F. Lock, Edmund Burke. Vol. I: 1730–1784, 1998 (G. Kronenbitter)
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Rezension
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Autor / Rezensent Kronenbitter, Günther
Titel F. Lock, Edmund Burke. Vol. I: 1730–1784, 1998 Untertitel Institut Deutsches Historisches Institut Paris BSB digitale Bibliothek http://francia.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00016342,00441.html Seiten 429–429 BSB Band-ID bsb00016342 BSB Seiten Anfang 00441 BSB Seiten Ende 00441 Lizenz urheberrechtlich geschützt DDC-BSB Geo-SW DDC-BSB Sach-SW DDC-BSB Zeit-SW Zeit-SW Geo-SW (GKD) Sachschlagwort (SWD) Personenschlagwort (PND) Fachgebiet OCR-Text Lock: Edmund Burke 429 partage fut élaboré à partir du projet présenté sous le nom du »comte de Lynar« en février 1769. A travers le partage de la Pologne, l'idée de balance serait ainsi passée, selon Pauteur, d'une vision conservatrice qui préserve Tordre européen à une approche dynamique qui change l'organisation européenne. C'est là qu'est tout le prix de cette étude qui remet en question la vision traditionnelle présentée par les historiens de la notion d'équilibre et qui permet de relire, avec beaucoup d'acuité, toute l'histoire européenne après la guerre de Sept Ans. Lucien Bély, Paris Frederick Lock, Edmund Burke. Vol. I, 1730-1784, Oxford (Clarendon Press Oxford) 1998,XV-564S. Edmund Burke glänzte fast drei Jahrzehnte, von 1765 bis 1792, als rhetorisches Aus¬ nahmetalent im britischen Unterhaus, war seit dem Erscheinen der »Philosophical Enquiry into the Origin of Our Ideas of the Sublime and Beautiful« (1757) ein profilierter Schrift¬ steller und beeinflußte mit seinen »Reflections on the Revolution in France« (1790) die Ent¬ wicklung des europäischen Konservativismus nachhaltig. Diese herausgehobene Position unter den Politikern und Schriftstellern im England des späten 18. Jhs. hat dazu geführt, daß Burkes Leben wie auch seine Schriften immer wieder zum Gegenstand wissenschaftli¬ cher Neugier geworden sind. Der Verf. legt nun den ersten von zwei Bänden einer Burke- Biographie vor, mit dem Anspruch, der neueren Forschung gerecht zu werden und darüber hinaus Lücken im Wissen um den Lebensweg Burkes zu schließen. Die Jugend Burkes wird tatsächlich auf der Basis bereits bekannter wie auch neu erschlossener Quellen und vor dem Hintergrund des zeitgenössischen Bildungswesens klar und plastisch dargestellt. Das Bestreben, in der Erfahrungswelt des Jugendlichen Erklärungen für charakteristische Züge der Ansichten des Erwachsenen zu finden, führt den Verf. manchmal weiter, als die Quellen es erlauben, und der häufige Rekurs auf die schwierige Vater-Sohn-Beziehung wirkt etwas bemüht. Überzeugend entwickelt der Verf. hingegen die Bedeutung des gemischt-konfes¬ sionellen Verwandtschaftsnetzes und der irischen Herkunft für die Entwicklung der politi¬ schen Ansichten des gebürtigen Dubliners. Auch das fortdauernde Leiden des sozialen Aufsteigers und politischen homo novus am »condescending behaviour of purse-proud social superiors« (S. 9) und die sich daraus ergebenden Konflikte werden sehr präzise her¬ ausgearbeitet. Für diesen Aufstieg des jungen Juristen aus eher bescheidenen Verhältnissen in die politi¬ sche Elite Englands waren dessen schriftstellerischen Fähigkeiten Voraussetzung. Der Verf., ein Anglist, stellt die Publikationen Burkes sehr zu Recht in den Kontext der zeitgenös¬ sischen, oft polemischen Diskussionen. Auch das Protektionswesen und die Machtspiele englischer Politik werden in die Biographie einbezogen, so weit Burke davon direkt betrof¬ fen war. Was vor allem bei der Darstellung der Funktionsweise des politischen Systems, teil¬ weise aber auch bei der Untersuchung der zeitgenössischen Publizistik fehlt, ist eine greif¬ bare Einbeziehung neuerer Forschungsliteratur. Die Quellenbasis dagegen ist beein¬ druckend, und das Buch besticht durch eine gelungene Gliederung des umfangreichen Stoffs und durch große Anschaulichkeit. Kleinere Ungereimtheiten wie etwa die Tatsache, das Bur¬ kes Verschwörungsängste betont, aber keine Erklärung dafür genannt wird, fallen demge¬ genüber weniger ins Gewicht. Eine Summe der Burke-Forschung bietet das Buch nicht, aber den ersten Teil einer »klassischen« Biographie auf sehr hohem Niveau. Es ist sehr zu hoffen, daß der zweite Band, der u.a. die Abwendung von Fox und den Kampf gegen die Französi¬ sche Revolution zum Thema hat, bald erscheinen wird. Hier wird dann allerdings die Balance von »life« und »times« in der Biographie Burkes noch wichtiger werden. Günther Kronenbitter, Salzburg/Augsburg Francia 27/2 (2000) Abstract

