Mameluck Ali, Journal inédit du Retour des Cendres 1840. Journal inédit du Voyage de Sainte-Hélène en 1840 avec les lettres d'Ali à sa femme, précédé du récit inédit du Retour de Sainte-Hélène en 1821. Introduction générale sur le mamelouk Ali et ses manuscrits. Annexes, reproductions et index. Édition établie par J. Jourquin, 2004 (I. Mieck)
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Autor / Rezensent Mieck, Ilja
Titel Mameluck Ali, Journal inédit du Retour des Cendres 1840. Journal inédit du Voyage de Sainte-Hélène en 1840 avec les lettres d'Ali à sa femme, précédé du récit inédit du Retour de Sainte-Hélène en 1821. Introduction générale sur le mamelouk Ali et ses manu Untertitel Institut Deutsches Historisches Institut Paris BSB digitale Bibliothek http://francia.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00016348,00386.html Seiten 374–375 BSB Band-ID bsb00016348 BSB Seiten Anfang 00386 BSB Seiten Ende 00387 Lizenz urheberrechtlich geschützt DDC-BSB Geo-SW DDC-BSB Sach-SW DDC-BSB Zeit-SW Zeit-SW Geo-SW (GKD) Sachschlagwort (SWD) Personenschlagwort (PND) Fachgebiet Neuzeit / Neuere Geschichte (1789-1918) OCR-Text 374 Rezensionen Ordnung bewirkt zu haben. Wie bereits in den »Réflexions sur le protestantisme dans ses rapports avec la souveraineté« von 1798 deutlich wird, sah de Maistre nur in einem als streng autoritär bestimmten Katholizismus den Ansatzpunkt einer Regeneration politi¬ scher Ordnung. In »Du pape«, seinem neben den »Considérations sur la France« bekannte¬ sten Werk, hat de Maistre diese Vorstellung zur Grundlage seiner politiktheoretischen Reflexionen gemacht. Der Kampf gegen das Gedankengut der Aufklärung, der bis in sein postum erschienenes Spätwerk »Les Soirées de Saint-Pétersbourg« de Maistres Schriften charakterisiert, war als Verteidigung der religiös-politischen Autorität als Fundament stabi¬ ler Ordnung gedacht. Jean-Yves Pranchère hat ein Buch geschrieben, das die dezidierte Stellungnahme für das von de Maistre diffamierte Gedankengut der Aufklärung mit einer luziden Würdigung von de Maistres »Philosophie der Autorität« verbindet. In der überar¬ beiteten Fassung seiner Dissertation stellt Pranchère dabei die Beziehung von erkenntnis¬ theoretischer Reflexion und politischer Theologie heraus und mißt sie am Maßstab der Phi¬ losophie Kants. So treten die Aporien der dezisionistischen und autoritär-traditionalisti¬ schen Argumentation de Maistres deutlich hervor, ohne damit die intellektuelle Anziehungskraft seines radikalen Denkens zu verleugnen. Im Anschluß an Adorno und Horkheimer arbeitet Pranchère mit dem Konzept einer Dialektik der Aufklärung, um de Maistres Werk zu erschließen: als Antwort auf eine rationalistische Ideologie und zugleich als verkürzte Form rationaler Theoriebildung. Günther Kronenbitter, Augsburg Mameluck Ali, Journal inédit du Retour des Cendres 1840. Journal inédit du Voyage de Sainte-Hélène en 1840 avec les lettres d'Ali à sa femme, précédé du récit inédit du Retour de Sainte-Hélène en 1821. Introduction générale sur le mamelouk Ali et ses manuscrits. Anne¬ xes, reproductions et index. Édition établie par Jacques Jourquin, Paris (Tallandier) 2004, 302 S. (Bibliothèque napoléonienne), ISBN 2-84734-122-6, EUR 27,00. Da den französischsprechenden Deutschen für das Wort cendre als Hauptüberset¬ zung der Begriff Asche vertraut ist, sollte man einleitend darauf hinweisen, daß im französi¬ schen Sprachgebrauch die Pluralform les cendres mit Gebeine oder sterbliche Überreste zu übersetzen ist. Die historisch zu erklärende Wortbildung les cendres hat nichts mit Ein¬ äscherung oder Totenverbrennung zu tun; man findet noch einen Anklang an die ursprüng¬ liche Bedeutung in den Wörtern mercredi des Cendres (Aschermittwoch) oder Cendrillon (Aschenbrödel). Um Näheres über den etwas ungewohnten Namen des Autors zu erfahren, sollte sich der Leser mit folgender biographischer Kurzinformation vertraut machen (Umschlagseite 4): »Le mameluck Ali (de son vrai nom Louis-Étienne Saint-Denis, né à Versailles en 1788, mort à Sens en 1856) fut second mameluck de Napoléon en 1811, chasseur à l'île d'Elbe et aux Cent-Jours et, à Sainte-Hélène, valet de chambre, copiste et bibliothécaire.« Anschließend sollte sich der Leser dem sehr gut differenzierten Inhaltsverzeichnis zuwenden, um einen Eindruck über die Vielzahl von Informationen zu gewinnen. Eine dreiteilige »Introduction générale« (S. 17-60) präsentiert (I) Ali und seine Familie, (II) seine Manskripte und (III) die Quellenlage für die »expédition du Retour des Cendres«. Der anschließende »Prologue 1821« (S. 61-70) enthält den Rückreisebericht Alis und einiger Kameraden nach dem Tod Napoleons: »Récit inédit du Retour de Sainte-Hélène en 1821«. Die den Hauptteil eröffnende »Première partie« umfaßt »La décision politique« und mehrere Briefe Alis (1830: 1; 1840: 5). In den vier Kapiteln der »Deuxième partie« werden aus dem »Journal« und aus »Lettres« die Etappen der Hinfahrt (Paris, Toulon, Bahia, Sainte-Hélène) erörtert. In Toulon bestieg die expédition eine Neukonstruktion der »Belle- Poule«, die auch die Rückfahrt (bis Rouen) vornahm. An der Stelle des kaiserlichen Sarges Francia 33/2 (2006) Ali: Journal inédit du Retour des Cendres 1840 375 wurde später eine Kupfermedaille angebracht. Die »Troisième partie« berichtet - nur aus dem »Journal« - in drei Kapiteln von dem Aufenthalt in Saint-Hélène, wo der Besuch des Grabes, die Exhumierung und die Absegelung vom 8.-17.10.1840 stattfanden. Über die Rückfahrt orientieren die vier Kapitel der »Quatrième partie«. Die Etappenorte waren dies¬ mal Sainte-Hélène, Cherbourg, Rouen, Paris. Faßt man die drei Partien, die sich mit dem »Retour des Cendres« befassen, zusammen, so kommen die Seiten 85-217 in Betracht. Wer über den Gemütszustand Alis etwas mehr erfahren will, kann noch den »Épilogue« lesen (S. 221-225), der knapp berichtet, warum sich Ali eher »déçu et amer« fühlte (S. 223). Nach der Lektüre des Inhaltsverzeichnisses kann der Leser von einer zielgerichteten Lek¬ türe ohne Zweifel besser profitieren. Liest man beispielsweise die Kapitel 1/4/10 und 11 (Von Cherbourg über Rouen nach Paris), kann man feststellen, daß immerhin eine Flottille von 10 kleineren Schiffen nach Paris fuhr, Ali aber von den Begrüßungsabsichten des Ban¬ kiers Laffitte offensichtlich nichts wußte (vgl. Francia 28/3 (2001), S. 209). Generell gilt, daß in den Aufzeichnungen Alis sehr viele Sachverhalte angesprochen werden, vom Wetter (2.11.1840: »Calme plat, pluie«) bis zu persönlichen Dingen (17.10.1840: »J'avais laissé mon manteau chez [...]«). Sehr nützlich sind auch die diversen Anhänge (S. 229-283). Von den nicht weniger als neun »Annexes« werden vor allem die mit der Rückführung zusammenhängenden »Membres de l'expédition«, »Bâtiments de l'expédition« (offensichtlich lückenhaft), »Les cercueils de Napoléon« u. a. viele interessierte Leser finden. Das Buch endet mit einer sehr restriktiven Literaturauswahl, einem Personenregister und Danksagungen des Herausgebers. Viele der benutzten Quellen finden sich übrigens im fonds Jacques Jourquin (J. J.), im fonds André Damien (A. D.) und in der Bibliothèque municipale de Versailles (B. M. V). Auskunft über die Herkunft der Quellen gibt der kurze Hinweis »Provenances« (S. 11). Die 18 Schwarz-Weiß-Fotografien, die nicht im Inhaltsver¬ zeichnis stehen, finden sich zwischen den Seiten 176 und 177. Ilja Mieck, Berlin Francia 33/2 (2006) Abstract

