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L. Horowski: Historische Adelsforschung zur Frühen Neuzeit

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Historische Adelsforschung zur Frühen Neuzeit

Discussions 2 (2009)

Leonhard Horowski

Historische Adelsforschung zur Frühen Neuzeit



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Die fünf Studien zum frühneuzeitlichen Adel, die in den folgenden Texten vorgestellt werden, mögen auf den ersten Blick verschieden genug erscheinen und werden doch von einem gemeinsamen Oberthema zusammengehalten: Wie reagierte der aus Herrenstand und Rittertum des Mittelalters hervorgegangene Adel Europas auf die Umwälzungen der frühen Neuzeit? Wie wirkte es sich auf Selbstverständnis, Zusammensetzung und Stärke dieses Adels aus, dass er gerade auf den ihm wichtigsten Feldern von zwei eng miteinander verknüpften Entwicklungen herausgefordert wurde? Jener militärische Fortschritt, der spätestens seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert eindeutig die aus ritterlichen Einzelkämpfern zusammengesetzten Heere des Mittelalters obsolet machte, drohte ja nicht einfach nur das ritterliche Lehensaufgebot und damit zugleich Herrschaftslegitimation und Machtinstrument des Adels auf einen gewissermaßen blechernen Schrotthaufen der Geschichte zu werfen. Wenn dieses Lehensaufgebot etwa in Gestalt des französischen ›arrière-ban‹ in frühneuzeittypischer Weise trotzdem noch zweihundert Jahre über sein funktionales Verfallsdatum hinaus einberufen wurde, steht das auf einem anderen Blatt1, auf dem man dann nicht nur den 1695 geäußerten Stoßseufzer des für Simon Surreaux’ Studie leider acht Jahre zu früh verstorbenen Maréchal de Vauban über »les plus méchantes troupes du monde«2 findet, sondern vor allem auch die von Anne-Valérie Solignat aufschlussreich ausgewerteten Verzeichnisse der Einzuberufenden, also Lehensbesitzer.

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Indem die moderne Kriegführung nach immer größeren Heeren und immer teureren Festungsbauten verlangte, während das gleichzeitig entstehende Mächtesystem der gesamteuropäischen Konkurrenz ein Nicht-Mithalten-Können für jeden Herrscher immer riskanter machte, lieferte sie vielmehr zugleich die Raison d ’être einer neuen, intensiveren Form der Staatlichkeit, die in ihrem Ressourcenhunger rasch und zuerst mit adeligen und regionalen Unabhängigkeitsansprüchen kollidieren musste. Nicht immer trafen wohl die beiden ineinander verzahnten Herausforderungen gerade so unmittelbar zusammen wie im Falle des Connétable-duc de Bourbon, des letzten noch halbwegs unabhängigen Landesherren der von Anne-Valérie Solignat untersuchten Region, als er im Konflikt mit der Königsmacht zuerst 1523 seine Länder und das traditionelle Oberbefehlshaberamt verlor und dann als landflüchtiger Rebell 1527 dem Arkebusenschuss eines Bürgerlichen erlag. Nicht überall triumphierte auch wie hier im französischen Fall schon ein halbwegs national fassbarer Zentralstaat über regionale Proto-Staatlichkeit – man denke nur an das übernationale dynastische Konglomerat des Hauses Österreich oder an die Rolle der größeren und armierten Stände des Heiligen Römischen Reiches spätestens nach 1648. Die grundsätzlichen Herausforderungen aber, vor die militärische Revolution und intensivierte Staatlichkeit (welcher Form auch immer) im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts die adeligen Untertanen stellten, waren in allen Fällen massiv und ähnlich.

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Wenn die bisherigen Rollenmodelle des Adels ins Wanken gerieten, konnte vermehrter Bildungserwerb, wie er in den von Andrea Bruschi und Martin Biersack vorgestellten Projekten untersucht wird, als eine mögliche Reaktion erscheinen. Beide Projekte sind auch deswegen interessant, weil sie bei allen Parallelen zugleich deutlich machen, dass Form, Motivation, Dringlichkeit und damit der Erfolg solcher Bildungsbestrebungen je nach Fall ganz unterschiedlich ausfallen konnten. Obwohl die von Biersack und Bruschi vorgestellten Ideologien eines Tugend- und Bildungsadels einander in Frankreich und Spanien sehr ähnlich sahen, scheinen doch in der Praxis – die beiden Autoren glücklicherweise ebenso wichtig erscheint wie die theoretische Grundlegung – ganz verschiedene Prozesse abgelaufen zu sein. Die Herausforderung durch bürgerliche Juristen und Gelehrte, deren Qualifikationen für die neue Staatlichkeit immer wichtiger wurden, war in Spanien wie in Frankreich zuerst wohl dieselbe: Aber wen betraf sie? Die von Biersack als Beispiele aus der Bildungspraxis angeführten Adeligen waren sämtlich Granden, titulierte Adelige und als Inhaber von ›mayorazgos‹ (Fideikommissen) Großgrundbesitzer, gehörten also genau jener winzigen Elite innerhalb des spanischen Adels an, die angesichts ihres Ranges, Beziehungskapitals und Besitzes noch durch die erfolgreichsten ›letrados‹ kaum an die Seite hätten gedrängt werden können. War humanistische Bildung für sie also ein bloß fakultativer und sekundärer Distinktionsmechanismus, ein Feld, auf dem es maximal ein wenig individuelle Zusatzauszeichnung zu gewinnen, aber selbst schlimmstenfalls nichts Grundsätzliches zu verlieren gab3? Jedenfalls wird man die von Adeligen anvisierte Bildung umso stärker im Vergleich mit anderen und »härteren« Faktoren des Obenbleibens gewichten müssen, je weniger klar es sich um eine pragmatisch nutzbare Bildung handelte.

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Natürlich hängt die Frage, ob man statussichereren hohen oder abstiegsbedrohteren niederen Adel betrachtet, hängen also die Ergebnisse auch daran, ob man wie Martin Biersack die Bildungspraxis einzelner Familien untersucht (und damit wohl eher die besser dokumentierten höheren Ränge) oder andererseits wie Andrea Bruschi Projekte betrachtet, die ein ganzes Adelskollektiv anvisierten, vermutlich aber auch schon deswegen sämtlich scheiterten. Selbstverständlich spielten hier fehlende Mittel eine entscheidende Rolle, damit aber zugleich die Frage, wie umfassend die Projekte sein sollten, wie groß man sich also die zu bildende Zielgruppe dachte. Einerseits war der Kleinadel der Provinzen am meisten vom frühneuzeitlichen Rollenwandel bedroht, hätte somit nützliche Bildungsangebote am dringendsten gebraucht, andererseits war er aber so zahlreich, dass seine Ausbildung jeden Kostenrahmen gesprengt hätte. Das Scheitern aller übergreifenden Projekte dürfte übrigens auch denselben Mangel an wirksamer adeliger Kollektivsolidarität illustrieren, der sich nach 1652/61 in der Kooperation eines höheren, nunmehr bei Hof konkurrenzlos etablierten Adels mit der Krone zu Ungunsten sowohl der Prinzen als auch des kleinen Provinzadels ausdrückte4. Die von Bruschi abschließend vorgestellten privaten ›académies d ’équitation‹ unterschieden sich jedoch nicht nur dadurch von den idealistischeren Vorgängermodellen, dass sie im Wesentlichen den Gewinnern dieser Ausdifferenzierung vorbehalten geblieben zu sein scheinen. Vor allem kam gelehrte Bildung hier nun auch nur noch als untergeordnetes Requisit der ›bienséance‹ und im ganz unmittelbaren Dienste praktischer Bedürfnisse eines Adels vor, der vom Ausbau der königlichen Armee ins Gigantische profitiert und sich ganz und gar auf die Offizierslaufbahn spezialisiert hatte5.

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Die deutliche professionelle Trennung zwischen französischer ›noblesse d ’épée‹ und ›noblesse de robe‹ und die Disparität ihres sozialen Ansehens blieb nicht nur bestehen, sondern verschärfte sich im Laufe des 17. Jahrhunderts noch dahin, dass spätestens nach 1615 so gut wie keine Angehörigen unzweifelhafter ›épée‹-Familien mehr ›robe‹-Ämter annahmen: Der Wechsel zwischen beiden Gruppen wurde endgültig zur Einbahnstraße und blieb es auch in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, für die man wohl voreilig eine Fusion der beiden mehr postuliert als bewiesen hat6. Dass in dieser Konstellation nicht nur akademische Gelehrsamkeit und Pedanterie, sondern dauerhaft auch tatsächlich alle Ämter in Justiz und – mit Ausnahme der Minister – Bürokratie als mit dem Schwertadel inkompatibel abgestempelt wurden, scheint europaweit einmalig. Es ist dies um so bemerkenswerter, als etwa (mindestens) im deutschen Sprachraum die im 17. Jahrhundert beobachtbare Neudefinition von Bildung als genuin adelige Tugend (und die damit einhergehende Distanzierung von »pedantischer« Brotgelehrsamkeit7) gerade umgekehrt das Universitätsstudium und ein selbstbewusstes Einsteigen des älteren und ritterbürtigen Adels in die als machtrelevant und lukrativ empfundenen Justiz- und Bürokratieämter ermöglicht hatte8. Er verhinderte damit zwar nicht das Entstehen eines meist bürokratisch aufgestiegenen Briefadels, schloss aber die Monopolisierung der gelehrten Ämter durch diesen aus und erleichterte paradoxerweise gerade dadurch das Aufgehen neuer Familien im Kreise der älteren9.

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Angesichts dieser gerade für Frankreich komplexen Bilanz der eindeutig modernen Praktiken liegt es also nahe, daneben die Adaptation älterer Elemente adeligen Obenbleibens nicht aus den Augen zu verlieren und sich vielmehr so für Landbesitz, Klientelismus, Hof- und Kriegsdienst zu interessieren, wie dies die von Anne-Valérie Solignat, Christian Kühner und Simon Surreaux vorgestellten Fallstudien tun. Alle drei steuern einen bewussten Mittelweg zwischen der problematischen Vogelperspektive auf »den Adel« einerseits und der verdienstvollen, aber oft isolierten und schwer zu gewichtenden Untersuchung einer einzelnen Person oder Familie, indem sie jeweils die Beobachtung einer prosopographisch überblickbaren Personengruppe (Lehensbesitzer der Auvergne und des Bourbonnais, Höflinge aus dem Condé-Umfeld, Marschälle von Frankreich) mit einer komplexen Struktur oder Praxis (Klientelismus und Machtbalance in der Provinz, interessegeleitete Freundschaftspraxis bei Hofe, Habitus schwertadeliger Karrieremilitärs) verknüpfen. So präsentiert zuerst Solignat das faszinierende Bild einer in sich ruhenden Provinz ohne dominanten Herren oder strategische Bedeutung, deren Lehensadel schon vor den Veränderungen des 17. Jahrhunderts eine dynastisch kontinuierliche, nur locker an den Hof angebundene Elitegruppe aufwies, der am anderen Ende der Skala ein marginalisierter Kleinadel entsprach. Die weitgehende Beschränkung auf lokale Ambitionen, wohl auch das Fehlen der für andere Provinzen charakteristischen und im großen Stil bei Hof verankerten Protektorendynastien wurden erst zum Problem, als die königliche Autorität nach dem Ende der langen Bürgerkriegs- und Schwächephase 1665/66 in der gesetzlosen Provinz ein Exempel statuieren wollte. Das erste und einzige Todesopfer war freilich bezeichnenderweise der Vicomte de La Mothe-Canillac als »am wenigsten schuldiger« Vertreter der Familie Montboissier-Beaufort, der dafür in der Fronde erst dem Hause Condé gedient, dann aber auch noch dieses enttäuscht hatte: Sein anscheinend viel kriminellerer Cousin kam mit einer Geldstrafe davon, behielt (wie Sohn und Enkel) sein Amt als ›sénéchal de Clermont‹ und hinterließ einen jüngeren Sohn, der bei Hofe seit 1716 die danach bis zur Auflösung 1775 noch von zwei weiteren Angehörigen seines Hauses kommandierte schwarze Kompanie der Musketier-Leibgarde befehligte. Auch der ›lieutenant général pour le roi‹, also Vizegouverneur des Bourbonnais Marquis de Lévis wurde wegen Amtsmissbrauchs nur persönlich abgesetzt, während das Amt selbst bis 1759 in seiner Familie blieb. Sein Enkel männlicher Linie stieg dank höfischer Chargenbeziehungen zum ›duc pair‹ und Gouverneur seiner Provinz auf, während der Enkel weiblicher Linie, der Maréchal duc de Belle-Isle, nicht einmal dadurch an seinem ebenfalls hofbedingten Aufstieg zum ›duc pair‹, Minister und Feldmarschall gehindert wurde, dass er in Nicolas Fouquet einen noch viel eklatanter in Ungnade gefallenen zweiten Großvater hatte10 – wichtiger war, dass man von seinen Freunden und Anhängern sagen konnte »[qu’]il en avait un si grand nombre que l ’on disait qu ’il aurait pu faire une religion.«11

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Wenn man sich so vergegenwärtigt, wie stark sowohl der notwendige Übergang der provinziellen ›noblesse seconde‹ in Hofchargen zweiter Ordnung12 als auch die von Simon Surreaux untersuchten Karrieren professioneller und oft politischer Militärs vom richtigen Einsatz klientelärer Netzwerke abhing, liegt der große Nutzen der Arbeit Christian Kühners auf der Hand. Er vermeidet eine Neuauflage der als unlösbar ad acta gelegten Debatte um »echte« ›fidélité‹ versus »opportunistischen« Klientelismus13 elegant, indem er stattdessen die Akteure genau so weit beim Wort nimmt, wie es zur Rekonstruktion einer sozialen Praxis von Protektion und Kooperation notwendig ist. Nicht obwohl, sondern gerade weil in den letzten Jahren eine große Zahl von Arbeiten zum französischen Hof und Adel erschienen ist14, erscheint es nötiger denn je, eine Typologie relevanter Interaktionsmuster15, ein Glossar des entsprechenden Vokabulars zu entwickeln, um bei der Interpretation und Rekonstruktion handlungsleitender Beziehungen zwischen Verwandtschaft, Sympathie und Karriere-Agenda weder in zu starre, mechanistische Modelle zu verfallen noch durch ungewichtete Aufzählung aller echten wie unterstellten Beziehungen das Kind mit dem Bade auszuschütten und den heuristischen Gewinn im Zettelkasten untergehen zu lassen16.

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Anwendungsfelder für ein auf dieser Grundlage präzisiertes Verständnis klientelärer Interaktion gibt es nach wie vor mehr als genug und durchaus auch außerhalb des Hofes, der ja nicht nur in diesem Punkt den Ton für den Rest der Eliten angegeben haben dürfte, sondern vor allem auch der mit Abstand wichtigste Ort für die Verteilungen auch der nicht per se höfischen Ämter und Ressourcen war. Er dürfte daher auch in der von Simon Surreaux begonnenen Untersuchung der Marschälle des 18. Jahrhunderts eine wesentliche Rolle spielen, zumal auch in dieser Arbeit anders als in diversen interessanten Einzelstudien der letzten Zeit17 ein sinnvoll definiertes, zugleich auf den ersten Blick zwangsläufig besonders heterogenes Kollektiv untersucht werden soll. Zwangsläufig heterogen deshalb, weil anders als etwa die weitgehend durch Erbschaft rekrutierten auvergnatischen Lehensbesitzer die Marschälle meritokratisch und mittels eines langwierigen cursus honorum rekrutiert wurden, in dessen Folge sie (zumal im nicht mehr so dauerkriegführenden 18. Jahrhundert) den Marschallstab erst spät im Leben erhielten. Wenn dennoch in der Praxis das Gros der Marschälle auch vor diesem Datum ein einheitliches soziales Profil gehabt haben dürfte, so deshalb, weil in der Praxis der höfische (und herzogliche) Adel nach wie vor einen unübersehbar privilegierten Einstieg in die Militärlaufbahn hatte18. Der größte Teil der Marschallsgruppe war daher letztlich doch wieder sozial homogen, was freilich schon die denkbaren individuellen Habitus- und Karrierevariationen innerhalb dieser Gruppe19, erst recht den Vergleich mit den wenigen wirklichen Aufsteigern wie Asfeld (1665–1743), Balincourt (1680–1770) oder Vaux (1705–1788) sowie den offenbar funktional notwendigen Ausländern wie Sachsen (1696–1750), dessen Cousin Löwendal (1700–1755) oder Bercsényi (1689–1778) nur umso interessanter macht.

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Es mögen die überreiche, aber idiosynkratische und verstreute Dokumentation, die hochkomplexe Rundum-Vernetztheit und die quer durch alle institutionellen Überlieferungen hindurch reichenden Aktivitäten der privilegierten Hof- und Militärelite gewesen sein, die bisher ihre so lohnende Untersuchung gebremst und statt dessen eine Serie verdienstvoller Versuche hervorgebracht hat, den Hof und die Aristokratie gewissermaßen von unten nach oben zu erforschen. Weil aber diese auch in ihrer gelungensten Form, zuletzt in einer Arbeit über die ›commissaires des guerres‹ des Hofmilitärs20, immer wieder erstens die große Langsamkeit und Begrenztheit aller Aufstiege und zweitens die selbstverständliche Funktion des höheren und höfischen Schwertadels als letztliches Modell und Aufstiegsvorbild herausarbeiten, kann man Surreaux’ Untersuchung dieser Gruppe nur mit großer Neugier entgegensehen. Es ist das Titelbild der zuletzt zitierten Studie, welches die in ihrer Komplexität nach wie vor erst ansatzweise verstandene Elitenkonfiguration des französischen Ancien Régime vielleicht am eingängigsten greifbar macht, indem es den trotz wohlklingenden Namens lebenslang nichtadeligen Hof-Kriegskommissar Séraphin-Antoine Pincemaille de Plouy (1691–1746) 1729 beim Abnehmen einer Parade der schwarzen Musketierleibgarde zeigt. Weder Pincemailles Familie noch sonst die eines seiner zahlreichen Kollegen, die wie er der gehobenen Finanzbourgeoisie angehörten und meistens nicht einmal den Adel erlangten, stieg in den folgenden 60 Jahren in irgendeiner Weise in die höfische Schwertadelselite auf, deren Vertreter ihm auf dem Bild zu gehorchen scheinen. In der Realität hätten sie es nicht getan, weil selbst sein Recht, eine solche Parade abzunehmen (also sein angesichts schmaler Amtsfunktionen einziger sichtbarer Berührungspunkt mit den höfischen Kriegern überhaupt), allein auf dem von ihm genau deshalb in Auftrag gegebenem Gemälde existierte21. Der an seiner Seite abgebildete Kommandeur der Schwarzen Musketiere aber war der Marquis de Montboissier (1674–1765), der Erbe des 1665 Hingerichteten: Noch hatte der alte Adel den längeren Atem.

Autor:

Dr. des. Leonhard Horowski
Institut für Geschichte und Kunstgeschichte
TU Berlin
lhorowski@hotmail.com

1 Vgl. jetzt zum kulturellen und ideologischen Weiterleben, aber auch zur Überwindung ritterlichen Selbstverständnisses im französischen Adel Martin Wrede, Code, Konzept und Konjunkturen des Rittertums in der französischen Hofkultur des 17. Jahrhunderts, in: Ronald G. Asch, Rudolf Schlögl (Hg.), Adel in der Neuzeit, Göttingen 2007 (Geschichte und Gesellschaft 33, Sonderheft 3), S. 350–374.

2 Zitiert nach Michel Nassiet, Noblesse et pauvreté, Rennes 1993, S. 200.

3 Auffallend erscheint freilich die anscheinend große Rolle der zur Glorifikation des eigenen Hauses besonders geeigneten Geschichtswissenschaft. Die nah verwandte Genealogie spielte in Spanien möglicherweise eine noch größere Rolle als ohnehin schon in ganz Europa, weil hier neben den üblichen Distinktionen aus der religiös heterogenen Vorgeschichte des Landes das Konzept der ›limpieza de sangre‹, also der Abstammung nur von Christen entstanden war. Wie stark familiärer Status, Amtserwerb und Heiratschancen im Extremfall von genealogischen Recherchen abhängen konnten, hat am andersgearteten deutschen Beispiel kürzlich Ute Küppers-Braun, Anmerkungen zum Selbstverständnis des hohen Adels. Katholische Hochadelsstifte als genossenschaftliche Kontrollinstanzen für Ebenbürtigkeit und Missheirat, in: zeitenblicke 4 (2005), Nr. 3 [13.12.2005], URL: <http://www.zeitenblicke.de/2005/3/Kueppersbraun/index_html> <19.3.2009> in Erinnerung gerufen. Zur aufschlussreichen Art, in der adelige Familien ihre eigene Geschichte akademisch schreiben ließen oder selbst schrieben, vgl. jetzt Horst Carl, Martin Wrede (Hg.), Zwischen Schande und Ehre. Erinnerungsbrüche und die Kontinuität des Hauses. Legitimationsmuster und Traditionsverständnis des frühneuzeitlichen Adels in Umbruch und Krise, Mainz 2007 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 73), und darin vor allem die Aufsätze von Laurent Bourquin, Esteban Mauerer und Michael Sikora.

4 Katia Béguin, Louis XIV et l aristocratie: coup de majesté ou retour à la tradition?, in: Histoire, économie et société 19 (2000), S. 497–512.

5 Guy Rowlands, The Dynastic State and the Army under Louis XIV. Royal Service and Private Interest, 1661–1701, Cambridge 2002.

6 Neben der offensichtlichen Ausschließung der ›robe‹ vom Hofe verweist auch das in neuerer Zeit etwa von Mathieu Marraud, La noblesse de Paris au XVIIIe siècle, Paris 2000, analysierte Connubium des Pariser Adels auf die anhaltende Relevanz der Unterscheidung in den für den Adel wichtigsten Fragen. Dabei sind Marrauds Ergebnisse noch eher zu zurückhaltend, weil er wie viele andere Autoren, aber im Widerspruch zur Praxis der Zeitgenossen, jüngere Söhne weiterhin praktizierender ›robe‹, die Militärchargen hatten, als Angehörige der ›noblesse d ’épée‹ zählt. Die schon von den Zeitgenossen leicht durchschauten Fiktionen schwertadeliger Abkunft in vielen ›robe‹-Familien werden in der Literatur zu oft wörtlich genommen und als Zeichen der Gleichwertigkeit beider Gruppen interpretiert, obwohl sie doch gerade im Gegenteil den Unterlegenheitskomplex der einen dokumentieren. Umgekehrt werden erfolgreich in die ›épée‹ assimilierte Familien, die ihre ›robe‹-Ämter längst endgültig aufgegeben hatten, von manchen Autoren irrig der ›robe‹ zugerechnet. Neuere prosopographische Studien zeigen, dass in den letzten Jahrzehnten des Ancien Régime selbst die prestigiösesten ›robe‹-Ämter keine uneingeschränkt schwertadeligen Abnehmer fanden (Joël Félix, Les magistrats du parlement de Paris (1771–1790). Dictionnaire biographique et généalogique, Paris 1990; Sylvie Nicolas, Les derniers maîtres des requêtes de l ancien régime (1771–1789). Dictionnaire prosopographique, Paris 1998 (Mémoires et documents de l école des chartes, 51). Der einzige in letzterer Untersuchung auftauchende Vertreter alten Schwertadels stammt aus der Bretagne, deren Parlament im Unterschied zu allen anderen immer auch den Vertreter des Schwertadels aufgenommen hatte).

7 Ronald G. Asch, Zwischen defensiver Legitimation und kultureller Hegemonie: Strategien adliger Selbstbehauptung in der frühen Neuzeit, in: zeitenblicke 4 (2005), Nr. 2 [2005-06-28], URL: <http://www.zeitenblicke.de/2005/2/Asch/index_html>, Abs. 12 <19.11.2008>.

8 Zur ausgereiften Spätform derselben Konstellation vgl. etwa Christine Lebeau, Aristocrates et grands commis à la Cour de Vienne (1748–1791). Le modèle français, Paris 1996; Rolf Straubel, Beamte und Personalkritik im altpreußischen Staat. Soziale Rekrutierung, Karriereverläufe, Entscheidungsprozesse (1763/86–1806), Potsdam 1998 (Bibliothek der brandenburgischen und preußischen Geschichte, 2). Für den Zustand am Beginn solcher Entwicklungen vgl. jetzt Christian Wieland, Selbstzivilisierung zur Statusbehauptung. Untersuchungen zum Verhältnis von adeligen Lebenswelten und Rechtssystem im 16. Jahrhundert am bayerischen Beispiel, in: Asch, Schlögl (Hg.), Adel in der Neuzeit (wie Anm. 1), S. 326–349.

9 Zur Kritik der erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts entstandenen Begriffe »Uradel« und »Briefadel« vgl. William D. Godsey Jr., Nobles and Nation in Central Europe. Free Imperial Knights in the Age of Revolution, 1750–1850, Cambridge 2004. Der Autor argumentiert, im »reichischen« System der Ahnenproben seien patrilinearer und spätmittelalterlicher Familienstatus, an dem ja solche Klassifikationen hängen, gegenüber den kognatischen Abstammungen der dem Probanden unmittelbar vorangehenden vier oder fünf Generationen relativ unwesentlich gewesen. Dagegen stehen allerdings mindestens teilweise die von Küppers-Braun (vgl. Anm. 3) angeführten Beispiele extrem rigider Definition der patrilinearen Stiftsfähigkeit.

10 Esprit Fléchier, Mémoires de Fléchier sur les Grands-Jours d Auvergne en 1665, hg.von Adolphe Chéruel, Paris 1856, S. 50–56, 67–74, 220–224, 228f., 393–395, 412; Anselme de Sainte-Marie [Pierre de Guibours, dit le Père], Histoire généalogique et chronologique de la maison royale de France, des pairs, des grands officiers de la couronne, de la maison du Roy et des anciens Barons du Royaume, Supplementband IX.1, hg.von Pol Potier de Courcy, 2. Aufl., Paris 1890, S. 639–644; Detlev Schwennicke, Europäische Stammtafen. Neue Folge, XIV, Marburg 1991, Tf. 90, 96, 97A.

11 Charles-Jean-François Hénault, Mémoires du président Hénault, hg.von François Rousseau, Paris 1911 (Neudruck Genf 1971), S. 257.

12 Im Jahr 1665 existierten noch sieben der zwölf Familien im Mittelpunkt von Solignats Arbeit. Es ist bezeichnend, dass sie nach 1665 zwar einerseits alle in Heiratsbeziehungen mit Hofchargenfamilien eintraten, fast alle auch irgendwann in höfischen Funktionen auftauchen, andererseits aber mit Ausnahme eines einzigen und sehr späten Falles (Polignac, 1782) keine von ihnen mehr eine jener großen Hofchargen erlangen konnte, die (im Unterschied etwa zur prekäreren Verwurzelung des Hauses Montboissier-Beaufort im Kommando der schwarzen Musketiere) zur dauerhaften dynastischen Verankerung geeignet waren: Sie blieben auch bei Hof eine »noblesse seconde«.

13 Zusammenfassung der Debatte in Fanny Cosandey, Robert Descimon, L ’absolutisme en France. Histoire et historiographie, Paris 2002, S. 226–231.

14 Allgemein zum Hof und seinem Aufbau v.a.: Jeroen Duindam, Vienna and Versailles. The Courts of Europe s dynastic rivals, 1550–1780, Cambridge 2003; zum Zeremoniell (leider mit thematisch relevanten Faktenirrtümern) Frédérique Leferme-Falguières, Les courtisans. Une société de spectacle sous l Ancien Régime, Paris 2007. Bernard Hours, Louis XV et sa Cour. Le roi, l ’étiquette et le courtisan. Essai historique, Paris 2002, analysiert den Hof sehr aufschlussreich, übersieht aber aus methodischen Gründen die Existenz strukturierter Netzwerke unterhalb der Ebene ausdrücklicher Parteien. Wertvolle Detailinformationen bei William Ritchey Newton, L espace du roi. La Cour de France au château de Versailles, Paris 2000; ders., La petite cour. Servics et serviteurs à la Cour de Versailles au XVIIIe siècle, Paris 2006; ders., Derrière la façade. Vivre au château de Versailles au XVIIIe siècle, Paris 2008. Ganz der Netzwerkanalyse verschrieben, aber in vielerlei Hinsicht problematisch: Sophie de Laverny, Les domestiques commensaux du roi de France au XVIIe siècle, Paris 2002. Die ebenfalls ausdrücklich den Netzwerken gewidmeten Studien von Sarah Chapman, Private Ambition and Political alliance: The Phélypeaux de Pontchartrain and Louis XIV ’s Government, 1650–1715, Rochester 2004 und Charles Frostin, Les Pontchartrain ministres de Louis XIV. Alliances et réseau d ’influence sous l ’Ancien Régime, Rennes 2006, konzentrieren sich stärker auf ministerial-administrative als auf höfische Klientelismen, die stärker vor allem bei Guy Rowlands (vgl. Anm. 5), aber auch bei Joseph Bergin, Crown, Church and Episcopate under Louis XIV, New Haven, London 2004, behandelt werden. Mathieu Da Vinha, Les valets de chambre de Louis XIV, Paris 2004, untersucht eine gerade erst im Aufstieg in den Adel befindliche Gruppe höfischer Akteure. Für ein über Frankreich hinausragendes Netzwerk vgl. Leonhard Horowski, Turenne und die Folgen. Der Anteil dynastischer Strategien am Ende des französischen Hochadelskalvinismus, in: Ute Lotz-Heumann, Jan-Friedrich Missfelder, Matthias Pohlig (Hg.), Konversion und Konfession in der Frühen Neuen Neuzeit, Gütersloh 2007 (Schriften des Vereins für Reformationsgeschichte, 205), S. 171–211.

15 Vgl. zu sehr ähnlichen Punkten Giora Sternberg, Epistolary Ceremonial: Corresponding Status at the Time of Louis XIV, in: Past and Present (voraussichtl. 2009); ders., Are ›formules de politesse‹ Always Polite? The Bauffremont-Villars Incident, Discursive Struggles and Social Tensions under the Ancien Régime, in: Zeitsprünge. Forschungen zur Frühen Neuzeit (voraussichtlich 13 [2009]) sowie demnächst die Doktorarbeit desselben Autors.

16 Freundschaften beruhten oft auf vorangehenden Verwandtschaftsbeziehungen, die in Quellentexten zur Freundschaft nur teilweise explizit gemacht wurden (schon hier wäre also sorgfältig zu differenzieren, wo dies geschah, weil die Verwandtschaft als bekannt vorausgesetzt wurde, und wo diese andererseits entweder nur dem Berichtenden oder auch den Akteuren nicht mehr bewusst war, so dass man von Freundschaft als letztem Nachwirken ursprünglich engerer Bindungen sprechen könnte). Da außerdem auch unverwandte Freunde oft durch bewusste Heiratsallianzen doch noch Verwandte wurden, liegt es nahe, aus den leichter rekonstruierbaren Familienzusammenhängen auf Freundschaften und Kooperation zurückzuschließen. Die bisherige Literatur illustriert jedoch leider zu oft die Risiken eines zu direkten Schlusses, bei dem dann etwa endlos lange Verschwägerungsketten oder erst lange nach dem relevanten Zeitpunkt zustandegekommene Beziehungen als Handlungsmotive erscheinen, mit denen realiter genau so gut das Gegenteil hätte erklärt werden können. Nötig erscheint daher ein Modell zur Identifikation erstens bewusster und zweitens tatsächlich handlungsleitender Familienbeziehungen, vor allem auch zur Gewichtung einander überkreuzender Beziehungen, wie ich es in meinem demnächst erscheinenden Buch über Machtstrukturen und Karrieremechanismen am Hof von Frankreich vorschlagen will. Jedes derartige Modell ist aber auf Überprüfung anhand von Beispielen angewiesen und bedarf dafür einer Arbeit wie der von Christian Kühner vorgestellten. Zur Komplexität selbst schon einfacher Geschwisterbeziehungen (allerdings auf der besonders komplexen Ebene beinahe souveräner Kurfürstenhäuser) vgl. jetzt Sophie Ruppel, Verbündete Rivalen. Geschwisterbeziehungen im Hochadel des 17. Jahrhunderts, Köln, Wien, Weimar 2006.

17 Neben der bereits zitierten und höchst wichtigen Arbeit von Guy Rowlands (vgl. Anm. 5) zuletzt etwa Emmanuel Pénicaut, Faveur et pouvoir au tournant du grand siècle. Michel Chamillart, ministre et secrétaire d état de la guerre de Louis XIV, Paris 2004 (Mémoires et documents de l École des chartes, 76) sowie für die spätere Zeit Yves Combeau, Le Comte d Argenson (1696–1764). Ministre de Louis XV, Paris 1999 (Mémoires et documents de l ’école des chartes, 55) – bezeichnenderweise zwei Studien zu den in der Regel besser als die Schwertadeligen dokumentierten Ministern. Auch die ungleich weiter ausgreifende, von der Fragestellung aber mit Surreaux’ Projekt vergleichbare Arbeit von Michel Vergé-Franceschi, Les officiers généraux de la marine royale (1715–1774). Origines, conditions, services, 7 Bde., Paris 1990, blendet bei aller sonstigen Reichhaltigkeit und Qualität der Analyse die eigentlich höfische, nichtministeriale Ebene der Klientelpolitik oft aus, was freilich auch mit der insgesamt größeren Hofferne der Marine zusammenhängt. Wissenschaftlich anspruchsvolle Einzelstudien über große Schwertadelige wie zum Beispiel den Maréchal duc de Noailles (1678–1766), den schon erwähnten Belle-Isle oder den Maréchal prince de Soubise (1715–1787), die zudem möglichst noch deren militärische Rolle als nur einen Teil ihrer höfisch-politisch-dynastischen Karrieren erkennen sollten, bleiben Desiderata.

18 Je nach Definition der engen Verwandtschaft gehörten um die 46 der 65 zwischen 1715 und 1789 ernannten Marschälle als Inhaber wesentlicher Hofämter oder sehr enge Angehörige solcher Amtsinhaber dem hohen höfischen Adel an.

19 Man betrachte den Marquis de Nangis (1682–1742) als einen Extremfall. Als ›lieutenant général des armées‹, ›chevalier d ’honneur de la reine‹ und gut vernetzter Protégé der Königin Maria Leszczyńska hatte er 1741 beste Aussichten, ein wichtiges Feldkommando zu erhalten – der Marschallsstab wurde ihm jedoch offenbar verliehen, um genau das zu verhindern, ihn also für alles unterhalb eines Armee-Oberbefehls zu ranghoch zu machen und damit zugleich für die Nicht-Verwendung im Felde zu entschädigen; er starb nach eigener Erklärung am Kummer darüber (Louis de Rouvroy, Duc de Saint-Simon, Mémoires. Additions au Journal de Dangeau, hg.von Yves Coirault, 8 Bde., Paris 1983–1988, VII, S. 518; Charles-Philippe d Albert, Duc de Luynes, Mémoires du Duc de Luynes sur la Cour de Louis XV (1735–1758), hg.von Louis Dussieux, Eudore Soulié, 17 Bde., Paris 1857–1864, III, S. 335; IV, S. 174, 247f.).

20 Samuel Gibiat, Hiérarchies sociales et ennoblissement. Les commissaires des guerres de la Maison du roi au XVIIIe siècle, Paris 2006 (Mémoires et documents de l ’école des chartes, 83).

21 Ibid., S. 98, 536, 664f.

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L. Horowski: Historische Adelsforschung zur Frühen Neuzeit
In: discussions, discussions 2 (2009) - Adel im Wandel (16.–20. Jahrhundert) / La noblesse en mutation (XVIe–XXe siècles)
URL: http://www.perspectivia.net/content/publikationen/discussions/2-2009/horowski_adelsforschung
Dokument zuletzt verändert am: 11.06.2010 10:24
Zugriff vom: 07.02.2012