhand der (Zeit)-Geschichte anderer Reiche, des Königtums Italien und Byzanz’ vorgeführt werden. Man hat es also im Fall der »Sachsengeschichte« mit einer Herrscherbelehrungzu tun, wie sie nur vom ›Insider‹ geleistet werden konnte, dessen Position im sozialen Gefüge des Reichs fest genug war, um sich nicht allein direkt an die Königstochter mit paränetischer Anrede zu wenden, sondern das falsche herrschaftliche Handeln anhand der Taten des regierenden Kaisers zu Belehrungszwecken seines Sohns zu veranschaulichen. Im Falle der »Antapodosis« handelt sich dagegen um eine indirekte Herrscherberatung, mittels derer Liudprand seine umfangreichen Kenntnisse unter Beweis stellen wollte.

    <18>

    Als dritte gemeinsame Abfassungsintention der »Antapodosis« und der »Sachsengeschichte« ist schließlich die Vertretung eigener sozio-ökonomischer Interessen zu erkennen. Hier ist jedoch zugleich ein fundamentaler Unterschied zwischen den beiden Autoren festzustellen: Während sich Liudprand für den eigenen sozialen Aufstieg und sein persönliches Fortkommen einsetzt, plädiert Widukind für die Vorrangstellung seiner Heimatinstitution, des Klosters Corvey. Hierfür stellt der Autor der »Res gestae«die heilsgeschichtliche und machtpolitische Wirksamkeit des Corveyer Klosterpatrons, des heiligen Vitus, eindrucksvoll dar; er betont ferner die besondere Frömmigkeit der Mönchsgemeinschaft und die Richtigkeit ihres Lebenswandels sowie ihre Herrschertreue. Darüber hinaus wird die Notwendigkeit einer bevorzugten Förderung Corveys als unvermeidliche Konsequenz aus der Geschichte der Liudolfinger-Ottonen nahegelegt, wie dies Matthias Becher herausgearbeitet hat: Das bedeutendste sächsische Kloster mit dem Aufbewahrungsort der Reliquien des heiligen Vitus, der den Aufstieg Sachsens und der Liudolfinger bewirkte, nimmt in der Präsentation Widukinds die Stelle einer Reichsabtei ein28.

    <19>

    Im Hinblick auf eine Vertretung eigener sozio-ökonomischer Interessen ist zwischen Widukind und Liudprand innerhalb ihrer literarischen Kommunikation eine gewichtige Differenz in der Schwerpunktsetzung hervorzuheben. Wie die Untersuchung der »Antapodosis« ergeben hat, wollte sich der Autor hauptsächlich selbst empfehlen, was sowohl Ausrichtung als auch Form und Inhalt des Werks entscheidend prägte. Demgegenüber dient die »Sachsengeschichte« der Herrscherbelehrung und der Interessenvertretung als zwei gleichbedeutende causae scribendi. So kommt erneut der Unterschied zwischen dem ›Insider‹ und dem Außenseiter zum Vorschein. Die Schrift Widukinds sollte möglicherweise einen Auftrag der Unterweisung erfüllen29, während Liudprands »Antapodosis« aus eigener Initiative des Verfassers entstanden ist.

    <20>

    Auch mit Blick auf die Formen und Schemata literarischer Kommunikation Widukinds und Liudprands hat sich eine Reihe interessanter Differenzen ergeben. Sowohl das Herrscherlob als auch die Herrscherkritik Widukinds sind eindeutig zurückhaltender gestaltet als die Beurteilung fürstlichen Verhaltens in der »Antapodosis«. Hierbei muss die soziale Position beider Autoren in Rechnung gestellt werden. Einerseits hatte der Außenseiter Liudprand seine Loyalität gegenüber den Ottonen nachdrücklicher als Widukind unter Beweis zu stellen. Andererseits war Liudprand in seiner Verurteilung nicht-ottonischer Herrscher ungleich freier als der Corveyer Mönch bei der Kritik des regierenden sächsischen Königs.

    <21>

    Die Bewertung herrschaftlichen Handelns und die Darlegung machtpolitischer Ereignisse erfolgt in der »Sachsengeschichte« und der »Antapodosis« auf grundlegend verschiedene Art und Weise. Widukind benennt konkrete Fehlentscheidungen Ottos I.; er beurteilt seine Taten und das Verhalten seiner Gegner aufgrund des adligen Wertekodex, unter Heranziehung von Begriffen wie »Ehre«, »Rang«, »Milde« und »Treue«30. Liudprand seinerseits führt zahlreiche Sünden und moralische Vergehen als Ursachen der Machtkämpfe und Motivationen an. In diesem Zusammenhang kann man von einer bewussten Entscheidung beider Verfasser sprechen, wobei die Wahl für eine bestimmte argumentative Strategie von einer jeweils unterschiedlichen Intention bedingt war. Während Widukind offensichtlich eine ›praxisorientierte‹ Herrscherbelehrung anstrebte und daher seinen Rezipienten einen Einblick in die üblichen Beweggründe ihrer künftigen Kontrahenten zu geben versuchte, bediente sich Liudprand, einem seiner hauptsächlichen Anliegen folgend, des paränetischen Diskurses, um seine spezifisch geistlichen Kenntnisse und Fähigkeiten dem gebildeten Kirchenfürsten Wilhelm von Mainz überzeugend zu präsentieren.

    Schluss und Ausblick

    <22>

    Die vergleichende Analyse der literarischen Kommunikation Liudprands und derjenigen Widukinds ergab, dass der Verfasser der »Res gestae« sehr ernsthafte Ansätze verfolgte und über eine viel konkretere Kenntnis des Interessens- und Wissenshorizontes seiner Adressaten verfügte als der italienische Exilant. Die literarische Kommunikation Widukinds basierte jedoch auf anderen Voraussetzungen als diejenige Liudprands in der »Antapodosis« (oder auch in der »Legatio«) und konnte daher weit einfacher gestaltet werden, sei es wegen des im Vergleich zu Liudprand niedrigeren Bildungsniveaus des Sachsen oder – wie in der Arbeit argumentiert wird – weil Widukind andere inhaltliche Schwerpunkte setzte und zum Teil andere Rezipienten anstrebte. Demgegenüber zeigt die literarische Kommunikation Liudprands neben der vielseitigeren Ausrichtung, der unverkennbar komplizierteren Form sowie den verschiedenartigen Argumentationsstrategien eine eindringlichere Loyalitätsbezeugung des Autors, eine überdeutliche Schwerpunktsetzung auf sein persönliches Anliegen und eine nur ungefähre Vorstellung von der Gesinnung seiner Rezipienten.

    <23>

    Im Ausblick auf Hrotsvits historische Schriften als zweiten Vergleichsfall kann man sowohl mit einem höheren Bildungsgrad als auch mit einer umfangreicheren Verwendung des paränetischen Diskurses rechnen. Dadurch nähert sich ihr Werk stärker demjenigen Liudprands an. Ein Vergleich zwischen der literarischen Vorgehensweise Liudprands und zweier in Hinsicht auf ihre Belesenheit und möglicherweise Zielsetzung verschiedener ottonischer Historiographen sollte es ermöglichen, grundsätzliche Divergenzen zwischen Außenseitern und ›Insidern‹ zu ermitteln – zumal unterschiedliche Arten literarischer Kommunikation mit demselben Empfängerkreis im Umfeld des ottonischen Hofes eruiert werden.

    <24>

    Als Zwischenergebnis der bisher durchgeführten Untersuchung kann festgehalten werden, dass man es im Falle Liudprands mit einer Reaktion eines gelehrten und ehrgeizigen Klerikers auf eine außergewöhnliche Lebenssituation zu tun hat, der seine vertraute soziale und kulturelle Umgebung verlassen musste und sich in ein neues Umfeld zu integrieren versuchte. Die Eigenart von Liudprands Schriften ist weder ausschließlich auf seine nach den Maßstäben des ottonischen Reichs überdurchschnittliche Belesenheit zurückzuführen31 noch etwa auf den persönlichen Charakter des Autors32 noch auf ansonsten generell unterstellte Abfassungszwecke wie »Weltgeschichte/Heilsgeschichte«33. Eindeutig war das hohe Bildungsniveau die wichtigste Vorbedingung für Liudprands literarische Kommunikation. Erst dadurch wurde der Autor überhaupt zum Entschluss befähigt, literarische Werke als Mittel zu Integration, Aufstieg und Bewahrung seiner Position einzusetzen. Die literarische Kommunikation Liudprands ist jedoch vornehmlich durch seine jeweilige soziale Position und die daraus resultierenden Absichten geprägt und nicht durch traditionelle historiographische oder literarische Zielsetzungen.

    Autorin:

    Dipl.-Hist. Anastasia Brakhman
    Doktorandin an der Ruhr-Universität Bochum
    anastasia.brakhman-t5h@rub.de

    1 Vgl. Volker Depkat, Kommunikationsgeschichte zwischen Mediengeschichte und der Geschichte sozialer Kommunikation, in: Oliver Auge, Karl-Heinz Spieß (Hg.), Medien der Kommunikation im Mittelalter, Stuttgart 2003, S. 9–48, hier S. 10f.

    2 Ibid., S. 26f.

    3 Ibid., S. 27.

    4 Vgl. Hedwig Röckelein, Chancen und Grenzen eines mediävistischen Forschungszweiges, in: Das Mittelalter 6, 1 (2001) S. 5–13, hier S. 5f. mit Anm. 4–10. Ferner z.B.: Barbara Stollberg-Rilinger, Symbolische Kommunikation in der Vormoderne, in: Zeitschrift für historische Forschung 31 (2004), S. 489–527; Gerd Althoff, Die Macht der Rituale. Symbolik und Herrschaft im Mittelalter, Darmstadt 2003 sowie zahlreiche frühere Beiträge von Althoff.

    5 Röckelein, Chancen (wie Anm. 4).

    6 Eine methodische Abgrenzung gegen solche Begriffe wie »Fremdheit«, »ingroup«/»outgroup«, »Exklusion«/»Inklusion«, »Integration«/»Desintegration«, »marginal man« bzw. »cultural broker« wird zurzeit erarbeitet.

    7 Vgl. hierzu grundlegend Franz-Josef Arlinghaus, Konstruktionen von Identität mittelalterlicher Korporationen – rechtliche und kulturelle Aspekte, in: Markus Späth (Hg.), Die Bildlichkeit korporativer Siegel im Mittelalter. Kunstgeschichte und Geschichte im Gespräch, Köln, Weimar, Wien 2009. S. 33–46, bes. S. 37: »Vielmehr war es der Personenverband, über den die Inklusion einer Person in die Gesellschaft insgesamt erfolgte. Damit realisierte sich die Vergesellschaftung nicht über die in den jeweiligen gesellschaftlichen Bereichen ausgeübten Rollen, sondern der Personals Ganzeswurde in ihrer Eigenschaft als Mitglied eines bestimmten Verbandes ein konkreter Platz in der Gesellschaft zugewiesen«.

    8 Vgl. Matthias Becher, Vitus von Corvei und Mauritius von Magdeburg. Zwei sächsische Heilige in Konkurrenz, in: Westfälische Zeitschrift 147 (1997), S. 235–249, hier S. 238f.; Gerd Althoff, Gandersheim und Quedlinburg. Ottonische Frauenklöster als Herrschafts- und Überlieferungszentren, in: Frühmittelalterliche Studien 25 (1991), S. 123–144.

    9 Die These von Huschner, Liudprand sei kurz nach seinem Übergang in die Hofkapelle aufgenommen worden und habe daher über weitreichende persönliche Beziehungen zu geistlichen und weltlichen Großen verfügt, basiert ausschließlich auf dem paläographischen Argument, welches sich nicht als sonderlich stichhaltig erwiesen hat. Vgl. hierzu Wolfang Huschner, Transalpine Kommunikation im Mittelalter. Diplomatische, kulturelle und politische Wechselwirkungen zwischen Italien und dem nordalpinen Reich (9.–11. Jahrhundert), 3 Bde., Hannover 2003 (MGH Schriften, 52), hier Bd. 2, S. 558–584. Kritisch dazu: Hartmut Hoffmann, Notare, Kanzler und Bischöfe, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 61 (2005), S. 103–159, hier S. 468–471.

    10 Nämlich Rather von Verona, Stephan von Novara und Erzbischof Walpert von Mailand. Vgl. dazu: Hagen Keller, Entscheidungssituationen und Lernprozesse in den »Anfängen der deutschen Geschichte«. Die »Italien- und Kaiserpolitik« Ottos des Großen, in: Frühmittelalterliche Studien 33 (1999), S. 20–48, hier S. 40 mit Anm. 87; Huschner, Transalpine Kommunikation im Mittelalter (wie Anm. 10), Bd. 2, S. 440.

    11 Liudprands Gesandtschaft im Jahr 960 ist ausschließlich in der »Antapodosis« bezeugt und findet dort nur eine sehr kurze Erwähnung. Vgl. hierzu Daniel Nerlich, Diplomatische Gesandtschaften zwischen Ost- und Westkaisern 756–1002, Bern, Berlin 1999 (Züricher Beiträge zur Geschichtswissenschaft, 92), hier. S. 111 und S. 298.

    12 Ähnlich wie Liudprand musste Rather das italienische Königtum verlassen. Zu Rathers Laufbahn vgl. z.B. Peter L. D. Reid, Introduction, in: The Complete Works of Rather of Verona, translated and notes by Peter Reid, Binghamton 1991 (Medieval and Renaissance Texts and Studies, 76), S. 3–16.

    13 Vgl. Antapodosis IV, »incipiunt capitula 6–7«: »Qua ratione Manasses Arelatensis episcopus propriam ecclesiam deseruisse se dicat et aliam adsumpsisse. Et quod invectiva responsione recte se non egisse scripturarum testimoniis comprobetur«. Hier und weiter wird der lateinische Text nach folgender Ausgabe zitiert: Antapodosis, in: Paolo Chiesa (Hg.), Liudprandi Cremonesis Opera omnia, Turnhout 1998 (Corpus Christianorum. Continuatio Mediaevalis, 156), S. 3–150. Die römische Zahl bezeichnet das jeweilige Buch, die arabische auf das Kapitel.

    14 Vgl. Antapodosis IV, 6: »Hoc in tempore Mannasses, Arelatensis civitatis episcopus, agnita regis Hugonis potentia, […] deserta sibi commissa ecclesia ambitionis spiritu multas violaturus immo laceraturus ecclesias Italiam petiit. Hugo autem rex […] contra ius fasque Veronensem, Tridentinam atque Mantuanam commendavit, sed, quod verius est, in escam dedit, ecclesiam. Ac nec his quidem contentus Tridentinam adeptus est marcam, quo impellente diabolo, dum miles esse inciperet, episcopus esse desineret«.

    15 Vgl. hierzu Antapodosis IV, 7: »›Beatus‹, inquit, ›Petrus Antiocena instituta ecclesia ad Romanam urbem, quae potentiae magnitudine cunctis tunc nationibus imperabat, postmodum transvolavit‹«.

    16 Vgl. hierzu ibid.: »Diabolus quippe scripturas novit et tamen, ut perversus, perverse eas interpretatur et, cum his utitur, ad pernitiem, non ad salutem. […] Vides igitur: et tu veris quidem, sed fraudulentibus assertionibus uteris, quemadmodum et apostata Iulianus respondisse dicitur Christianis, quos aviditate rapinae censu proprio defraudavit […] Cedo igitur, quid perversius ille, quidve foedius te dixisse credendus est?«

    17 Vgl. hierzu ibid.: »Quod enim Petrus ad iustitiam, tu transfers ad culpam. […] Si latras, illum, quod omnino falsum est, quaesivisse censum, ego animarum lucrum et comprobo gloriosum martyrium. […] Venit igitur Petrus non ambitione inflatus, sed martirio animatus, non quaerens aurum, sed animarum lucrum«.

    18 Vgl. hierzu ibid.: »Nec inficiari, inquam, potes Veronensem te episcopum minime vendidisse, quod Petro, non cuilibet, sed apostolo illo, numquam didicimus contigisse. Qua ex re non solum spiritali verum etiam corporali honore census animatione te privatum esse cognovimus«.

    19 Vgl.: Conrad Leyser, Episcopal office in the Italy of Liudprand of Cremona, c. 890–c. 970, in: English historical review 515 (2010), S. 795–817 , hier S. 808; zu kirchenrechtlichen Grundlagen von Manasses Verurteilung vgl. ebenda, S. 800ff.

    20 Vgl. Nikolaus Staubach, Historia oder Satira? Zur literarischen Stellung der »Antapodosis« Liudprands von Cremona, in: Walter Berschin (Hg.), Lateinische Kultur im 10. Jahrhundert. Akten des 1. Internationalen Mittellateinerkongresses, Heidelberg, 12.–15.09. 1988, Stuttgart 1991, S. 461–487, hier S. 481f.

    21Vgl. Katharina Vaerst, Laus inimicorum oder wie sagichs dem König? Diss., Universität Münster (2010), hier S. 187 und 241f. [auch online: http://miami.uni-muenster.de/servlets/DerivateServlet/Derivate-5661/diss_vaerst_buchblock.pdf]; Ludger Körntgen, Königsherrschaft und Gottes Gnade. Zu Kontext und Funktion sakraler Vorstellungen in Historiographie und Bildzeugnissen der ottonisch-frühsalischen Zeit, Berlin 2001, hier S. 86; Becher, Vitus (wie Anm. 8), S. 247f.; Ders., Rex, Dux und Gens. Untersuchungen zur Entstehung des sächsischen Herzogtums im 9. und 10. Jahrhundert, Husum 1996, hier S. 51; Gerd Althoff, Widukind von Corvey. Kronzeuge und Herausforderung, in: Frühmittelalterliche Studien 27 (1993), S. 253–272, hier S. 260f. und 270f.; Helmut Beumann, Entschädigung von Halberstadt und Mainz bei der Gründung des Erzbistums Magdeburg, in: Klaus Herbers (Hg), Ex ipsis rerum documentis. Beiträge zur Mediävistik. Festschrift für Harald Zimmermann, Sigmaringen 1991, S. 383–398, hier S. 397f.; Ders., Imperator Romanorum, rex gentium. Zu Widukind III 76, in: Ders., Jürgen Petersohn (Hg.), Ausgewählte Aufsätze aus den Jahren 1966–1986, Sigmaringen 1987, S. 324–340, hier S. 330f. Darunter speziell zu Widukinds Loyalität gegenüber Wilhelm von Mainz: Becher, Vitus (wie Anm. 8), S. 247f. Demgegenüber wird Erzbischof Wilhelm von Laudage als ursprünglicher Adressat der »Sachsengeschichte« betrachtet; vgl. Johannes Laudage, Otto der Große (912–973): eine Biographie, Regensburg 2001, hier S. 103; Ders.,Widukind von Corvey und die deutsche Wissenschaft, in: Ders. (Hg), Von Fakten und Fiktionen. Mittelalterliche Geschichtsdarstellungen und ihre kritische Aufarbeitung, Köln, Weimar 2003, S. 193–224, hier S. 219–223. In der vorgelegten Studie wird Wilhelm von Mainz als ursprünglicher Auftraggeber Widukinds identifiziert. Der Auftrag, ein »Lehrbuch« für den künftigen Herrscher zu verfassen (hierzu ausführlicher weiter unten, S.8f.), muss etwa auf das Jahr 961 datiert werden, als Otto II. zum Thronfolger bestellt und der Obhut Wilhelms anvertraut wurde. Nach Laudage wurde die erste ›Konzeptfassung‹ der »Res gestae« frühestens 965 vollendet; die Abfassung eines solchen umfangreichen Werks muss aber mehrere Jahre in Anspruch genommen haben und kann daher in Verbindung mit der frühzeitigen Königskrönung Ottos II. in Verbindung gebracht werden. Später wurde die Schrift – wohl im Auftrag der älteren Königin – zur Belehrung von Prinzessin Mathilde umgearbeitet, die Ende 967 in Folge des dritten Italienzugs Ottos I. zur einzigen Repräsentantin des Herrscherhauses in Sachsen wurde. Hierbei kommt Erzbischof Wilhelm wegen seiner Kehrtwendung hinsichtlich des Magdeburger Plans (nach Laudage spätestens 965/966) nicht mehr in Frage.

    22 Zur Charakteristik Hildeberts von Mainz vgl. Res gestae II, 1: »Eo quippe tempore erat summus pontifex nomine Hildiberhtus, Franco genere, monachus professione, nutritus vel doctus in Vuldo monasterio et ad id honoris merito progrediens, ut pater e iisdem loci constitueretur, deinde summi pontificatus Mogontiacae sedis fastigium promeruisset. Hic erat vir mirae sanctitatis, et praeter naturalem animi sapientiam, litterarum studiis satis clarus. Qui inter caetera gratiarum dona spiritum prophetiae accepisse predicatur«. Hier und weiterhin wird der lateinische Text nach folgender Ausgabe zitiert: Widukindi Rerum gestarum Saxonicarum libri III, I Praef. in: Paul Hirsch, Hans-Eberhard Lohmann (Hg), Widukindi monachi Corbeiensis Rerum gestarum Saxonicarum libri III, Berlin 1935 (MGH, Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi, 60), S. 11–28. Die römische Zahl bezeichnet das jeweilige Buch, die arabische das Kapitel. Zur Charakteristik Wilhelms vgl. Res gestae III, 73f.: »Eo tempore, quo haec intra Italiam gerebantur, summus pontifex Wilhelmus, vir sapiens et prudens, pius et cunctis affabilis, a patre sibi commendatum regebat Francorum imperium. Cuius mater licet peregrina, nobili tamen erat genere procreata«.

    23 Die Schilderung von Ränken Hattos von Mainz wird in den A- und C-Fassungen der »Res gestae« erheblich abgemildert. Vgl. hierzu grundlegend: Hirsch, Einleitung, in: Ders., Lohmann (Hg), Widukindi monachi Corbeiensis (wie Anm.21), S. XXVf. Hierbei erscheint die Vermutung nicht ganz abwegig, dass die Fassungen A oder C nicht nur für die Kaisertochter Mathilde, sondern auch für Wilhelm als Gutachter bestimmt gewesen sein könnten. Zur letzten Diskussion über Datierungsmöglichkeiten verschiedener Fassungen der »Sachsengeschichte« vgl. Laudage, Widukind von Corvey (wie Anm. 20), S. 215ff.; Johannes Fried, »… vor fünfzig oder mehr Jahren«. Das Gedächtnis der Zeugen in Prozessurkunden und in familiären Memorialtexten, in: Christel Meier (Hg), Pragmatische Dimensionen mittelalterlicher Schriftkultur (Akten des internationalen Kolloquiums, 26.–29. Mai 1999), München 2002, S. 23–61, hier S. 50–61. Vgl. dazu ferner grundlegend Helmut Beumann, Widukind von Korvei. Untersuchungen zur Geschichtsschreibung und Ideengeschichte des 10. Jahrhunderts, Köln, Weimar 1950, hier S. 187–191. Zur Darstellung des Verhaltens Friedrichs von Mainz vgl. z.B. Res gestae III, 15: »Nam confortatus amicorum gentisque propriae praesentia, irritum fecit pactum, quod coactus inire confessus est; edictumque est filio generoque, auctores sceleris puniendos tradere, aut certe se hostes publicos nosse. Pactis pristinis pontifex intercessit, tamquam paci et concordiae consulturus; ob id regi fit suspectus, amicis regalibus consiliariisque omnimodis spernendus. De eo nostrum arbitramur nequaquam aliquid temere iudicare; sed quod de eo probamus, quia magnus erat in oratione die noctuque, magnus elemosinarum largitate, precipuus verbo praedicationis, non silere dignum duximus; caeterum de accusatis causis qui iudicat Dominus est«.

    24 Zu den Beispielen vgl. unten, Anm. 25f.

    25 Die hier aufgestellte These versteht sich als Ergänzung und Korrektur zur Interpretation Althoffs, der zufolge die Herrscherbelehrung Widukinds für die zwölfjährige Mathilde von Quedlinburg bestimmt gewesen sein soll, vgl. dazu: Althoff, Widukind von Corvey (wie Anm. 20), S. 262272. Eine Vermutung, dass die »Res gestae« auch an Otto II. gerichtet worden sein können, wurde schon von Hagen Keller geäußert; vgl. Hagen Keller, Widukinds Bericht über die Aachener Wahl und Krönung Ottos I., in: Frühmittelalterliche Studien 29 (1995), S. 390–453, hier S. 453.

    26 Vgl. hierzu Res gestae II, 6: »Qua presumptione rex audita condempnavit Evurhardum centum talentis aestimatione equorum, omnesque principes militum, qui eum ad hoc facinus adiuvabant, dedecore canum, quos portabant usque ad urbem regiam, quam vocitamus Magathaburg«. Vgl. ferner Res gestae II, 7: »Ipse autem rex, ut erat clementissimus, dum turbatores pacis merita castigatione afflixit, ilico cum pietate suscepit, et unumquemque eorum regio munere honorans, dimisit in pace. At illi nichilominus duci suo haerebant ad omne nefas, quia ille quidem erat iocundus animo, affabilis mediocribus, largus in dando; et his rebus multos Saxonum sibi associavit«. Zur Erhebung Eberhards vgl. ausführlicher: Gerd Althoff, Hagen Keller, Heinrich I. und Otto der Große. Neubeginn auf karolingischem Erbe, Hansen 1985, S. 131f. Zu den Hintergründen der Auseinandersetzung zwischen Otto und Herzog Eberhard vgl. Matthias Becher, Loyalität oder Opposition? Die Sachsen und die Thronfolge im Ostfrankenreich (929–939), in: Caspar Ehlers u.a. (Hg.), Zentren herrschaftlicher Repräsentation im Hochmittelalter. Geschichte, Architektur und Zeremoniell, Göttingen 2007, S. 69–86, hier S. 81–83.

    27 Thankmar wurde sein mütterliches Erbe, die Markgrafschaft Merseburg, zugunsten des königlichen Verbündeten Gero entzogen; vgl. dazu Res gestae II, 9: »Illo quoque tempore defunctus est Sigifridus comes, cuius legationem cum sibi vendicasset Thancmarus, eo quod propinquus ei esset – nam mater eius filia erat materterae Sigifridi, de qua genuit rex Heinricus Thancmarum – et regali dono cessisset Geroni comiti, afflictus est Thancmarus tristitia magna«. Vgl. ferner Res gestae II, 11: »Erat autem mater eius multam habens possessionem; qui licet a patre alia plura sit ditatus, materna tamen se hereditate privatum aegre valde tulit, et ob hanc causam arma sumit ad perniciem sui suorumque contra dominum suum regem«. Wichmann fühlte sich seines väterlichen Erbes durch seinen Onkel, Hermann Billung, beraubt; vgl. dazu Res gestae III, 24: »Patruum exin arguere, paternae hereditatis raptorem dicere et suorum thesaurorum praedonem vocare coepit«. Auf die Rechtmäßigkeit von Wichmanns Ansprüchen verweist die Erzählung von dem durch Otto I. angeordneten Zweikampf – einem Gottesurteil –, in der die Erbrechte der Neffen denjenigen der Onkel gleichstellt wurden. Vgl. dazu Res gestae II, 10: »De legum quoque varietate facta est et contentio, fueruntque qui dicerent, quia filii filiorum non deberent computari inter filios hereditatemque legitime cum filiis sortiri, si forte patres eorum obissent avis superstitibus. […] Rex autem meliori consilio usus noluit viros nobiles ac senes populi inhonestate tractari, sed magis rem inter gladiatores discerni jussit. Vicit igitur pars, qui filios filiorum computabant inter filios, et firmatum est, ut aequaliter cum patruis hereditatem dividerent pacto sempiterno«. Hierbei gilt anzumerken, dass diese Textstelle lediglich als indirekte Herrscherkritik zu betrachten ist, da sie explizit in keinen Zusammenhang mit Wichmanns Rebellion gesetzt wird. Hierzu ausführlicher: Gerd Althoff, Geschichtsschreibung in einer oralen Gesellschaft. Das Beispiel des 10. Jahrhunderts, in: Ders. (Hg), Inszenierte Herrschaft. Geschichtsschreibung und politisches Handeln im Mittelalter, Darmstadt 2003, S. 105–125, hier S. 122f. Vgl. ferner: Vaerst, Laus inimicorum (wie Anm. 20), S. 231.

    28 Vgl. Becher, Rex, Dux und Gens (wie Anm. 20), S. 50–52.

    29 Vgl. hierzu Anm. 20.

    30 Vgl. hierzu, Anm 25f.

    31 Generell zum Unterschied zwischen den Bildungsniveaus im nord- und südalpinen Raum im 9.–10. Jh. vgl. Huschner, Transalpine Kommunikation im Mittelalter, Bd. 2 (wie Anm.9), S. 447–459.

    32 Vgl. als Beispiel durchschnittlicher Bewertung von Liudprand: Wolfgang Maier-Bode, Liudprand von Cremona, in: Ulrich Knefelkamp (Hg.), Weltbild und Realität. Einführung in die mittelalterliche Geschichtsschreibung, Herbolzheim 1992, S. 93–101.

    33 Vgl. etwa: Jon Nicholas Sutherland, Liudprand of Cremona, Bishop, Diplomat, Historian. Studies of the Man and his Age, Spoleto 1988 (Biblioteca degli Studi medievali, 14); Hans Jessen, Die Wirkungen der augustinischen Geschichtsphilosophie auf die Weltanschauung und Geschichtsschreibung Liudprands von Cremona. Diss., Universität Greifswald (1921).

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    Anastasia Brakhman
    Außenseiter und Insider in der frühmittelalterlichen Historiographie
    Literarische Kommunikation im Umfeld des ottonischen Herrscherhofes
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    CC-BY-NC-ND 3.0
    Geschichtsschreibung Liudprand von Cremona Kommunikation Ottonen 10. Jahrhundert historiographie Liudprand de Cremona communication les Ottons Xe siècle
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    A. Brakhman: Außenseiter und ›Insider‹ in der frühmittelalterlichen Historiographie
    In: Formen mittelalterlicher Kommunikation. Sommeruniversität des DHIP, 7.–10. Juli 2013/Formes de la communication au Moyen Âge. Université d’été de l’IHA, 7–10 juillet 2013, hg. von/dir. par Ralf Lützelschwab (discussions 11).
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    Veröffentlicht am: 05.10.2015 11:42
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