J.-Ch. Sournia (Hg.), Guide du Paris révolutionnaire. 12 promenades, 1989 (R. Fleck) Trieste, Nodier e le Province Illiriche. Atti del Convegno, Trieste, 17 novembre 1987, a cura di G. Casa, 1989 (M. Heinzelmann)
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Rezension
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Autor / Rezensent Fleck, R.
Heinzelmann, M.
Titel Untertitel Institut BSB digitale Bibliothek http://francia.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00016309,00349.html Seiten 339-340 BSB Band-ID bsb00016309 BSB Seiten Anfang 00349 BSB Seiten Ende 00350 Lizenz DDC-BSB Geo-SW DDC-BSB Sach-SW DDC-BSB Zeit-SW Zeit-SW Geo-SW (GKD) Sachschlagwort (SWD) Personenschlagwort (PND) Fachgebiet OCR-Text Anzeigen 339 und anderen in der Nationalversammlung durchgesetzt wurde. Grégoire kannte auch die Schrift Dohms und hatte mit dem preußischen Aufklärer briefliche Kontakte. Ob Dohm und Grégoire sich auch während einer Deutschlandreise des lothringischen abbés persönlich begegnet sind, wäre noch zu eruieren. Auf jeden Fall haben wir hier eine wichtige Schrift der französischen Spätaufklärung wieder verfügbar, eine Schrift, die unmittelbar einmündete in die politische Praxis der 1789 errichteten konstitutionellen Monarchie in Frankreich. Jürgen Voss, Paris Jean-Charles Sournia (Hg.), Guide du Paris révolutionnaire. 12 promenades, Paris (Editions de Santé) 1989, 159 S., Karten, Orts- und Namensregister Dieser Führer bietet dem Benutzer die Pariser Vorgänge der Französischen Revolution in einer Konkretheit dar, die entscheidend zum Aufspüren von deren Geist, ihrer Atmosphäre und vor allem ihrer Wurzeln in unmittelbaren Lebensumständen, Raumordnungsfragen und soziokulturellen Lebensaspekten beizutragen vermag, wie sie etwa den Arbeiten der »Anna¬ les «-Schule zugrundeliegen. Von insgesamt elf Autoren verfaßt, enthält er zwölf kommen¬ tierte Spaziergänge durch das heutige Paris, bei denen man, überaus detailreich, am jeweiligen Ort von dessen Geschichte vor und nach der Revolution, von seiner Nutzung in deren verschiedenen Phasen, von zentralen Begebenheiten und vom milieugeschichtlichen Kontext und dem Schicksal der jeweils mit dem Ort verbundenen Akteure erfährt, und zwar in wissenschaftlich durchaus präziser Weise. Dabei handelt es sich trotz eines Einleitungskapitels zur Straße während der Revolution kaum um ein zum Studium der Pariser Stadtgeschichte geeignetes Werk. Doch ist es ein echter Reiseführer des revolutionären Paris, der ganz auf die Benützung bei Erkundungsgängen ausgerichtet ist und diese Funktion auch hervorragend erfüllt. Wenn man ihn vor der heutigen Bausubstanz benützt, enthüllt sich diese in ihren Spuren des Paris der Revolution. Robert Fleck, Paris/Wien Trieste, Nodier e le Province Illiriche. Atti del Convegno, Trieste, 17 novembre 1987, a cura di Gabriellà Casa, Trieste (Edizioni >Italo Svevo<) 1989, 87 S. (Società Italiana dei Francesisti, sezione di Trieste). Das Bändchen behandelt eine Episode des ausgehenden Empire, beginnend mit der Schöpfung der >Provinces Illyriennes< nach dem Frieden von Schönbrunn (14. Okt. 1809), und endend mit der Vertreibung der Franzosen aus diesen Regionen 1813/14. Das direkt mit Frankreich verbundene, neu geschaffene Illyrien bestand aus den gerade von Österreich abgetretenen Provinzen Kroatien, Görz, Triest, Krain und Teilen Kärntens, sowie aus den seit 1805/07 zu Italien gehörenden Gebieten Istriens, Dalmatiens und Ragusas. Der im Buchtitel mit aufge¬ führte Jean Charles Nodier (1780-1844), Bibliothekar, Entomologe und vor allem Romancier, spielte in den Jahren 1812-1813 im Rahmen der erwähnten Episode eine wichtige Rolle bei der kulturellen und politischen Auseinandersetzung Frankreichs mit seinem neuen Staatsgebiet: Seit 1812 war er Bibliothekar von Laibach und vor allem Direktor der offiziellen Zeitungen der jungen Provinz, speziell des Télégraphe officiel, dessen letzte Nummer freilich bereits am 26. Sept. 1813 erschien. Neben den Begrüßungsworten besteht das vorliegende Bändchen aus sechs Beiträgen, von denen die ersten drei die allgemeine politische Situation der illyrischen Provinzen zum Gegenstand haben, unter denen Triest durch seine auf die Adria ausgerichtete Situation eine besondere Rolle spielt: Giulio Cervani, Trieste durante il periodo napoleonico. Le terre adriatiche del Litorale dalla Pace di Presburgo alle Province Illiriche (S. 11-24); Fulvio 340 Anzeigen Salimbene, Dali' »Ancien Régime« all'Europa delle nazioni, owero la restaurazione di un ordine infranto. Prospettive storiografiche e problemi di ricerca (S. 25-38); Gianfranco Battisti, Quando la strategia modella la carta geo-politica: le Province Ullriche (S. 39-46). - Zwei weitere Beiräge gehen auf die politisch-kulturellen Verhältnisse Illyriens in der kurzen Periode der Zugehörigkeit zu Frankreich ein, wobei wie gesagt die Figur Nodiers eine besonders wichtige und auch quellenmäßig gut bezeugte Rolle spielt: Maria Pirjevec, La situazione politica e culturale nella Slovenia napoleonica e Charles Nodier (S. 47-53); Jacques- Remi Dahan, Charles Nodier et PIllyrie. Compléments d'information (S.354-70, mit italieni¬ scher Zusammenfassung S. 71 f.). - Ein letzter Beitrag stellt die zeitgenössischen österreichi¬ schen archivalischen Quellen zusammen, deren Bedeutung zum einen durch das natürliche Interesse Österreichs an seinen abgetretenen Gebieten offensichtlich ist, zum anderen aber auch durch den Umstand, daß ein großer Teil der Archive der französischen Behörden in Uly rien selbst vernichtet worden ist: Leopold Auer, Die österreichische Berichterstattung über die französische Herrschaft in Illyrien (S. 73-85, mit ital. Zusammenfassung S. 86 f.). Martin Heinzelmann, Paris Abstract

