K. Hammer, Der Bonapartismus. Historisches Phänomen und politischer Mythos. Bericht über das 13. deutsch-französische Historikerkolloquium des Deutschen Historischen Instituts Paris in Augsburg vom 26. bis 30. September 1975
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Autor / Rezensent Hammer, K.
Titel Untertitel Institut BSB digitale Bibliothek http://francia.digitale-sammlungen.de/Blatt_bsb00016279,00987.html Seiten 975-978 BSB Band-ID bsb00016279 BSB Seiten Anfang 00987 BSB Seiten Ende 00990 Lizenz DDC-BSB Geo-SW DDC-BSB Sach-SW DDC-BSB Zeit-SW Zeit-SW Geo-SW (GKD) Sachschlagwort (SWD) Personenschlagwort (PND) Fachgebiet OCR-Text DER BONAPARTISMUS HISTORISCHES PHÄNOMEN UND POLITISCHER MYTHOS Bericht über das 13. deutsch-französische Historikerkolloquium des Deutschen Hi¬ storischen Instituts Paris in Augsburg vom 26.-30. September 1975 Das 13. vom Deutschen Historischen Institut Paris veranstaltete deutsch-französische Historikerkolloquium fand vom 26. bis 30. September 1975 in Augsburg statt. Mit dem Thema »Der Bonapartismus; Historisches Phänomen und politischer Mythos« wandte sich diese Tagung einem Problemkreis zu, der seit einer Reihe von Jahren das Interesse der historischen Forschung in Deutschland ebenso wie in Frankreich her¬ vorragend in Anspruch genommen hat. Die Tagungsstätte befand sich in dem am Stadtrand gelegenen modernen Turmhotel Holiday-Inn. Der jungen Universität Augsburg, ihrem Präsidenten, Professor Dr. Franz Knöpfle, und besonders Profes¬ sor Dr. Josef Becker sind die Veranstalter für freundliche Unterstützung bei der Vorbereitung des Kolloquiums zu Dank verpflichtet. Eine Stadtbesichtigung unter der kundigen Führung von Museumsdirektor Professor Dr. Bruno Bushardt führte den trotz Kriegszerstörung immer noch erstaunlichen Reichtum der alten Reichsstadt an eindrucksvollen Denkmälern aus ihrer großen Vergangenheit anschaulich und er¬ klärend vor Augen. Die französischen Kolloquiumsteilnehmer hatten dabei das Ver¬ gnügen, das Augsburger Gymnasium, an dem Louis Napoleon Bonaparte seine Schulzeit verbrachte, als eine Art Kuriosum vorgeführt zu bekommen. Bürgermeister Professor Dr. Leo Fischer wies bei einem von der Stadt gegebenen Empfang in dem wiedererstandenen imposanten Rathausbau von Elias Holl weitausholend auf die Be¬ deutung der Geschichtswissenschaft in der Gegenwart hin, sprach aber auch von den Gegenwartsaufgaben einer so historisch verankerten Stadt wie Augsburg. Ein Essen in dem historischen Hotel »Drei Mohren« und vor allem ein letztes abendliches Zu¬ sammensein in einer gemütlichen Landgaststätte vor den Toren von Augsburg ver¬ einte die Gäste des Deutschen Historischen Institutes in harmonischer Weise und gab ihnen einen Eindruck von süddeutscher Gastlichkeit. Ein knapp gehaltenes Pro¬ gramm hat sicherlich dazu beigetragen, den Tagungsteilnehmern außer ständigem Gedankenaustausch auch anregende persönliche Begegnung zu ermöglichen. Der Programmablauf gestaltete sich wie folgt. Nach einer Begrüßung des Deut¬ schen Historischen Institutes Paris durch seinen Direktor Professor Werner gab M. Jean Mistler, Secrétaire perpétuel de 1*Académie Française, eine Einführung in den Problemkreis des Kolloquiums, danach richtete der Präsident der Universität Augsburg, Professor Knöpfle, Grußworte von seiten der Universität an die Teilneh¬ mer. Anschließend vermittelte Professor Karl Bosl, München, in einem Vortrag ein Bild der Geschichte Augsburgs, die er in ihren europäischen Zusammenhang stellte. Sechs Arbeitssitzungen befaßten sich mit der Behandlung des eigentlichen Kollo¬ quiumsthemas. Jeder Sitzung folgte eine Diskussion der vorangegangenen Referate. Der erste Teil des Kolloquiums war der Entwicklung des Bonapartismus in Frank- 976 Aus der Arbeit des DHIP reich gewidmet. Jean Tulard, Paris, leitete sie mit einem Referat über »Aux origines du Bonapartisme: Le culte de Napoleon« ein. Philippe Vigier, Paris, gab einen Ein¬ blick in einen besonderen Aspekt des französischen Bonapartismus »Le Bonapartisme et le monde rural«. Louis Girard, Paris, analysierte generell die »Caractères du Bo¬ napartisme en France dans la deuxième moitié du XIXe siècle« und Pierre Barral, Nancy, sprach von seinen republikanischen Gegnern »Le Bonapartisme vu par Gam- betta«. Im zweiten Teil wandten sich die Beiträge der vieldiskutierten Frage des ver¬ meintlichen Bonapartismus Bismarcks zu. Elisabeth Fehrenbach, Gießen, erläuterte »Bonapartismus und Konservatismus in Bismarcks Politik«. Allan Mitchell, San Diego, äußerte sich über »Der Bonapartismus als Modell der bismarckschen Reichs¬ politik«. Die Ausführungen von Hasso Hofmann, Erlangen, waren dem »Problem der cäsaristischen Legitimität im Bismarckreich« gewidmet. Michael Stürmer, Er¬ langen, berichtete über »Krise, Konflikt, Entscheidung. Die Suche nach dem neuen Cäsar als europäisches Verfassungsproblem«. Mit der Frage der Nachwirkung des Bonapartismus im 20. Jahrhundert beschäftigten sich abschließend René Remond, Paris, und Peter Waldmann, Augsburg, in ihren Referaten »Bonapartisme et Gaul¬ lisme« und »Bonapartismus in Argentinien? Einige vergleichende Bemerkungen zu den Regimes von Napoleons III. und Peron«. Dieser Bericht kann sehr knapp gehalten werden, da die Vorträge des Augsburger Kolloquiums mit einer Zusammenfassung der Diskussion geschlossen in der Reihe der Beihefte der Francia herausgegeben werden: Karl HAMMER/Claus Peter Hart¬ mann (Hgg.), Le Bonapartisme. Phénomène historique et mythe politique, München (Artemis) 1976, ca. 260 S. An dem Kolloquium nahmen folgende Damen und Herren teil: Hellmuth Auerbach, Institut für Zeitgeschichte, München M. Pierre Barral, Professor à l'Université de Nancy M. Maurice Baumont, Membre de l'Institut, Paris Prof. Dr. Josef Becker, Universität Augsburg Prof. Dr. Karl Bosl, Universität München Dr. Bruno Bushart, Direktor der Stadt. Kunstsammlungen Augsburg M. François Georges Dreyfus, Professeur à l'Université de Strasbourg Frau Prof. Dr. Elisabeth Fehrenbach, Universität Giessen M. Claude Fohlen, Professeur à l'Université de Paris und Madame Fohlen M. Michel François, Membre de l'Institut, Directeur de l'École des Chartes, Paris Prof. Dr. Pankraz Fried, Universität Augsburg M. Louis Girard, Professeur à l'Université de Paris Dr. Karl FIammer, wiss. O. Rat, stellvertr. Direktor des Deutschen Historischen In¬ stituts, Paris Dr. Dr. U(h.) Peter Claus Hartmann, Deutsches Historisches Institut Paris Prof. Dr. Hasso Hofmann, Universität Erlangen Prof. Dr. Roland A. Höhne, Freie Universität Berlin Prof. Dr. Franz Knöpfle, Präsident der Universität Augsburg Prof. Dr. Raymond Kottje, Universität Augsburg Dr. Hansjörg Kowark, Bibliothek für Zeitgeschichte, Stuttgart Aus der Arbeit des DHIP 977 Dr. Klaus Manfrass, Deutsches Historisches Institut, Paris M. Jean Marie Mayeur, Professeur à l'Université de Paris M. Jean Mistler, Secrétaire perpétuel de l'Académie Française, Paris Prof. Dr. Allan Mitchell, University of California, San Diego Ministerialrat Dr. Konrad Petersen, Bundesministerium für Forschung und Tech¬ nologie, Bonn M. Raymond Poidevin, Professeur à l'Université de Metz M. René Remond, Président de l'Université de Paris-Nanterre Rainer Riemenschneider, Université de Caen M. Alain Rouquie, Professeur à l'Université de Paris Prof. Dr. Heinz-Otto Sieburg, Universität Saarbrücken Prof. Dr. Michael Stürmer, Universität Erlangen M. Jean Tulard, Professeur à l'Université de Paris Dr. Hans-Ulrich Thamer, Universität Erlangen M. Philippe Vigier, Professeur à l'Université de Paris Prof. Dr. Peter Waldmann, Universität Augsburg Prof. Dr. Karl Ferdinand Werner, Direktor des Deutschen Historischen Instituts, Paris Prof. Dr. Gilbert Ziebura, Universität Konstanz Ferner durften wir aus Augsburg begrüßen: Dr. Josef Bellot, Bibliotheksdirektor, Augsburg Prof. Dr. Rolf Bergmann, Universität Augsburg Prof. Dr. Leo Fischer, Bürgermeister, Augsburg Prof. Dr. Lutz Haegert, Universität Augsburg Prof. Dr. Günther Haensch, Universität Augsburg Prof. Dr. Alois Halder, Universität Augsburg Prof. Dr. Johannes Hampel, Universität Augsburg Prof. Dr. Henning Kraus, Universität Augsburg Prof. Dr. Heinz Lampert, Vizepräsident der Universität Augsburg Prof. Dr. Horst Reimann, Universität Augsburg Prof. Dr. Hans Schlosser, Universität Augsburg Prof. Dr. Rainer Schmidt, Universität Augsburg Prof. Dr. Konrad Schröder, Universität Augsburg Prof. Dr. Theo Stammen, Universität Augsburg Dr. Vogelsang, Persönl. Referent des Präsidenten der Universität Augsburg Prof. Dr. Lothar Wolf, Universität Augsburg Karl Hammer Abstract

