Rainer Riemenschneider, Der Krieg von 1870/71 und seine Folgen (Teil I) Bericht über das 20. deutsch-französische Historikerkolloquium des DHIP vom 10. bis 12. Oktober 1984 in Paris
—
filed under:
Artikel
BSB Digitale Bibliothek:
http://francia.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00016287,00964.html
- Metadata
-
Autor / Rezensent Riemenschneider, Rainer
Titel Untertitel Institut BSB digitale Bibliothek http://francia.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00016287,00964.html Seiten 948-953 BSB Band-ID bsb00016287 BSB Seiten Anfang 00964 BSB Seiten Ende 00969 Lizenz DDC-BSB Geo-SW DDC-BSB Sach-SW DDC-BSB Zeit-SW Zeit-SW Geo-SW (GKD) Sachschlagwort (SWD) Personenschlagwort (PND) Fachgebiet OCR-Text 948 Aus der Arbeit des DHI Paris Rainer Riemenschneider DER KRIEG VON 1870/71 UND SEINE FOLGEN (TEILI) Bericht über das 20. deutsch-französische Historikerkolloquium des DHIP vom 10. bis 12. Oktober 1984 in Paris Das Deutsche Historische Institut Paris veranstaltete vom 10. bis 12. Oktober 1984 sein 20. deutsch-französisches Historikerkolloquium zum Thema »Der Krieg von 1870/71 und seine Folgen«. Es war der erste Teil eines auf zwei Tagungen angelegten Kolloquiums, das in enger Zusammenarbeit mit dem Centre de Recherches Adolphe Thiers vorbereitet und durchgeführt wird. Federführung und Organisation dieses ersten Teilkolloquiums, das sich mit der Vorgeschichte und der unmittelbaren Wirkung des Krieges auf das Bewußtsein der Zeitgenossen beschäftigte, lagen beim DHIP; das zweite Teilkolloquium, das sich mit den längerfristigen Folgen des Krieges für das deutsch-französische Verhältnis, aber auch für die europäische Entwicklung befaßt, wird im Oktober 1985 vom Centre Thiers in Zusammenarbeit mit dem DHIP ausgerichtet werden. Nach der Eröffnungsansprache des Direktors des Deutschen Historischen Instituts, Karl Ferdinand Werner, der den Epochencharakter des Krieges 1870/71 für die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen unterstrich, wurde die Thematik in vier Arbeitssitzungen mit insgesamt acht Hauptreferaten und einer Reihe von Kurzreferaten erörtert, denen jeweils ausführliche Diskussionen folgten. Michael Stürmer ging in seinem Einführungsreferat der Frage nach, ob die Gründung eines deutschen Nationalstaates ohne kriegerische Auseinander¬ setzungen möglich gewesen wäre. Seine Betrachtung über die deutsche Frage und das europäische Mächtesystem in den Jahren 1848 bis 1871 kam zu der Schlußfolgerung, daß die wiederholte Ausschaltung Frankreichs aus dem Prozeß der sich anbahnenden Einigung Deutschlands unter preußischer Führung zu einer schweren Belastung des deutsch-französi¬ schen Verhältnisses geführt hat; seit 1866 wartete man in Europa mit Spannung und mit gemischten Gefühlen auf den nächsten Krieg, der in der vorherrschenden Meinung als unvermeidbar angesehen wurde. Die fatalistische Haltung breiter Kreise beiderseits des Rheins hat mindestens ebenso zum Ausbruch des Krieges beigetragen wie die politische Struktur Europas und die Handlungsweise der Regierenden, die den realen Spielraum einer friedlichen Beilegung des Konfliktes nicht genutzt haben. Das Problem der Verantwortung am Ausbruch des Krieges wurde von Jacques Droz auf der Grundlage des unlängst neu herausgegebenen Buches von Jean Jaurès über den deutsch¬ französischen Krieg von 1870/71 (zuerst 1908 erschienen) einer eingehenden Erörterung unterzogen. Jaurès steht auf dem Standpunkt, daß die Deutschen - wie jede andere Nationalität - ein Recht darauf hatten, ihre staatliche Einheit zu vollenden. Indem Frankreich, das stets das Prinzip der Nationalitäten in Europa bejaht und gefördert habe, den Deutschen im kritischen Moment ihre Einheit verweigern wollte, habe es sich schuldig gemacht. Diese Schuld trifft nach Jaurès das ganze französische Volk, speziell aber die Regierenden, in deren Haltung gegenüber Deutschland er einen Widerspruch zwischen Grundsatz und praktischer Politik nachweist. Allerdings schreibt Jaurès auch Bismarck eine gewisse Verantwortung zu, wenn er die Hohenzollernkandidatur als bewußtes Manöver wertet, das Frankreich zur Kriegserklärung zwingen sollte. Die innenpolitischen Bedingungsfaktoren für die mangelhafte Vorbereitung Frankreichs auf Aus der Arbeit des DHI Paris 949 den Krieg und folglich seine militärische Unterlegenheit waren Gegenstand des Referats von William Serman. Dabei wurde das Hauptaugenmerk auf das politische Verhalten der Haupt¬ verantwortlichen in Gestalt der konservativen Mehrheit im Corps Législatif, des Kriegsmini¬ sters und Napoleons III. gelegt. Nachdem das Corps Législatif m den 60er Jahren durchgängig eine Politik der Reduzierung des Militärhaushalts betrieben und dadurch die Modernisierung der Streitkräfte erheblich behindert hatte, änderte es am 15. Juli 1870 durch Bewilligung außerordentlicher Kredite brüsk seine Einstellung - ein Meinungsumschwung, der zu jenem Zeitpunkt keinen praktischen Niederschlag mehr finden konnte, dessen psychologische Wirkung jedoch erheblich war. Die Rolle Marschall Lebufs, dem im allgemeinen Urteil fachliche Inkompetenz als Kriegsminister bescheinigt und daher ein beträchtlicher Anteil der Verantwortung an der Niederlage Frankreichs zugeschrieben wird, erscheint in einem verän¬ derten Licht, indem auf die institutionellen Begrenzungen seiner Kompetenzen hingewiesen wurde. Die beherrschende Position hatte der Kaiser inne, weil er nicht nur als einziger über alle Informationen verfügte, sondern letztendlich die politischen wie auch die militärischen Entscheidungen traf und die Aktionen der Diplomatie leitete. Er trug nach Ansicht des Referenten die Hauptverantwortung für die Auslösung eines Krieges, der auf französischer Seite in jeder Hinsicht den Charakter der Improvisation hatte und daher ein zum Scheitern verurteiltes Abenteuer war. Mit seiner Untersuchung über die Reaktion der deutschen Öffentlichkeit auf den Kriegsbe¬ ginn am Beispiel der Bayerischen Rheinpfalz lieferte Erich Schneider einen glänzenden Beweis für die Fruchtbarkeit regionaler Detailstudien zum Wandel der politischen Mentalitäten unter dem Einfluß dominanter Ereignisse. Wegen der exponierten Lage der Rheinpfalz als Grenzland und infolge der spezifischen historischen Erfahrungen der Pfälzer herrschte hier zunächst Beklommenheit und Nervosität angesichts der Zuspitzung des Konflikts und der Kriegserklä¬ rung vor. Man befürchtete, daß die Pfalz erneut zum Kriegsschauplatz und französisches Besatzungsgebiet werden könnte. Antifranzösische Meinungsäußerungen wurden daher ver¬ mieden, und die preußische Politik wurde anfangs mit Skepsis und Mißtrauen verfolgt. Die raschen Erfolge der deutschen Armeen auf französischem Boden führten jedoch einen deutlichen Stimmungsumschwung herbei. Kriegsbegeisterung und nationales Pathos ergriffen, wenn auch mit unterschiedlicher Stärke, alle politischen Gruppierungen. Es zeichnete sich frühzeitig die Tendenz zur Interpretation des Krieges als nationale, keineswegs mehr dynasti¬ sche Angelegenheit ab; auch wurde er als Vehikel zu der im übrigen allgemein bejahten nationalen Einigung Deutschlands betrachtet. Anders als in der Bayerischen Rheinpfalz herrschte in der tonangebenden Publizistik mit überregionaler Verbreitung in Deutschland sofort nach der Kriegserklärung eine nationale Hochstimmung vor. Hans Fenske stellte in seinem Referat über »Die Deutschen und der Krieg von 1870/71« fest, daß der Krieg eindeutig von der großen Mehrheit der Deutschen bejaht und sein für Deutschland siegreicher Ausgang erwartet wurde. Da man den Krieg als von Frankreich aufgezwungen erachtete, wurde er von vornherein als Verteidigungskrieg gewertet und nicht selten als »heiliger Krieg« religiös überhöht. Als Verursacher galt zunächst Napoleon III., dann wurde aber auch zunehmend der französische Volkscharakter als bestimmender Motor genannt. Auffällig ist die häufige Benutzung des Erbfeindbegriffes, der sowohl im Rückgriff auf die historische Erinnerung als auch mit moralisch abwertendem Inhalt gefüllt wurde. Als im übrigen überaus populäres Ziel des Krieges wurden die Vollendung der kleindeutschen Einheit mit einem Kaisertum an der Spitze und die Annexion von Elsaß und Lothringen propagiert. Die Annexionsforderung wurde hauptsächlich mit geostrategisch-sicherheitspolitischen und erst in zweiter Linie mit historisch-nationalen Argumenten begründet; der Referent kam zu dem Ergebnis, daß die Presse sich in dieser Frage nicht nach Instruktionen Bismarcks gerichtet habe. Sieg und Niederlage in der Sicht französischer Offiziere war das Thema des Referats von Philippe Levillain, der sich auf die reiche Memoirenliteratur stützte und hierbei besonders auf 950 Aus der Arbeit des DHI Paris wenig bekannte oder unveröffentlichte Quellen zurückgriff. Anhand der unter dem unmittel¬ baren Eindruck des Kriegsverlaufs selbst entstandenen Schriften konnte nachgewiesen werden, daß die gängigen Interpretationen der Niederlage in den bekannten Memoiren hoher französi¬ scher Offiziere vielfach retrospektive Deutungen sind, welche die aus dem Erleben der Ereignisse erwachsenen Erfahrungen verdeckten. Diese lassen unter anderem das verbreitete Urteil über den »Verräter Bazaine« in anderem Licht erscheinen, wenn sie den allgemeinen Zustand der Desorganisation, der Isolierung und des mangelnden Informationsflusses unter den einzelnen Armeekorps im Gegensatz zu der taktischen, organisatorischen und strategi¬ schen Überlegenheit des Gegners als täglich erfahrene Realität schildern. Klaus Malettke stellte in seiner Bestandsaufnahme der deutschen Forschungsergebnisse zum Thema der deutschen Besatzung in Frankreich und der französischen Kriegsentschädigung fest, daß sich die deutsche Forschung- im Unterschied zur französischen- dieses Themenkom¬ plexes mit verhältnismäßiger Verzögerung, im wesentlichen erst nach dem Ersten Weltkrieg speziell unter dem Eindruck der Besetzung des Ruhrgebietes 1923/25, angenommen und ihn weder damals noch in der Folgezeit als zentrales Anliegen bewertet hat, wobei die Problematik der Kriegsentschädigung bezeichnenderweise mehr Beachtung fand als die mit der deutschen Besatzung in Frankreich aufgeworfenen Fragen. Während die frühere historische Forschung aufgrund des gespannten deutsch-französischen Verhältnisses unter dem Vorzeichen nationaler Apologetik die Tendenz hatte, die deutsche Kompromißbereitschaft bei der von der französi¬ schen Regierung angebotenen beschleunigten Abwicklung der Kriegskontributionen und damit der Verkürzung des Besatzungsregimes allzu einseitig als großzügige und verständnisvolle Behandlung des Besiegten durch den Sieger darzustellen, haben neuere Arbeiten hinter diesen moralisierenden Interpretationen die Motive der Wahrung wohlverstandener deutscher Inter¬ essen durch Bismarck freigelegt. Als ein Desiderat bezeichnete der Referent das sowohl auf deutscher wie auf französischer Seite unzureichend erforschte Problem der materiellen Belastungen, die aus der Besatzung für die von ihr betroffene Bevölkerung resultierten, sowie den Bereich der Beziehungen und Kontakte zwischen deutschem Militär und Franzosen. Der für die politische Entwicklung des französischen Konservatismus wichtige Zeitraum vom Juli 1870 bis Juli 1871 war Gegenstand des Referats von Jean-Marie Mayeur. Die aus den Wahlen zur Nationalversammlung im Februar 1871 als stärkste Kraft hervorgegangenen Konservativen verdankten ihren Erfolg in erster Linie dem konsequenten Eintreten für den Abschluß eines Friedensvertrages bei gleichzeitiger Betonung der patriotischen Verpflichtung zum Wiederaufbau einer starken Armee. In diesem Punkte gab es durchaus einen allgemeinen nationalen Konsens. Nicht konsensfähig war jedoch das von den Konservativen als Antwort auf die Niederlage und das Drama der Commune propagierte Programm des »Ordre moral«. Ihm gegenüber konnte der Gedanke einer gemäßigten Republik als Garant des Friedens, der Ordnung und des Wiederaufbaus allmählich, aber deutlich an Boden gewinnen; als sicheres Indiz hierfür wurden die für die Republikaner positiv ausgefallenen Nachwahlen vom Juli 1871 gewertet. Diese Entwicklung sowie die zur gleichen Zeit erfolgte Absage des Grafen von Chambord an die »Prinzipien von 1789« verminderte beträchtlich die Aussicht auf eine Restauration der Monarchie, so daß einer konservativen Alternative schon im frühen Stadium der faktischen Existenz der Republik wesentliche Voraussetzungen entzogen wurden. Die den Leitthemen der einzelnen Sitzungen zugeordneten Referate wurden durch eine Reihe von Kurzreferaten ergänzt. Javier Rubio lieferte einige neue Erkenntnisse über die spanische Thronvakanz, die unter dem Aspekt der Aktionen der europäischen Mächte, speziell Frank¬ reichs und Englands, bezüglich der verschiedenen Kandidaturen sowie hinsichtlich der Haltung der spanischen Regierung zu den europäischen Auswirkungen der Hohenzollern-Kandidatur betrachtet wurde. Im Anschluß an das Referat von Michael Stürmer fragte Elisabeth Fehren¬ bach, ob die europäische Situation vor 1870 nicht treffender als »französische Frage« zu charakterisieren sei; inwieweit bei der allgemeinen Ideologisierung der Außenpolitik alte Aus der Arbeit des DHI Paris 951 Feindbilder eine Rolle spielten; ob der Wandel vom Kabinetts- zum Volkskrieg voraussehbar war und ob den führenden Politikern der Wille zur Vermeidung des Krieges überhaupt unterstellt werden kann. Madeleine Rébérioux gab einige ergänzende Informationen über die Bedeutung, die das den Deutschen zuerkannte Recht auf Einheit im Denken Jaurès hatte, und spezifizierte dessen Analyse über die Komponenten der französischen Verantwortlichkeit am Ausbruch des Krieges. Louis Girard machte in seiner Betrachtung über die innenpolitische Situation in Frankreich im Juli 1870 das Gewicht der kollektiven Erinnerung bei den EntScheidungsprozessen geltend. Allan Mitchell skizzierte den Epochencharakter des Krie¬ ges von 1870/71 als Scheidelinie zwischen französischer und deutscher Dominanz in Kontinen¬ taleuropa. Ursula Koch referierte über die Kommentierung des Waffenstillstandes und der Friedensbedingungen in der Berliner Presse des Frühjahrs 1871. Noëlle Sauvée-Dauphin lieferte mit ihren Ausführungen über das Verhältnis zwischen Versailler Bevölkerung und deutschen Besatzungstruppen einen wichtigen Beitrag zur Schließung einer der von Klaus Malettke festgestellten Forschungslücke. Maurice Agulhon erinnerte an eine wenig beachtete Episode des Krieges : die militärischen Operationen Garibaldis in Burgund und die Reaktionen, die sie in der französischen Öffentlichkeit hervorriefen. Gerd Krumeich analysierte die einzelnen Etappen der Vereinnahmung des Jeanne-d'Arc-Mythos durch den französischen Nationalismus. Françoise Mayeur stellte eine unveröffentlichte Studie von Fustel de Coulan- ges über den Krieg von 1870/71 vor. Jacques Gadille bezeichnete näher den Stellenwert der Katholiken im Rahmen des konservativen Meinungsspektrums. Schließlich widmete François Roth den Reaktionen der lothringischen Bevölkerung auf den Kriegsverlauf eine eingehende Betrachtung. Louis Girard würdigte in einem Schlußwort die geleistete Arbeit und das konstruktive Klima, das die Diskussionen auszeichnete. Die mit mehr als 40 Beiträgen überaus rege und intensive Diskussion wurde nicht ohne Engagement, aber stets in einer Atmosphäre der Offenheit, Sachlichkeit und Fairneß geführt. Der wissenschaftliche Ertrag der Tagung besteht überwiegend in einem vertieften Verständnis der Ursachen- und Motivationszusammenhänge, die zur Konfliktsituation im Jahre 1870 führten, in einer Erweiterung der Kenntnis über den Einfluß der Kriegsereignisse auf die Reaktionsweisen bestimmter Teile der deutschen und französischen Gesellschaft sowie in der Präzisierung der Auswirkung des Krieges auf den Nationalismus. Es ist nicht der geringste Gewinn dieser internationalen Tagung, daß in der Gegenüberstellung der unterschiedlichen Erfahrung des Krieges bei Deutschen und Franzosen die spezifischen Bewußtseinsstrukturen sichtbar gemacht wurden, die den deutsch-französischen Antagonismus fortan bestimmen sollten. Die Akten des Kolloquiums werden nach Abschluß der zweiten Tagung geschlossen vom DHIP veröffentlicht. 952 Aus der Arbeit des DHI Paris Programm Mittwoch, 10 10 1984 18 00 Begrüßung der Teilnehmer durch Monsieur François Fossier, Conservateur de la Bibliothèque Thiers Eröffnungsansprache von Karl Ferdinand Werner, Directeur de l'Institut Historique Allemand de Paris Cocktail Donnerstag, 11 10 1984 9 00-12 30 Erste Sitzung / La France et les allemands devant le problème de la guerre et de l'équilibre européen Michael Sturmer Die Deutsche Frage und das europaische Machtesystem 1848-1871 War der Krieg vermeidbar "> Jacques Droz Les responsabilités de la France d'après le livre de Jaurès »La guerre franco-allemande de 1870/71« Mit Beitragen von E Fehrenbach, M Reberioux, J Rubio Diskussion 14 30-18 00 Zweite Sitzung // La préparation du conflit et Ventrée en guerre William Serman Les préparatifs militaires français a la veille du conflit Erich Schneider Die Reaktion der deutschen Öffentlichkeit auf den Kriegsbeginn (Juli/August 1870) Das Beispiel der Bayerischen Rheinpfalz Mit Beitragen von M Agulhon, L Girard, M Mitchell Diskussion Freitag, 12 10 1984 9 00-12 30 Dritte Sitzung 77/ Les français et les allemands devant la victoire et la défaite Hans Fenske Die Deutschen und der Krieg von 1870/71 Zeitgenossische Urteile Philippe Levillain Victoire et défaite chez les officiers français Mit Beitragen von U Koch, N Sauvée-Dauphin, G Krumeich, G Pedroncini Diskussion 14 30-1800 Vierte Sitzung IV La France - occupation et libération Les français et les allemands Klaus Malettke Deutsche Besatzung m Frankreich und franzosische Kriegsentschädigung in der Sicht der deutschen Forschung Jean-Marie Mayeur Les conservateurs de 1870 a juillet 1871 Mit Beitragen von F Mayeur, J Gadille, F Roth Schlußdiskussion Aus der Arbeit des DHI Paris 953 Teilnehmerliste Maurice Agulhon, Professeur à l'Université de Paris I, Président du Centre de Recherches Adolphe Thiers Prof. Dr. Josef Becker, Präsident der Universität Augsburg Le Père Guillaume de Berthier de Sauvigny, Professeur à l'Institut Catholique, Paris Prof. Dr. Christian Beutler, Hochschule für Bildende Künste, Hamburg Bernard Chenot, Secrétaire Perpétuel de l'Académie des Sciences Morales et Politiques, Paris Georges Dethan, Conservateur en chef des Archives diplomatiques du Ministère des Relations Extérieures Jean-Claude Devos, Service historique de l'Armée, Vincennes Jacques Droz, Professeur émérite à l'Université de Paris I Prof. Dr. Elisabeth Fehrenbach, Universität des Saarlandes Prof. Dr. Hans Fenske, Universität Freiburg i. Br. Dr. Stig Förster, Deutsches Historisches Institut, London François Fossier, Conservateur à la Bibliothèque Thiers Jacques Gadille, Professeur à l'Université Jean Moulin (Lyon III) Louis Girard, Professeur émérite de l'Université de Paris IV Dr. Ursula E. Koch, Université de Paris X Dr. Gerd Krumeich, Universität Düsseldorf Philippe Levillain, Professeur à l'Université de Lille III, Secrétaire général du Centre de Recherches Adolphe Thiers Prof. Dr. Wilfrid Loth, Universität des Saarlandes Prof. Dr. Klaus Malettke, Universität Marburg Dr. Stefan Martens, Deutsches Historisches Institut, Paris Françoise Mayeur, Professeur à l'Université de Lille III Jean-Marie Mayeur, Professeur à l'Université de Paris IV Prof. Dr. Allan Mitchell, University of California, San Diego Daniel Oster, Directeur des Services Administratifs de l'Institut de France, Paris Guy Pedroncini, Directeur de l'Institut d'Histoire des conflits contemporains, Vincennes Raymond Poidevin, Directeur du Centre de recherche d'histoire des relations internationales, Strasbourg Madeleine Reberioux, Professeur à l'Université de Paris VIII Dr. Rainer Riemenschneider, Deutsches Historisches Institut, Paris François Roth, Professeur à l'Université de Nancy II Javier Rubio, Professeur à l'Université Polytechnique de Madrid Noëlle Sauvée-Dauphin, Agrégée de l'Université, Professeur au Lycée Sainte-Marie, Neuilly Dr. Erich Schneider, Studiendirektor, Kaiserslautern William Serman, Professeur a l'Université de Nancy II Prof. Dr. Heinz-Otto Sieburg, Universität des Saarlandes Prof. Dr. Michael Stürmer, Universität Erlangen-Nürnberg Dr. Peter Theiner, Universität Düsseldorf Philippe Vigier, Professeur à l'Université de Paris X Prof. Dr. Jürgen Voss, Deutsches Historisches Institut, Paris/Universität Mannheim Prof. Dr. Hermann Weber, Universität Mainz Prof. Dr. Eberhard Weis, Universität München Prof. Dr. Karl Ferdinand Werner, Direktor des Deutschen Historischen Instituts, Paris Dr. Johannes Willms, Zweites Deutsches Fernsehen Abstract

