B. Guenée, Un meurtre, une société. L'assassinat du duc d'Orléans 23 novembre 1407, 1992 (H. Müller)
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Autor / Rezensent Müller, H.
Titel Untertitel Institut BSB digitale Bibliothek http://francia.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00016297,00321.html Seiten 311-314 BSB Band-ID bsb00016297 BSB Seiten Anfang 00321 BSB Seiten Ende 00324 Lizenz DDC-BSB Geo-SW DDC-BSB Sach-SW DDC-BSB Zeit-SW Zeit-SW Geo-SW (GKD) Sachschlagwort (SWD) Personenschlagwort (PND) Fachgebiet OCR-Text Guenée: Assassinat du duc d'Orléans (1407) 311 nuancés (Arnpeck, Krantz), tout en condamnant les révoltes et les atteintes à la légitimité, souhaitent que s'instaure une harmonie des relations entre prince et ville, demandent au prince de modérer ses ambitions, à la ville de réduire ses aspirations, pour se consacrer dans un même mouvement à un même but: la recherche et la préservation de la paix. Porte ouverte que cette recension de l'historiographie allemande de la fin du Moyen Age? Dès que l'auteur a éclairé le sens de chaque Chronique et le positionnement social de leurs rédacteurs, on pourrait dire qu'il est vain d'aller plus loin: on sait d'avance ce qu'on va trouver. Banalité? Car l'historiographie française est depuis quelque temps rompue à dépister les avatars du mythe princier sous la plume des chroniqueurs. Le mérite de l'ouvrage est quand même de rappeler qu'en Allemagne aussi les princes sont à la source d'idéologies justificatrices et que la dualité antagoniste prince/ville, quasiment inconnue au royaume des lys, s'affirme comme une permanence. Pierre Pégeot, Nancy Bernard Guenée, Un meurtre, une société. L'assassinat du duc d'Orléans 23 novembre 1407, Paris (Gallimard) 1992, VII-350 S. (Bibliothèque des Histoires). Seltsam und ärgerlich ist es schon: Da werden in Deutschland seit geraumer Zeit wichtige Werke französischer Mediävisten, nicht zuletzt auf Grund von mittlerweile in beachtlicher Zahl vorliegenden Übersetzungen, durchaus rezipiert, da sind Namen wie Duby, Le Goff oder Le Roy Ladurie über den Kreis der Spezialisten hinaus einem größeren Publikum geläufig, doch einem der besten Mittelalterhistoriker Frankreichs scheint der Zugang zum deutschsprachigen Leser und selbst zu vielen Fachgenossen - im Gegensatz zur anglophonen Welt - auf Dauer versperrt. Liegt es daran, daß Bernard Guenée die Sache vor die Werbung um die eigene Person stellt, daß die Verlage seine Bücher offenbar recht selten den einschlägigen deutschen Zeitschriften zur Besprechung zusenden, daß des Autors Haupt¬ interesse Problemen der französischen Geschichte des Spätmittelalters gilt und deutschen Verlegern darum Übersetzungen wenig lukrativ erscheinen? Aber warum existiert sogar von dem die allgemeine Geschichte Europas betreffenden und 1993 in fünfter Auflage veröffent¬ lichten Standardwerk »L'Occident aux XIVe et XVe siècles. Les États« (= Nouvelle Clio 22) nur eine englische, nicht aber deutsche Fassung? Rezensent hegt wenig Hoffnung, daß sich nach fast vier Jahrzehnten Publikationstätigkeit von Guenée an diesem Zustand durch seine Anzeige Entscheidendes ändern wird; allein er gesteht gern, daß er persönlich der Lektüre des neuesten Werks wiederum reiche wissenschaftliche Erkenntnis und großes Lesevergnügen zu verdanken hat. Der Gesamteindruck bestätigt letztlich nur jene Urteile, die in dieser Zeitschrift - sie zeigt dankenswerterweise die Publikationen von Guenée regelmäßig an - bereits von W. Paravicini (über: Politique et histoire au moyen-âge: Bd. 11, 1983, 715ff.) und Erich Meuthen (über: Histoire et culture historique dans l'Occident médiéval: ebd. 717f. /Entre l'Église et l'État: Bd. 15, 1987, 965ff.) abgegeben wurden: Dort ist die Rede von intellektueller und stilistischer Brillanz, von originellen Ansätzen und Fragestellungen, die schon gedruckte und vielfach interpretierte Quellen in neuem Licht erscheinen lassen, von einer weit über das jeweilige Thema hinausgehenden Material- und Erkenntnisfülle und schließlich von einem angesichts vorwaltender Tendenzen in der neueren französischen Historiographie und sogar im eigenen Schülerkreis bemerkenswerten Engagement, das historische Individuum ebenso wie die politische Geschichte, die Ereignisgeschichte wieder in ihre vollen Rechte zu setzen (vgl. Entre l'Église et l'État 13 ff. und hier 16). Der Mensch wird bei Guenée selbst im Computerzeitalter nie in Graphiken und Tabellen auf Stellen hinter dem Komma reduziert. Wenn er Zahlenmate¬ rial präsentiert - und er tut das häufig und gern -, so verliert auch im Rahmen der Gruppe die Einzelperson nicht ihr Profil. (Hervorgehoben sei in diesem Zusammenhang besonders die 312 Rezensionen Studie: L'âge des personnes authentiques: Ceux qui comptent dans la société médiévale sont ils jeunes ou vieux?, in: Prosopographie et genèse de l'Etat moderne, éd. F. Autrand, Paris 1986, 249-279; vgl. Francia 15, 1987, 895.) Daß dies keine Absage an die Strukturgeschichte bedeutet, ist bei einem Autor seiner Tradition und seines Niveaus selbstverständlich, und das hier anzuzeigende Buch wird denn auch der Aufgabe, Individual-, Ereignis- und Strukturge¬ schichte zu einem stimmigen Ganzen zu verweben, sich unprogrammatisch um eine »histoire totale« zu bemühen, in vorbildlicher Weise gerecht - obendrein noch mit literarischem Anspruch: Unter diesem Aspekt mag es vielleicht sogar sein Gutes haben, wenn die Werke von Guenée bislang unübersetzt blieben. Denn nur am Original zeigt sich so recht die schlichte, doch heutzutage allzu oft in Vergessenheit geratene Tatsache, daß beste Geschichts¬ schreibung stets auch Kunst ist, daß mit soliden handwerklichen Methoden gewonnene historische Erkenntnis am Ende sich zu geistvollem Aperçu verdichten und gerade hierdurch auf den Leser prägend wirken kann. So sei nicht nur auf den Historiker und Literaten, sondern auch auf den Pädagogen Bernard Guenée hingewiesen, der das Thema dieses Buchs überdies in Vorlesungen an der Sorbonne vorgetragen und gestaltet hat. Wie kunstvoll und spannend, zugleich wie sachgerecht und unprätentiös wird schon einleitend die Ermordnung des Herzogs von Orléans im Auftrag von dessen Verwandten Burgund geschildert! Doch Geschichte löst sich bei Guenée nie in Geschichten auf: »Ce meurtre est le puissant révélateur de toute une société« (15). Womit wir bei den zwei Grundanliegen des Buchs wären: Zum einen geht es darum, dem Ereignis vom 23. November 1407 sein Gewicht zu geben, es als eines der folgenreichsten der französischen Geschichte hervorzuheben. (Da es die Verantwortlichen einer bekannten, auf Kerndaten bezogenen Reihe zur französischen Geschichte nicht berücksichtigten, sieht Guenée sich am Ende seiner Arbeit zu einer in ihrer Art für ihn typischen Bemerkung veranlaßt: »On s'étonne un peu que le 23 nov. 1407 n'ait pas été retenu parmi les >trente journées qui ont fait la France<. Il devrait, à coup sûr, figurer parmi les dix journées qui ont failli la défaire« [289].) Zum anderen sollen im Licht dieses exemplarischen Ereignisses die politischen Strukturen und Mentalitäten im Frankreich des Spätmittelalters besser hervortreten. Dabei stellt Guenée nun das Allgemeine (»Une société«) vor das Besondere (»Un meurtre«), er ordnet die Tat also in ein zuvor entworfenes größeres Gefüge ein - auch der umgekehrte Weg, aus dem einzelnen, jedoch beispielhaften Ereignis eine »Welt« zu entwickeln, hätte m. E. einiges für sich gehabt. Allein, wie meisterhaft wird diese »Welt« entworfen! Guenée steht in der Tradition eines Raymond Cazelles (»Société politique«) und eines Peter Lewis (»Later Médiéval France«; der französischen Ausgabe dieses Buchs mit dem Untertitel »La société politique« hat Guenée eine Einführung vorangestellt) und er läßt doch alle Vorläufer und Vorbilder hinter sich, wenn er unter den lapidaren Überschriften »Images - Hiérarchies - Ordre - Désordre - Remèdes« die französische Gesellschaft an der Wende des 14./15.Jhs. analysiert, wie sie sich in den Quellen der Epoche darbietet und wie sie sich, der damaligen Traktatliteratur nach zu urteilen, darbieten wollte und sollte. Im Widerspruch von Realitäten und Postulaten befindet sich diese vom Adel und dessen Idealen beherrschte Gesellschaft, an der Spitze mit den königlichen Verwandten Burgund, Berry, Anjou und Orléans zu einer Zeit, da Karl VI. in geistiger Umnachtung versank. (Es erstaunt übrigens, daß Guenée bei seinen tiefgreifenden Reflexio¬ nen über Person und Funktion des Königs nicht auf das seit 1989 auch in französischer Übersetzung vorliegende Werk »The King's Two Bodies« von Kantorowicz rekurriert.) Indes, was ist Adel? Die Antwort lautet verblüffend einfach: »L'essentiel, dans la définition de la noblesse, est donc bien la naissance. Mais la vertu compte aussi. Le noble sait qu'il doit sa noblesse aux bonnes murs et aux vertus de ses ancêtres. Et la richesse importe. La richesse n'est pas la noblesse, mais elle y contribue« (38). Und Reichtum verhilft auch zu entsprechen¬ dem Auftreten. Gerade der Adel muß die »grammaire du paraître« (50) beachten. Denn: »On ne peut pas être sans paraître. Et paraître c'est déjà être« (54). Dies auch als Demonstration besagter stilistischer Eleganz und Gabe zu geistreichem Aperçu. Nun ist das alles andere als Guenée: Assassinat du duc d'Orléans (1407) 313 selbstverliebtes Wortspiel oder artistische Stilübung. Was da scheinbar leicht einherkommt, es ist das Schwere, leicht geworden dank souveräner Beherrschung des Stoffs, die nach präziser Quellenarbeit und langer Reflexion am Ende den Kern der Dinge freilegt. In Anbetracht solcher Arbeitsweise kann eigentlich jeder des Französischen kundige Geschichtsinteressierte aus diesem Band wie überhaupt aus dem uvre von Guenée nur Gewinn ziehen: Den Anfänger mag scheinbare Einfachheit und Schlüssigkeit anziehen (für ein breites Publikum hat Guenée übrigens sein Thema, gleich vielen französischen Historikern von Rang, auch in einem populären Geschichtsjournal behandelt: Historama 102, 1991). Dem Nachwuchshistoriker werden methodisch vorbildliches Arbeiten und dessen Umsetzung in adäquate literarische Form Beispiel sein, und der Spezialist gewinnt in der Sache neue und oft überraschende Aufschlüsse. (Geradezu exemplarisch hierfür ist auch die kurze, 1967 publizierte Studie »Etat et nation en France au Moyen Age«, die inzwischen für frankophone Mediävisten nachgerade zu einem Zitatensteinbruch geworden ist.) Das gilt besonders für den ersten Abschnitt des zweiten Teils, dessen drei »Portraits«: »Paris - La Cour - Les acteurs« vom Strukturgeschicht¬ lichen zum Ereignisgeschichtlichen überleiten (121-151). Ich wüßte nichts, was diesen jeweils kaum mehr als zehn Seiten umfassenden Skizzen der Hauptstadt, des Königshofs und seiner Fraktionen um 1400 an Vergleichbarem zur Seite gestellt werden könnte: Sie sind Einführung, Handbuchartikel, Spezialstudie und literarische Miniatur zugleich. Der von Guenée sodann ausführlich dargestellte Gang des Geschehens ist hier nicht nochmals in Kurzform wiederzugeben, doch fällt auf, daß er sich dabei wiederholt auf die - m. E. mediokre - Arbeit von R. C. Famiglietti »Royal Intrigue« (1986) bezieht, während die im selben Jahr erschienene Biographie seiner Schülerin F. Autrand keine Erwähnung findet (vgl. Histor. Jb. 110, 1990, 182 ff.). Zum Thema Literatur bliebe im übrigen anzumerken, daß für die eine oder andere Frage im Vorfeld der Thematik vielleicht auch die Studien von J. Schoos (1956) und M. Nordberg (1964) von Nutzen gewesen wären, allein sie berühren nicht die zentralen Anliegen von Guenée, der seinerseits in den letzten Jahren eine Reihe vorbereitender Studien in Aufsatzform vorgelegt hat (vgl. 334 f.) und sich auch auf einige unveröffentlicht gebliebene bzw. zur Zeit der Abfassung seines Buchs noch nicht gedruckte Arbeiten stützen konnte (u. a. Dequeker 1981, Gauvard 1989). Das vorrangige Interesse des Autors in diesem Abschnitt gilt den Motiven und Zielen der Akteure und ihrer Helfer, den weitreichenden Konsequenzen ihrer Taten. Zusehends konzen¬ triert er sich dabei auf die von Jean Petit und Jean Gerson angeführte Auseinandersetzung der Intellektuellen um die Rechtmäßigkeit der Bluttat. Weil Johann Ohnefurcht sich nicht zu einer Geste des Bedauerns und der Bitte um Verzeihung vor dem König verstand, er im Gegenteil den Mord als Rettung des »bien publique du royaume« anerkannt und belohnt wissen wollte, spitzten sich die Dinge unvermeidlich zu. Treffend heißt es: »En vérité, si les sujets de Charles VI ont si longtemps souffert, ce n'est pas tant pour la mort du duc d'Orléans; c'est bien plutôt pour l'honneur du duc de Bourgogne« (188). Der gegen Burgund gerichtete, radikale Kampf des Jean Gerson - es stand zu erwarten, daß Verf. sich ihm nach seiner Biographie des Pierre d'Ailly (Entre l'Église et l'État 125-291) weiter zuwenden würde - aber war sowohl in Paris wie auf dem Konstanzer Konzil zum Scheitern verurteilt, wenn er den Mord nicht Justizsache sein lassen, sondern durch den »Concile de la foi« auf die Ebene der Theologie heben, ihn zur causa fidei machen wollte. Während seine Gegner nur die »paix civile« wiederherzustellen beabsichtigten, gab die Ermordung des Ludwig von Orléans dem Kanzler Anlaß, grundsätz¬ lich über eine Ordnung nachzudenken, in der solche Tat möglich war. Sühne war geboten, aber darüber hinaus auch ein prinzipiell neues Verständnis von Staat und Gesellschaft, die auf Recht und Wahrheit gegründet sein sollten, um so eine »paix parfaite« zu verwirklichen. Die Wege beider Parteien zum Frieden, wie sie ihn verstanden, führten zu Gewalt und Blutvergie¬ ßen. Lassen beide Positionen nicht auch mutatis mutandis an grausame Erfahrungen in großer Zahl von der Antike bis in unsere Tage denken?: »L'Etat de droit et de vérité, dominé par les théologiens, dont rêvait Gerson, allait bientôt, ici ou là, écraser les hommes. Mais ces mêmes 314 Rezensionen hommes avaient, à plus longue échéance, autant à craindre du modèle proposé par les antigersoniens: celui d'un Etat fort que chacun pouvait et devait défendre, s'il le fallait, par la violence, sans se laisser contraindre par les règles du droit« (262 f.). Und als dann mit dem Mord von Montereau 1419 die Tat von 1407 gerächt wurde, als sich zeigte, daß die Männer um den Dauphin die Lektion eines Jean Petit von der Rechtfertigung des Tyrannenmords sehr gut gelernt hatten (»Le duc de Bourgogne mourait de son meurtre. Il mourait aussi de sa justification« [281]), da schreckte ein Jean Gerson vor solcher Entwicklung zurück und blieb bis an sein Lebensende im selbstgewählten, hoffernen Halbexil von Lyon - in das Bild des Zauberlehrlings mischen sich Züge des ewigen Intellektuellendilemmas. Für Guenée gibt es keinen Zweifel, daß die Ermordung des Johann Ohnefurcht mit Wissen und Unterstützung des Dauphin von langer Hand vorbereitet wurde, wobei besonders Jean Louvet eine wichtige Rolle spielte: »Les choses étaient donc bien claires« (279). Gewiß, Indizien für einen sorgfältig kalkulierten politischen Racheakt sind nicht zu übersehen, allein der letzte, schlagende Beweis für eine aktive Beteiligung des Dauphin scheint mir doch nicht erbracht; an einigen Stellen seiner diesbezüglichen Ausführungen kann Guenée sich denn auch nicht direkt auf Quellen, sondern nur auf Aussagen der Literatur stützen (Kap.XI, z.B. Anm. 81, 89). Folgt man aber seiner Argumentation, so fällt auch auf eine der geheimnisvoll¬ sten und meistdiskutierten Szenen der französischen Geschichte neues Licht: auf jene berühmte Unterredung zwischen Karl VII. und Jeanne d'Arc 1429 zu Chinon. Mit dem von ihrem Beichtvater überlieferten Ausspruch: »Tu es le vrai héritier de France« müßte Johanna dann nämlich den vom Vater seiner Würde entsetzten und ob der Tat von 1419 von Gewissensbissen gequälten Dauphin nicht seiner königlichen Abstammung, sondern seiner Legitimität trotz Montereau versichert haben: »Et la mission de Jeanne fut de le convaincre que Dieu lui avait pardonné Montereau, d'abord par ses paroles, à Chinon, en février 1429, ensuite par sa victoire, à Orléans, en mai 1429« (288). Warum aber hat Karl VIL, für den Montereau sicherlich ein prägendes Schlüsselerlebnis war und der zu den Mordverdächtigen über Jahre in bemerkenswerter Treue stand, nichts zur Rettung der ihn rettenden Pucelle aus den Händen der Engländer unternommen? Nur aus Undankbarkeit, aus Gründen der »Staatsräson«? Das Buch wirft auch Fragen auf, regt zum Weiterdenken an; sicher nicht der geringste Verdienst unter vielen anderen. Anzuzeigen war ein Meisterwerk in der Sache, in der Methode und in der Präsentation. Jene »culture historique«, die Guenée in seinem Buch über die mittelalterliche Geschichtsschrei¬ bung - 1991 wurde es übrigens in erweiterter Form wiederaufgelegt - seinen Kollegen aus früheren Jahrhunderten zuerkennt, sie charakterisiert treffend das eigene Schaffen. Dieses Buch vermittelt mehr als Kenntnisse und Erkenntnisse, es ragt aus der Publikationsflut unserer Tage als Zeugnis einer selten gewordenen Verbindung von literarischer Kultur und historischer Bildung heraus. Heribert Müller, Frankfurt am Main Abstract

