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B. Andenmatten, Les chartreux en Suisse (Beate Schilling)

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Les chartreux en Suisse. Auteurs: Bernard Andenmatten, Arthur Bisegger, Patrick Braun, Margrit Früh et al. Rédaction: Bernard Andematten, en collaboration avec Arthur Bisegger, Patrick Braun, Elsanne Gilomen-Schenkel

Francia-Recensio 2009/1 Mittelalter – Moyen Âge (500–1500)

Les chartreux en Suisse. Auteurs: Bernard Andenmatten, Arthur Bisegger, Patrick Braun, Margrit Früh et al. Rédaction: Bernard Andematten, en collaboration avec Arthur Bisegger, Patrick Braun, Elsanne Gilomen-Schenkel, Basel (Schwabe Verlag Basel) 2006, 432 S. (Helvetia Sacra. Section III: Les ordres suivant la règle de Saint-Benoît, 4), ISBN 978-3-7965-2228-4, EUR 119,00.

rezensiert von/compte rendu rédigé par

Beate Schilling, München

Der 27. und letzte Band der »Helvetia sacra« ist dem Kartäuserorden gewidmet. Nach einer gehaltvollen Einleitung zur Entwicklung des Ordens in der Schweiz (B. Andenmatten) werden nach dem bewährten Muster neun Kartausen von recht unterschiedlicher Lebensdauer vorgestellt, von denen sich die meisten (sieben) in der Westschweiz befanden bzw. befinden: Nach Angaben zur Lage, zur Diözesan- und Provinzzugehörigkeit, zu Namensvarianten, zum Patrozinium, Gründungs- und Aufhebungsjahr folgen ein geschichtlicher Überblick, Abschnitte zum Archiv und ggf. zur Bibliothek sowie Kurzbiographien der Prioren in chronologischer Ordnung.

Die meisten dieser Kartausen (La Valsainte, La Part-Dieu, La Lance, Géronde, Val de la Paix) gehen auf das späte 13. oder die erste Hälfte des 14. Jhs. und damit auf die größte Gründungswelle des Ordens zurück, der damals auch die Städte eroberte. Thorberg und St. Margarethental (Basel) folgten an der Wende zum, Ittingen nach der Mitte des 15. Jhs. Mit Oujon (Diözese Genf), einer Gründung noch des 12. Jhs. (1146/1149), weist die Schweiz aber auch eine der frühesten Kartausen auf. Bis auf Ittingen (Diözese Basel), einem ehemaligen Augustinerchorherrenstift, das vom Orden aufgekauft wurde, verdanken alle Schweizer Kartausen ihre Existenz der Initiative adliger Stifter oder städtischer Patrizier: den Herren von Mont, deren Gründung Oujon im 14. Jh. unter die Herrschaft der Grafen von Savoyen gelangte, den Herren von Corbières (La Val-Sainte), Grandson (La Lance), Gruyère (La Part-Dieu), Cressier (Val de la Paix, alle Diözese Lausanne), Thorberg (Thorberg, Diözese Konstanz), dem Bischof Aymon de La Tour (Géronde, Diözese Sitten) und dem Basler Oberstzunftmeister Jakob Zibol (Margarethental). Géronde und Val de la Paix sind schon bald nach der Gründung wieder eingegangen. Oujon, Margarethental, La Lance und Thorberg wurden im Zuge der Reformation aufgehoben, La Valsainte wurde 1778, Ittingen 1848 säkularisiert. Von Bedeutung als Heimstätte gelehrter Humanisten und durch ihre Rolle auf dem Basler Konzil 1431–1448 war besonders die Kartause Margarethental, deren Bibliothek sich heute in der Basler Universitätsbibliothek befindet. Der Konvent von La Part-Dieu, der einzigen 1815 noch verbliebenen Kartause im nachnapoleonischen Europa, wurde 1848 vom Grand Conseil de Fribourg aufgehoben, 1863 jedoch in der Kartause La Valsainte wiederbegründet und besteht bis heute. Hingewiesen sei noch auf einen Anhang zum Exil französischer Kartäuser in der Schweiz 1901–1903 (Saxon, Loèche/La Souste, Grolley). Ein Register der Personen- und Ortsnamen beschließt den Band.

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: Rezension von:
In: Francia-Recensio 2009/1 | Mittelalter – Moyen Âge (500–1500)
URL: http://www.perspectivia.net/content/publikationen/francia/francia-recensio/2009-1/MA/Andenmatten_Schilling
Veröffentlicht am: May 18, 2013
Zugriff vom: May 18, 2013
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