Die deutsch-französischen Beziehungen. Chronologie und Dokumente, 1948–1999. / Les relations franco-allemandes. Chronologie et documents, 2000 (G. Thiemeyer)
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Rezension
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Autor / Rezensent Thiemeyer, Guido
Titel Die deutsch-französischen Beziehungen. Chronologie und Dokumente, 1948–1999. / Les relations franco-allemandes. Chronologie et documents, 2000 Untertitel Institut Deutsches Historisches Institut Paris BSB digitale Bibliothek http://francia.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00016432,00340.html Seiten 328–328 BSB Band-ID bsb00016432 BSB Seiten Anfang 00340 BSB Seiten Ende 00340 Lizenz urheberrechtlich geschützt DDC-BSB Geo-SW DDC-BSB Sach-SW DDC-BSB Zeit-SW Zeit-SW Geo-SW (GKD) Sachschlagwort (SWD) Personenschlagwort (PND) Fachgebiet OCR-Text 328 Anzeigen voyage purement touristique. En réalité, ce type de guide est très spécifique et ne peut concer¬ ner que l'amateur d'histoire-bataille qui trouvera, exposées dans les moindres détails, la pro¬ gression de la lre Panzerdivision dans les Ardennes (10-12 mai 1940) et la percée du Panzer¬ korps Guderian à Sedan. Seule la troisième et dernière partie s'adresse au tourisme proprement dit en proposant divers itinéraires permettant de suivre les phases majeures de ces combats décisifs. 7 cartes et 49 graphiques et croquis de grande qualité viennent appuyer un texte précis et fondé sur une documentation exhaustive tant française qu'allemande, voire anglaise. Il faut saluer la qualité de l'iconographie - et de l'impression - qui témoigne du soin accordé à cette publication qui ravira les amateurs d'histoire-bataille classique, mais du plus haut niveau. Marcel Spivak, Les Lilas Die deutsch-französischen Beziehungen. Chronologie und Dokumente, 1948-1999. / Les relations franco-allemandes. Chronologie et documents, Bonn (Europa Union Verlag) 2000, 199 S. (Dokumente / Documents). Die Broschüre ist die aktualisierte Neuauflage der 1988 zum ersten Mal von der Redaktion der Zeitschrift Dokumente herausgegebenen Chronologie zu den deutsch-fran¬ zösischen Beziehungen. Der Text der Ausgabe von 1993 wurde unverändert übernommen und bis 2000 ergänzt. Die Publikation ist zweisprachig, rechts der deutsche, links der fran¬ zösische Text. Die knappe, auf die Schilderung der Ereignisse begrenzte Darstellung wird nur durch Schlüsseldokumente aus den deutsch-französischen Beziehungen unterbrochen. Stichworte am Textrand erleichtern die schnelle Lektüre. Im Zentrum der deutsch-französischen Beziehungen standen in den Jahren zwischen 1993 und 2000 im Kern drei Themen: Zum einen fanden in beiden Ländern lebhafte Debatten über die jeweils eigene und gemeinsame Vergangenheit statt. Frankreich diskutierte anläßlich der Prozesse gegen Paul Touvier, den Lyoner Miliz-Chef in der Zeit des Vichy-Régimes, und Mau¬ rice Papon, den Generalsekretär der Präfektur in Bordeaux im Zweiten Weltkrieg, die Ver¬ strickung des Landes in die deutsche Vernichtungspolitik während des Zweiten Weltkrieges. 1997 betonte mit Jacques Chirac zum ersten Mal ein französischer Staatspräsident die Mitver¬ antwortung des französischen Staates am Holocaust. In der Bundesrepublik wurde gleichzei¬ tig über die Thesen Daniel Goldhagens zur Tradition des deutschen Antisemitismus diskutiert. Ein zweites wichtiges Thema der bilateralen Beziehungen war die Realisierung der Wäh¬ rungsunion und der Fortgang der europäischen Integration. Das Schäuble-Lamers-Papier vom September 1994 hatte die Währungsunion als Vorläufer einer supranationalen, föder¬ alistischen politischen Union bezeichnet. Dies stieß in Paris auf zum Teil heftigen Wider¬ stand, staatlicher Zentralismus und nationale Souveränität blieben hier die politischen Kate¬ gorien. Ähnliche Konflikte bestimmten die Debatte über die ordnungspolitische Ausgestal¬ tung der europäischen Währungsunion, die hinter dem Streit um den Präsidenten der europäischen Zentralbank, Trichet oder Duisenberg, stand. Seit dem Regierungsantritt von Lionel Jospin im Juni 1997 versuchte Paris, ein politisches Gegengewicht zu der unabhängig von den europäischen Institutionen arbeitenden europäischen Zentralbank zu errichten. Das war mit der monetaristisch beeinflußten deutschen geldpolitischen Strategie nicht vereinbar. Drittens fallen die Bemühungen beider Seiten auf, die zum Teil grundsätzlichen Gegen¬ positionen immer wieder durch politische Kompromisse zu überwinden. Paris und Bonn (Berlin) sind sich der Bedeutung der deutsch-französischen Beziehungen für das Wohlerge¬ hen beider Staaten bewußt. Die manchmal als inhaltsleeres Ritual diffamierten regelmäßi¬ gen Treffen der Regierungschefs beider Länder erwiesen sich als hilfreiches Instrument, um latente Konflikte zumindest zu überbrücken. Hier wird deutlich, daß das deutsch-fran¬ zösische »Tandem« aller Unkenrufe zum Trotz gut funktioniert. Guido Thiemeyer, Kassel Francia 29/3 (2002) Abstract

